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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Page - 353 -
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Page - 353 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7

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383 Conversations-Lerikon von I . Hirten^ feld, Bd. I I I , S. äft.) — 9. Johann (I.) (gest. im November 1389) Burggraf zu Mägde« bürg, Graf zu Hardegg, ein Sproß des zweiten Geschlechtes d'er Grafen Hardegg, Burggrafen zu Magdeburg; um das Jahr 1363 Obersthofrichter Kaiser Karl's IV., Königs in Böhmen, der ihm besondere Gunst erwies und ihm ansehnliche Schlösser und Güter in Böhmen schenkte. Johann's erste Gemalin war Helena von Sachsen (gest. 2. April 1367), Tochter des Churfürsten Rudolph, welche ihm keine Kinder gebar; seine zweite war Nana Gräfin von hals aus Bayern, und aus dieser zweiten Ehe stammen zwei Söhne: Berthold und Johann, und zwei Töchter: Katha- rina, Gemalin Bernhard's uon petlau, und Wilburgis, in erster Ehe mit Rudolpy von Walsee, in zweiter mit Albero von Boscowiz vermalt. Nach dem Tode H elen a's, der ersten Gemalin Iohann's, kam dasBurggrafenthum Magdeburg an das Churhaus Sachsen, in Folge der Ansprüche, welche dieses darauf hatte. M i ß gri l l , am bez. Orte, IV, S.108.) — 10. Johann (HL), Burggraf zu Mägde» bürg, Graf von Hardegg (gest. 142V). Sohn Johann's (H.), auch ein Sproß des zweiten Geschlechtes der Hardegg, war 1407 und 1408 Landmarschall in Niederösterreich, und als 1408 die Fehde zwischen den Herzogen Leo< pold IV. und Ernst von Oesterreich ob der Vormundschaft über ihren Neffen Alb rechtV. ausbrach, stand Johann (III.) auf des Her» zogs Leopold IV. Seite und befehdete viele Stände und Edelleute, die für den Herzog Er nst Partei nahmen. Johann (lil.) brfand sich auch unter den Schiedsrichtern, als 1418 der Streit zwischen Herzog Albrecht von Oesterreich und Herzog Heinrich von Bayern geschlichtet wurde. Im Jahre 1425 überfielen die Hussiten die Stadt Netz zur Nachtzeit, bemächtigten sich, nachdem sie grausam gegen Volk und Geistlichkeit verfuhren, des Schlosses und nahmen den Grafen Johann (IH.) gefangen, der dann im Gefängnisse zu Prag einen schmerzlichen Tod erleiden mußte, ^an - ^a/e?-, I'asti 02inMiIi6N863, II , I'ol. 100. — ?s2 s'Z".^, 8orii>tors8 rsr. ^U8triaoa,r. ?ow.. I, i». 258, 256, 733.) — 11. Johann (gest. 27. Juli 1538), mit diesem Namen der Erste des jüngsten Geschlechtes der Grafen Hardegg (Prueschenk), erstgeborner Sohn des Grafen Heinrich, des Stifters der heutigen Grafen von H. Als am 17. Juli 1613 die Zusammen' kunft der Könige L adislau s von Ungarn und y. Wurzbach, biogr. Lexikon. VI I . Böhmen und Sigismund, König von Polen, mit Kaiser Max I. zu Wien Statt hatte, glänzte Graf Johann durch die Pracht und den Reichthum seiner Rüstung. Bei der ersten Belagerung Wiens durch die Türken, im Jahre 1629 führte er mehrere hundert Mann wohlge« rüsteter Truppen in den Kampf und leistete gute Dienste, insbesondere durch sein aus eigenen Mitteln im Viertel ober dem Manhcirtsberge unterhaltenes Aufgebot, mit dem er das ganze Gebiet vor dem Einfalle der Türken schützte. Er focht auch 1326 in der unglück- lichen Schlacht bei Mohärs, in welcher er seine 200 Reiter verlor. Aus seiner zwei- maligen, zuerst mit Ntarganlhe Gräfin von Ichaumßerg, dann mit Barbara Freiin Lraig geschlossenen Ehe besaß er' mehrere Kin« der; aber schon in seinem Enkel Johann (II.) Albert, dem Sohne Hanns Friedrich's, erlosch dieser Zweig s^iehe die Genealogie). Dieser letzte Johann (H.) dürfte wohl der« selbe sein, welcher im Jahre 1573 Nsotor Naz- niüouL zu Wittenberg war und „Orationsa 6.UK3 1) äs IsFidus 2) äs oomsta" (^Vittsul)., 8".) im Drucke herausgab (Joch er's Gelehr- ten-Lexikon. Bd. I I , S. 1358). lWißgr i l l . am bez. Orte, Bd. IV, S. 127. — Oester- reich isch es Mi l i tä r« Konversations- Ierikon oon.Hirtenfeld, Bd.I I I , S. 31, mit der Angabe des falschen Todesjahres 1736 statt 1535.) — 12. Johann Anton Leon- hard lsiehe den besonderen Artikel S. 345). — 13. Johann Heinrich s^iehe den besonderen Artikel S. 353). — 14. Johann Ignaz lsiehe den besonderen Artikel S. 359). — 15. Julius (I.). der Ahnherr aller jetzt leben, denHardegg (gest. 1557), Sohn des Grafen Heinrich s^s. d. Nr. 6), war Landeöhaupt' mann"in Oberösterreich und ein tapferer Kriegs- mann. Bei der ersten Belagerung Wiens durch die Türken 1529 vertheidigte er nnt seinem Bmder Johann s^- d. Nr. 11) das Viertel ober dem Manhartsberge gegen die Einfälle der türkischen Horden, focht auch 1532 und die folgenden Jahre für König Ferdinand I. gegen die Türken und wohnte 1537 der unglück» lichen Schlacht von Esseg bei; 1539—1543 war er Landeshauptmann in Oberösterreich und hielt zu Heinrichsburg, jetzt Greinburg, an der Donau fürstlichen Hofhalt. Im Jahre 1547 wurde er oberster Hofmarschall des Königs Ferdinand, wohnte aber auch in dieser Eigenschaft und schon im hohen Alter stehend, den Kämpfen gegen die Ungarn bei und focht noch 1652 in der Schlacht bei Erlau. Ueber 23
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Habsburg-Hartlieb
Volume
7
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1861
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
472
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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