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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Page - 388 -
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Page - 388 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7

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Harsch 388 Zartelmüller des Infanterie. Regiments Nr. 80. im November 1730 die geheime Rathswürde verliehen und er im August 1731 zum Feld- marschall-Lieutenant befördert wurde. Nun wurde er von der Kaiserin Mar ia Theresia, ob seiner Erfahrung und Kenntnisse, zu administrativen Posten und zu mehreren diplomatischen Sendungen verwendet; so schlichtete er 1733 als kais. Kommissar die seit 230 Jahren bestandenen Grenzstreitigkeiten mit der Republik Venedig, wofür ihn die Kaiserin am 29. Juni 1734 zum Feldzeugmeister, Generalcommiffär und Landeshauptmann in Görz und Friaul ernannte, welchen Posten er bis 1737 bekleidete. Im sieben- jährigen Kriege trat er wieder in die active Armee, belagerte 1738 Neisse. eroberte 1760 unter Loudon mit Draskowics Glatz und wurde 1761 General.Pro»Director des Geniewesens. Das ihm verliehene Infanterie«Regiment verkaufte er mit Bewilligung des Hofes, am 3. März 1766, au den Feldmarschall- Lieutenant Fürst Poniatowsky. Nach seinem Entwürfe wurde die Festung König- grätz gebaut. ImIahre1772wurdeerzum Gouverneur, Landespräsidenten und com» mandirenden Generalen in Oesterreichisch. Schlesien emannt. H. starb im Greisen» alter von 8s Jahren und liegt auf seiner Herrschaft Margarethen am Moos in Niederösterreich begraben, wo er ein prächtiges Schloß erbaut hatte. H. war auch ein großer Freund und Förderer der Tonkunst; er spielte selbst die Flöte mit großer Gewandtheit und unterhielt in Wien und auf seinen Gütern ein 24 Personen starkes Orchester, welches meistens aus seinen Dienern bestand, und mit welchen er Abends von 6 bis 9 Uhr Vocal» und Instrumcntal.Concerte veranstaltete; fremde Virtuosen lud er zu sich und unterstützte sie auch. Aus, seiner Ehe mit Ludovica Freiin von Stöcken, welche lange vor ihm starb, hatte er einen einzigen Sohn, den Grafen Ferdinand Ktdwig (geb. 19. April 1737, gest. wann?). Dieser trat in den österreichischen Staatsdienst, wurde 1764 k. k. Bergrath in Schemmtz, 1770 Salz-Oberamtmann zu Gmunden, und zuletzt Hofrath bei der k. k. Hofkammer. Er hatte Rußland, Polen, Persien und einen beträchtlichen Theil Asiens bereist und das Werk.' „ / 1778^ 4". tadl. asn.) herausgegeben. Oontea äi Horisia in ynattro vowmi (<3o-' i'i2ikl833, I'iUsrnolli, 8".) Vol. I I I , p. 62. — Oesterr. Mi l i tär -Konversat ion s-Lenkon von Hirtenfeld (Wien 1850. 8<>.) Bd. I I I , S. 7l. — Gerber (Ernst Ludw.), Neues histonsch'biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1812 , A, Kühnel, gr. 8°.) Bd. I I , Sv.509. — Wiß gr i l l (Franz Karl), Schau« platz des landsässigen Nieder<Oesterreichischen Adels (Wien 1804, 4».) Bd. IV, S. 180. Hltl'tellllilller, Simon Freiherr (Oberst und Ritter des Maria Theresien«Ordens. geb. zu Lands Hut in Bayern 1747, gest.zu Preßburg 27. September l823). Trat, 17 Jahre alt, in's Infanterie- Regiment O'Kelly; erst im bayeri- schen Erbfolgekriege wurde er Adjutant (1. März 1778). dann Oberlieutenant im 9. Huszareu-Regimente und ( l . Mai 1788) Rittmeister. Im Türkenkriege Adjutant des Prinzen Coburg. erwarb er sich dessen besondere Zuneigung und leistete bei der Belagerung von Chotym. ferner bei Fokschan und Martinestje wesentliche Dienste. Mit der Nachricht des Sieges bei letztgenanntem Orte schickte ihn der Prinz nach Wien, wo ihn Kaiser Joseph zum Major ernannte. Spater trat H. in ein Kürassier-Regiment
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Habsburg-Hartlieb
Volume
7
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1861
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
472
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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