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Cata loge der Ausstellungen in der Akademie der
bildenden KĂĽnste bei St. Anna in Wien von
den Jahren 1833, 1836, 1840. 1845, 1850,
1852 und 1856. — Cataloge der Monats«
auöstellungen des österreichischen (neuen) Kunst>
Vereines 1852: April und October; 1853-. Iän»
ner, März. Juni. October. December; 1854:
Jänner und Juni; 1855: Februar, März. April,
Juni, December; 1856: Februar, März, Mai,
November, December; 1857: Februar, März,
August, September; 1859: December; 1860:
Februar. März. November. — Engert (Eras«
mus), Catalog der modernen Schule der kais.
kön. Gemälde-Gallerie im Belvedere zu Wien
(Wien 1860, Gerold. 8".) S. i3 ^nach diesem,
wie nach Krafft geb. !813, nach des KĂĽnstlers
eigener Angabe 1815; von dem Herausgeber, die«
ses Lerikons brieflich um Mittheilungen ĂĽber
seinen Bildungsgang und seine Werke ersucht,
ließ H. demselben einige flüchtige Notizen zu«
kommen, aus denen er nur die Angabe des oben
angefĂĽhrten Geburtsjahres benutzen konnte *)^j.
— Krafft (Albr.), Die-moderne Schule der
t. k. Gemälde-Gallerie (Wien 1834, A. Pichlers
Witwe, 5".) S. 13.— Bei lagezuM. Auer's
poligrafisch« illustrirter Zeitschrift „Faust" 1856,
Nr. 23, S. 8. Im Aufsatze: „Die September«
Ausstellung des österreichischen Kunstvereines"
(1856). Besprochen von Kertbeny. ^Daselbst
heißt es S. 8 über Hansch: „Von österreichi-
schen Landschaftern dor modernen Schule muĂź
vor Allen Anton Hansch genannt werden.
H. besitzt viel Auge für Totalität, ziemlich
natürliche und frische Poesie und einen gefäl-
ligen Vortrag, dessen Technik auch stets aus-
geschliffener wird.") — Daß N aal er dieses
Künstlers nicht gedenkt, erklärt sich, indem
Nagle r's Lexikon im Jahre 1837 bei dem
Buchstaben H stand, in welchem Jahre H. nur
noch wenig bekannt war; aber die Auslassung
dieses Künstlers in Mül ler 's „Künstler aller
Zeiten und Völker" ist ungehörig. — Kata<
*) Bei dieser Gelegenheit kann der Herausgeber dieses
nahms- und RĂĽcksichtslosigkeit so Vieler, welche auf seine
ficlntiiten Zuschriften, worin sie um object iy gehal»
ersucht werden, nicht einmal antwurten, und so dem»
zongange ausgehalten zu weiden log zur deutschen allgemeinen und historischen
Kunstausstellung in MĂĽnchen im Jahre 1838,
Nr. 767, 773, 784, 804. — Frankl (Ludwig
August), Sonntagsblätter (Wien, gr. 8".)
I. Jahrgang (1842). S. 337, 471, 861 und
932; — I I . Iahra. (l843), S. 215, 478; —
^. Jahrg. (1840), S. 23, 642; — VI . Jahrg.
(1847), Kunstblatt, S. 18. — X. Dusch in
seiner kritischen Beleuchtung der Ausstellung
in Wien 1842, „Sonnragsblütter", S. 357,
schreibt über Hansch: „H. bringt mehre
Landschaften, die sich durch Wahrheit, Kraft
drr Farben auszeichnen. Jede Partie, jede
Einzelheit zeigt vonr Studium der Natur, so
wie seine Ideale die schönsten Früchte poetischer
Anschauung sind; doch sollte Hansch die
Kälte seiner Luft, die oft aus seinen Bildern
hervorweht, mitFeid'scher Kunst undFeid'«
scher Sonnenwärme zu verscheuchen streben."
— Mel ly in seiner Beurtheilung der Aus»
stellung im Jahre 1843 sagt von Hansch's
Bildern: „ In Bravo ur des VortragK stellt
Hansch die meisten Landschafter in Schatten.
Ein hohes kĂĽhnes Talent, aber hart am
Abwege, wo die Kunst von der Manierirtheit
Abschied nimmt. So ist es mir erschienen.
Leicht möglich, daß ich irre" (Sonntagsblätter
1843, S. 478), und einige Jahre später schreibt
Eitelberg er bei Beurtheilung einiger Bilder
von Hansch: „Die Gemälde von Hansch
sind mangelhaft als Compositionen, glänzend
aber manierirt vorgetragen. Auch bei ihnen
ĂĽberwiegt das Detail den Sinn fĂĽr Harmonie
des Ganzen" (ebd 184o, S. 643).
Hansch, Michael Gottlieb (kais. Rath
und Polyhistor, geb. zu Müggen»
tha l bei Danzig 22. September 1683,
gestorben, wie vermuthet wird, in Wien
um 1732)<DieBeziehungendieses Gelehr-
ten zum Kaiserstaate, der Umstand, daĂź
mehrere semer Schriften in Wien gedruckt
und die von ihm begonnene Ausgabe
der Werke des berĂĽhmten Astronomen
Keppler durch die Munificenz des Kai«
sers Karl VI. möglich geworden, weisen
ihm eine Stelle in diesem Lexikon an. H.
besuchte in Danzig das Gymnasium,
ging 1792 nach Leipzig, wo er 1703
Magister wurde und mit Vorliebe das
Studium der Mathematik trieb, zugleich
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon