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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Page - 376 -
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Page - 376 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7

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Sarruch 376 Harrach Prag den 2?. JĂ€nner 1628 ein Majorat stiftete. Graf Kar l war auch Ritter des goldenen Vlie- ßes. Aus seiner Ehe mit Nana Elisabeth Freiin von5ckMltt'nl)uch hatte er 6 Söhne und 3 Töch- ter. Von den Söhnen war Ernst Albrecht Erzbischof von Prag ss. d. S. 372, Nr. Ă€^ Johann Karl und Mar starben unuermĂ€lt, standen beide im kais. Heere und fiel ersterer oor dem Feinde; Franz Albrecht s.s. o. S. 374, Nr. 1l)), obgleich vermalt, starb ohne Nachkom- men. 3eonhard(VII.) undOtto Friedrich stifteten aber die zwei noch blĂŒhenden Linien, u. z. die Ă€ltere zu Rohrau und die jĂŒngere. Von Karl 's drei Töchtern sind aber besonders bemerkenswerth: Elisabeth ^S. 372, Nr. 4) und Marimil iana. nachmals vermalte GrĂ€fin Ccnzlii, deren Gemal das tragische Ende Wal' lenstein's theilte. l^ Heß (Ioh. Ed.), Biogra« phien und Autographen zu Schiller's Wal« lenstein. Nach geschichtlichen Quellen bear- beitet und mit Abbildung der Unterschriftversehen (Jena 1859, Mauke, 8".) S. 196.) — 18. Kar l VorromĂ€us Graf K'. d. bes. Art. S. 38t). — 19. Leonhard (IV.) Freiherr von Rohrau (geb. 1314, gest. 27. Juni 1390), Sohn Leon« h ard's (III.) aus dessen Ehe mit Barbara von Gleinig, war 1343 niederösterreichischer Negimentsrath, dann kais.Neichshofrath, wurde mit Diplom vom 4. JĂ€nner 1332 von Kaiser Maximi l ian I I . in den Neichsfreiherrnstand erhoben und mit Diplom vom 12. April 1566 Baron uon Rohrau; mit Diplom vom 29.Mai 1369 erhielt er fĂŒr sich und seine Mannserben das Erdland'Stallmeisteramt fĂŒr Oesterreich unter der Enns. H. war auch Ritter des gol» denen Vließes, und beginnt mit ihm die ansehn- liche Reihe von Vließrittern, welche in dieser Familie glĂ€nzen. Den Orden erhielt Leon« hard im Jahre 1383 von König Phi l ipp von Spanien, der denselben zu gleicher Zeit an Kaiser Rudolph I I . , die Erzherzoge Karl und Ernst, den Oberstburggrafen Wilhelm uon Rosenberg und Leonhard vonHar- rĂ€ch verlieh. Die feierliche Uebergabe durch den kön. spanischen BevollmĂ€chtigten, Erzher' zog Ferdinand, erfolgte am 2. Juni 1585 in der Domkirche zu Prag, und wurde zum Andenken an diese Feierlichkeit auf Harrach eine Medaille geprĂ€gt, weiche das Werk: „Beschreibung der bisher bekannten böhmi' schen PrivatmĂŒnzen und Medaillen" (Prag 1833, 4«.) S. 126 und Tafel XV, Nr. 119, beschreibt und in einer Abbildung darstellt. Aus seiner Ehr mit Aarvara Freiin von will- dischgriitz stammen 4 Söhne und w Töch- ter. Von ersteren starben Christoph (I.), Chrjstoph (II.) und Diepold in der Jugend; Leonhard (V.) pflanzte das Ge» schlecht fort. Von letzteren blieben zwei unver- malt, acht aber schloffen vornehme Heirathen und wurden bei den Hochzeiten durch reiche kaiserliche Geschenke ausgezeichnet. Leonhard ist auch der Stifter der Harr ach'schen Fami- liengruft in der Augustinerkirche zu Wien. M ißgr i l l (Franz Karl), Schauplatz u. s. w., Bd. IV, S. 152.) — 20. Therese, eigent- lich Mar ia Therese GrĂ€fin (Sternkreuz- Ordens« und Palastdame, geb. 24. Juli 1771. ^cst. zu Wien 21. JĂ€nner 1852), geborne GrĂ€fin Dietrich st ein. vermalt (seit 2. Juli 1794) mit dem Grafen Ernst Christoph H. von der jĂŒngeren Linie. GrĂ€fin Therese wareineMut- ter der Armen, ihr Leben ist eine ununterbro- chene Kette von Wohlthaten. Auf allen ihren Besitzungen hatte sie ihre monatlichen Armen» betheilungen und hatte durch Schenkung bedeu- tender Fonds auf denselben Arbeiter-Pensions- institute in's Leben gerufen, deren wohlthĂ€tige Wirkungen unverkennbar sind. I n ihrer letzt- willigen Anordnung bestimmte sie nebst vielen Legaten auch ein bedeutendes Capital zur Errichtung eines Kinderspitals in Nechanitz, einer graflich Harrach'schen Herrschaft in Böh- men. sWiener Theater»Zeitung, herausg. von Adolph B Ă€uerle, 1832. Nr. 24.) III. Wappen der Sarrach. Wer kennt sie nicht die poetisch verherrlichten drei silbernen Strau- ßenfedern der Harrach? Und diese, um eine goldene Kugel im rothen Schilde so gesteckt, daß die beiden ybem etwas schrĂ€gauswĂ€rts, die dritte untere aber abwĂ€rts gegen die linke Seite geneigt, angebracht sind, bilden das Harrach'sche Wappenschild. Auf dem Schilde stehen zwei gekrönte zu einander gekehrte Helme. Aus der Hrone des rechten erhebt sich ein die Sachsen einwĂ€rts kehrender, geschlossener rother Flug, belegt mit der Kugel und den Federn des Schil- des. Aus der Krone des linken Helmes wachsen zwei schwarze BĂŒsselhĂŒrner hervor, deren Außen- seiten mit je fĂŒnf silbernen Straußenfedern be- steckt sind, wĂ€hrend zwei solche Federn aus den Oessnungen der Hörner hervorstehen. Die Decken des rechten Helmes sind roth und silbern, jene des linken schwarz und golden. Den linken Helm mit den VĂŒsselhörnem soll Leonhard (II.) von Harrach nach einer Ueberlieferung, welche auch Sven er in der „Hi8toria In3i3nwni", I^ai-ii I I , cax. 32, anfĂŒhrt, von seiner Mutter Ursula, gebomen Pol lant , 1301 in sein »en aufgenommen haben.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Habsburg-Hartlieb
Volume
7
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1861
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
472
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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