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Bannig 323 Bannig
in GeschÀftssachen und eine seltene Ord
nungsliebe und ThÀtigkeit, er war ein
treuer Diener seines Monarchen, ein guter
Kamerad, ein humaner Vorgesetzter, ein
warmer Freund und ein zÀrtlicher Gatte,
mit einem Worte: Er war ein edler ritter-
licher Charakter." H. liegt auf dem Fried-
Hofe zu Baden bestattet, wo ein einfaches
eisernes Kreuz seine letzte RuhestÀtte
bezeichnet.
MilitÀr-Zeitung, herausg. von Hirten«
fcld (Wien. 4<>.) 1853. Nr. iOt, S. 664:
âNekrolog", uon Hauptmann Joseph Strack.
â Hirtenfeld (I.), Oesterreichischer Mili'
tĂ€r-Kalender fĂŒr das Jahr 1537 (Wien, kl. 8«.)
Jahrg. VIII, S. <93.
tzanmg, Johann Georg KarlFreiherr
von (Feldmarschall ' Lieutenant,
geb. 1709, gest. zu Wien 4784). Einem
adeligen Geschlechte entsvroĂen, trat er
1723 in MilitÀrdienste, und war nach
dem Aachener Frieden (1748) bereits
zum Oberstlieutenant bei BethleN'Infan»
terie vorgerĂŒckt. 1733 wurde er General-
Adjutant,- 1756 Oberst und Adjutant
beim Feldmarschall Grafen Daun, und
1738. in den Freiherrnstand erhoben.
1760 rĂŒckte H. zum General-Major und
Kriegsrathe vor und ĂŒbernahm im Jahre
1766 die 3ocaldirection der NeustÀdte^
Militar-Akademie. WĂ€hrend diese Anstalt
unter seiner Leitung stand, wurde das
Akademiegebaude durch ein Erdbeben am
27. Februar 4768 so zerstört, daĂ
an ein regelmĂ€Ăiges Einhalten des Stu»
dienganges nicht zu denken war, sondern
die Zöglinge nur beschÀftiget werden
muĂten, so gut es die UmstĂ€nde gestat«
teten. Mittlerweile wurde das ganze
Institut reorganifirt, die MilitÀr'Pfianz.
schule mit dem NeusiÀdter Cadetenhause
vereiniget, und dadurch der Stand von
200 auf 400 Zöglinge vermehrt. Neue
Grundsatze, neue Organisationen wurden
entworfen, indeĂ das GebĂ€ude auf allen Seiten reparirt und vergröĂert und die
vermehrte Anzahl Zöglinge in unbe-
quemen, nicht einmal gegen die Wir«
terung hinreichend gedeckten Localien
untergebracht werden konnten. Im Jahre
1771 erst erschien ein geregelter Studien,
plan und im Jahre 1773 das von der
Kaiserin MariaTheresia sanctionirte
Akademie-Reglement. H. entwickelte in
seinem GeschĂ€fte groĂe ThĂ€tigkeit, und
seine Directionszeit war die Grundlage
zur Vollkommenheit des Institutes. Schon
am 1. JĂ€nner 1767 rĂŒckte er zum Feld«
marschall-Lieutenant vor und 13 Jahre
hatte er als solcher unter schwierigen Ver»
hÀltniffen die Anstalt geleitet. Aber seine
Streitigkeiten mit dem Superior Christian
Fengler, welcher das DirectionsgeschÀft
völlig an sich zu ziehen suchte, und der
Umstand, daĂ seine BemĂŒhungen ĂŒbel
gedeutet und durch Nnkenntnià oder Bös-
willigkeit in einem schlechten Lichte dar»
gestellt wurden, bereiteten ihm manche
KrÀnkungen, ja sogar die Ungnade der
Kaiserin, welche aus diesem Grunde das
Institut, das fie vor und nachher jÀhrlich
mit ihrem Besuche zu ĂŒberraschen pflegte,
durch mehrere Jahre nicht besucht haben
soll. Wenn H. aber in seinen Ueber»
eilungen Manches that, was ihm so
unangenehme Folgen bereitete, so bleibt
ihm doch das Verdienst, die mechanische
Ordnung und Einrichtung gegrĂŒndet und
den materiellen Theil unter schwierigen
VerhÀltnissen entwickelt zu haben. Ob
zunehmender KrÀnklichkeit bat H. um
Versetzung in den Ruhestand, welcher
ihm am 24. Juli 1779 gewÀhrt wurde
und den er noch 3 Jahre genoĂ. Sein
Nachfolger als Localdirector war der
um das Institut so hoch verdiente Franz
Joseph Graf Kinsky.
Leitn er von Leitner treu (Th. I.), Geschichte
der Niencr'NeuftÀdterMilitÀr'Akavemie (Her«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon