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des Geschickes, die ihm die Ausführung
semer Lieblingsidee, die Herausgabe der
Werke Keppler's vereitelte, schien ihr
überall zu verfolgen. Als Philosoph
bekannte er sich zur Leibnitzischen Schule
und war er für Verbreitung dieser Lehre
auch schriftstellerisch thätig. Die hinter-
lassenen Handschriften Keppler's kaufte
die Akademie der Wissenschaften zu St.
Petersburg svergl.: Murr, Journal III,
327 und XVII, 317, 320, und Zach,
Monatliche Corresponden; 1810, October.
Nr. 37^.
Götten'6 gelehrteö Europa, Theil N I , S. 449
bis 483. — Neubauer, Nachrichten von
jetztlebenden Theologen, S. 126. — Moser's
Beytrag zu einem Lexikon der jetztlobenden
Theologen, S. 439. — Meusel (Johann
Georg), Lexikon der vom Jahre 1730 bis 1800
verstorbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig 1805,
Fleischer). Bd. V, S. 14U—144. — Ersch
und Grub er, Allgemeine Encyklopädie der Wis>
senschaften und Künste (Leipzig. 4«.) I I . Section,
2. Theil, S. 2lN. — Adelung's Fortsetzung
uon Iöcher's Gclehrten'Lerikon, I I , 1784—
1787. — Poggendorff ( I , C.). Biogra«
phisch-literarischrs Handwörterbuch zur Geschichte
der exacten Wissenschaften (Leipzig 1869. Job.
Ambr. Barth. Ler. 8«.) Bd, I, Sp. 10l3.
Hanseu, Theophil ^Architekt, geb.
zu Kopenhagen 13. Juli 1813). Bei
seiner großen künstlerischen Anlage wurde
er Zögling der kön. Akademie der Künste
in seiner Vaterstadt , in welcher er
von seinem 11. bis 24. Jahre verblieb,
und einen großen Theil der für die
Architektur bestimmten Preise erhielt.
Mit einem reichlichen Reisestipendium
versehen, verließ er im Jahre 1838 die
Anstalt, um sich auf Reisen ferner für
seine Kunst auszubilden. Er besuchte
Berlin, Dresden. Prag, Nürnberg,
Regensburg, München und seine Studien
in diesen Städten sind in den ersten
Blättern seines Skizzenbuches nieder-
gelegt. Nun setzte er seine Reise nach
Italien fort, besuchte Verona, Vicenza, Padua, Venedig; künstlerische Sehnsucht
und die Liebe zu seinem Bruder drängte
ihn aber nach Griechenland, das, wie
Italien, das goldene Land der Bildner«
und Malerkunst, das goldene Land der
Baukunst ist. I n Athen, diesem Rom der
Architekten, sollte er mit seinem Bruder
Christ ian, welcher daselbst seit sechs
Jahren arbeitete, vereint schaffen. Theo»
Phil ließ sich nun in der Griechenhaupt-
stadt nieder und verweilte acht Jahre
in derselben. An den herrlichen Werken
Griechenlands bildeten sich sein schon
geläuteter Geschmack und Kunstsinn aus;
auch wirkte er als Lehrer an der techni-
schen Lehranstalt Athens und führte meh.
rere Bauten aus, von denen hier nur
der Baron S i n a'schen Sternwarte und
der reichen Behausung eines Griechen,
Namens Demetr ius, gedacht sein soll.
Einer Einladung des ausgezeichneten
Wiener Architekten Ludwig Förster
^s. d. Bd. IV, S.270^, der dem jungen
und tüchtigen Künstler eine Geschäfts-
verbindung antrug, folgend, verließ H.
Griechenland und kam im März l 846 nach
Wien, wo er sich seitdem bleibend nieder-
gelassen und das er nur in Folge seines
Berufes dann und wann für kurze Zeit
verläßt. Vereint wirkten nun beide Künst-
ler, und Förster's „Allgemeine Bau»
zeitung" gibt Nachricht über mehrere von
ihnen gemeinschaftlich ausgeführte Arbei»
ten, von denen hier beispielsweise genannt
sein mögen in und um Wien: Die
evangelische Kirche in der Vorstadt Gnm.
pendorf, die Baron 3. Pereira'sche
Villa in Altenberg bei Greifenstein. Als
im Jahre 1849 der Wirkungskreis
für Architekten in Wien in fast bedenk»
licher Weise sich zu verringern schien,
wollte auch H. Wien verlassen, wurde
aber von Fö rs te r , dessen Tochter
H. im Jahre 1831 geheirathet hatte,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Volume 7
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Habsburg-Hartlieb
- Volume
- 7
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1861
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 472
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon