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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Page - 358 -
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Page - 358 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7

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338 Hardegg-Gllltz nungspfticht der Gestüte von der Feld« wirthschaft, brachte Einnahme und Aus« gäbe zu genauer Evidenz und setzte durch Anstellung kriegscommissariatischer Beam» ten die Local-Controle ein. I n gleicher Weise, wie Graf Hardegg den Fort- schritt der Stammzucht in den ärarischen Militargestüten und ihre agricolen Verhältnisse organisirte. so suchte er auch die Lande S.Pferdezucht durch die ärarische Beschälanstalt emporzubringen. Während im Jahre 1813 im Ganzen 1414 Land» beschäler ausgestellt waren, zählte im Jahre 1834 der Stand der Landbeschäler 19s8 Stücke *), welche mit beginnendem Frühjahre in die nach Verhältniß der Stutenzahl bestimmten Beschälbezirke vertheilt werden, um die dort vorhan« denen zuchtfahigen Stuten ohne Entgelt zu decken. Dabei organisirte H. die länderweise Vertheilung der ärarischen Sprunghengste zur Fortpflanzung mit steter Rücksicht auf den verschiedenartigen Pferdeschlag und auf die Anzahl geeig- neter Zuchtstuten' die Auswahl der Beschälstationen in Ansehung des Pferde» zuchtbedürfnisseS, der Lage und Verbin» düng (Communication) mit Sicherstellung der einzelnen Unterkünfte' die Dauer der Beschälzeit; die Untersuchung und Beurtheilung der für die Fortpflanzung geeigneten Landesstuten, wie auch die Art und Weise der vorzunehmenden Paarung; Disciplin und strenge Dienstordnung für das angestellte Personale, kraft welcher die bessere Pflege und längere Dienst- *) Sie vertheilten sie folgrndl'rmaßrn.- für Oester' reich ob und unter der Enn5, Salzburg und Tirol iSO; für Steiermark, Kärnthen, Krain. Küstenland und Friaul 303; für Böhmen 636; für Mähren und Schlesien 266; für Galizien und Krakau 299; für die Bukowina 66; für Oberungarn 120; für Niederungarn und Banat 30; für Siebenbürgen i36; für die croatisch« fiaronische Militärgrenze 3t Stück. fähigkeit der ärarischen Beschäler erreicht wurde; führte die Belehrung des bäuer- lichen Züchters und dessen Aufmunterung durch öffentliche Vertheilung jährlicher Pferdeprämien ein; ferner die Führung der Besckälregister, Eruirung der erzeug» ten Füllen. Erstattung von Jahres- berichten über den Erfolg und die Beschaffenheit der Landesbeschälung als nachweisbare Evidenz des Zustandes der länderweisen Pferdezucht. Die Pferdezucht im Kaiserstaate in ihrer gegenwärtigen Entwickelung nimmt unter den Zuchten des europäischen Festlandes eine der ersten Stellen eili; Oesterreich besitzt Pferde für den Reitdienst von der kleinsten bis zur größten Gattung, für das Gespann des leichten und schweren Fuhrwerkes. Die Gesammtmenge erhebt sich auf3.30S.000 Stück, so daß auf eine österreichische UMeile 283Pferde entfallen. Hardegg arbeitete auch darauf hin, einerseits den Staatsschatz für dieses Bedürfniß zu schonen und doch andererseits Oesterreich vom Auslande unabhängig zu machen, so daß seit 1846 die Armee'Remontirung durchaus in der Monarchie selbstständig besorgt und selbst der Bedarf der leichten Pferde vom Inlande gedeckt wird. So wurde der Remontenbedarf im Jahre 1848 mit 21.000, im Jahre 1849 mit 30.000 und 1881 mit 11.000 Armee- pferden in den österreichischen Kronlän» dem ohne Beschwerniß und unabhängig vom Auslande und mit verhältnißmäßig geringen Preisbestimmungen aufgebracht und dessen ungeachtet, nachdem der landwirtschaftliche Bedarf im Inlande reich gedeckt war, eine beträchtliche Pferdemenge über die Grenze nach Sachsen, Bayern, in die Schweiz, nach Frankreich und Süd-Italien ausgeführt. Auch erwirkte H. schon im Jahre 1816 die Verfügung, daß das Verladen des
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Habsburg-Hartlieb
Volume
7
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1861
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
472
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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