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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
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Page - 314 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7

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Hank« 314 Hanka freudig und willig das Licht der Aufklärung entgegennehmen. Der böhmische Dialect eignet sich am Besten zur allgemeinen Schriftsprache, denn er hat schöne Monumente, ist frühzeitig ausgebildet und war einmal schon nahe daran, in Polen und Litthauen als Sprache des Hofes und der Gelehrten angenommen Lu werden." ^Diese Ansicht konnte sich behaupten — wenn — wenn in dieser Beweisführung nicht ein Haupt- factor übersprungen wäre: das Polenthum, welches in Schönheit und Bildung der Sprache, Reichthum der Literatur und politischer Macht- stellung das 6echcnthum weit überragt. Der Kampf des 6'echenthums und Polenthums bildet das beste Gegengewicht gegen den Pan- slauismus) V. Porträte und Iüstcu. Porträte: 1) Mit dem Facsimile der Unterschrift: Vaee^av Itknka. Steindruck von Frz. Si r in Prag, Fol.; außerdem öfters im Holzschnitte als Illustration zu seinen Biographien oder Nekro- logen; — 2) Kupferstich von Teplar; — 3) Kupferstich von Dworak; — 4) lithogr. von Machek; — 3) lithogr. von Taddeo Mai er. — Büsten. Eine Büste Hanka's, kurz vor dessen Erkrankung, verfertigte Herold , ein Präger, der sich zu München bildete; — nach der von Pellegrini abgedruckten Todten« maske modellirt Effen berger der jüngere, ein Schüler des Ios. Mar, eine große Büste W. Hanka's als Gegenstück zu seiner Büste Iungmann's; cine sehr gelungene Statuette Hanka's ging bald nach seinem Tode aus dem Atelier des noch jungen Künstlers Thomas Seidan hervor. VI. Sauka's Devise, Handschrift, Gedichte und Denkmal auf ihn. Devise: Niiroä>- N6d.2,2uou ^vergl. öa5oi)ig 1833, Heft IV, S. 322). — Handschrift. Das Facsimile seiner originellen Handschrift — wirklich derbe stehende Schrift» zügc aus einem Coder des 13. Jahrhunderts — enthält die Illustrirte Zeitung 185U, Bd. XV, Nr.381. — Gedichte. AufdenTodHanka's erschienen deren von Dobr. V)'äek im „Lolss- l^van-' 1861. Nr. 12; — uon V. Furch in der „slovsniikö Novin)'" 1887, Nr. 112; — von Franz Schwarz im „I^umü-" 1861, Nr. 3, und noch von vielen Anderen. — Denkmal. Die Idee eines Denkmales für Hanka wurde unmittelbar nach seinem Tode ausgesprochen und fand allgemeinen Anklang und die Sub- scription dafür eröffnete der hochw. Bischof von Budweis, I . Valerian I i rs ik , mit einer namhaften Gabe. VII. Medaillen. Von Hanka's Freunden und Verehrern ist im Jahre 1834 die Prägung mehrerer Medaillen veranlaßt worden, und zwar: 1) Aversseite: Hanka's Porträt, darunter Umschrift: I<nm.(avink), d. i. Ritter des St. Wladimir- Ordens , Bibliothekar des National-Museums. Revers: in einem von dem Bande des herab» hängenden St. Wladimir-Ordens umwundenen Palmenkranze ein strahlender Stern über einem auf Palmen- und Lorbeerzweigen liegenden Buche. Umschrift: ^NCI'b c ^ L ^ 110^3^ (d. i. <5eät, Lliiva, näitek, deutsch: Ehre, Ruhm, Nutzen. Devise des Wladimir-Ordens), darunter: 2 ^VI)H<H'081'I (aus Dankbarkeit). Am Rande: ^.(o36xk) I.NI50I1 2.(von) I^.(orcksQ) ^.u (Münzgravcur in Prag) N(vl) (gravirt). Es gibt davon Stücke in Gold (im böhmischen Museum) , Silber, Kupfer und ' Zinn. — 2) Avers: Kopf, Umschrift: >V^OQ^V H^NI i^. Revers: Der Wladi' mir-Orden. Umschrift: ^lV(Ü't> u. s. w. wie bei der Vorigen. — 3) Avers: Kopf ohne Um« schrift. Revers: Wie bei dem Vorigen. — 4) Avers: Kopf ohne Umschrift (wie bei der Vorigen). Revers: Ein behelmter mit dem Wladimir-Orden behangener Wappenschild. Um- schrift: ^V^0I..(^v) l l^Nl^.Ü(ääu) 8.(vH. t«5ko) N'I^.(äimii-a) KVI IÜ (d. i. Ritter des St.Wladimir-OrdenS). Die letzten drei Medail' lcn sind klein, etwa drei Linien im Durchmesser, und gibt es Exemplare in Gold (böhmisches Museum) und in Zinn. Vlll. Leichenfeier. Hanka's Tod gab in Böhmen das Signal zu einer Nationaltrauer, die Blätter erschienen mit einen: Trauerrande und in vielen Städten und Ortschaften wurde seine Leichen- feier festlich begangen. In Prag wurde das solenne Necmiem uon dein Weihbischof P. Krej6i abgehalten und der Canonicus Stulc trug eine längere Gedächtnißrede vor, in welcher er mit warmen Worten die Verdienste H.'s um die Entwicklung und den literarischen Auf- schwung seiner Nation und dessen eifriges uner» müdliches Wirken schilderte. — Der Ausschuß der „Hlatico" erließ unmittelbar nach der bekannt gewordenen Todesnachricht einen Aufruf zur Einsendung von Beiträgen für die zu Ehren Celakowsky 's und Hanka 's zu errichtenden Denkmäler und zu begründenden Stiftungen. .ii. öasoFiL (ein inIung»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Habsburg-Hartlieb
Volume
7
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1861
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
472
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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