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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7
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Page - 403 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Volume 7

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Hartinger 403 Hartmger (Wien. 8«.) 1843. 5. Heft. 3. Aufl. — Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar, Voigt, kl. 80.) XXI. Jahrg. (l843), S. 232. - Oesterr. Militär «Konversations-Lexi< kon. herausg. von Hirtenfeld (Wim ,1850, gr. 8v.) Bd. I I I , S. 72. Karting er, Anton (Blumenmaler und Chromoli thograph, geb. zu Wien am 43. Juni 4806). Sohn eines Kattun« und Leinwanddruckers, der seine Dessins selbst zeichnete, erhielt er den ersten Unterricht im Zeichnen von seinem Vater und begann selbst Muster zu ent« werfen, welche soweit gelungen waren, daß sie größtentheils praktische Verwen« düng fanden. Anton kam nun zu einem Freunde seines Vaters, zu-Io« hann Knapp, Blumen- und Kammer« maler Sr. k. k. Hoheit des Erzherzogs Anton, welcher einige Zeit den Unter- richt mit ihm fortsetzte und seine Auf^ nähme in die Akademie der bildenden Künste und zwar in die Manufactur- schule unter Professor Strenzel im Jänner 4820 vermittelte. Anton selbst bewarb sich spater mit allem Gifer um einen Platz in der Blummmalerschule, den er auch im Mai 1821 erhielt, und wo er seine Studien unter der Leitung des Professors Wegmeyer bis zum selbst, ständigen Schaffen fortsetzte. Im April 1823 erhielt er den ersten G undel'schen Preis und im April 1829 den für diese Schule gestifteten größten Füger'schen Preis, die goldene Medaille. Nun verließ er die Akademie und auf das Eifrigste bemüht, künstlerische Auffassung der Natur mit der streng wissenschaftlichen „sogenannten botanischen Malerei" innig zu verbinden, gelang es ihm durch seine Leistungen die Aufmerksamkeit der gelehr- ten Botaniker, insbesondere aber jene des rastlosen Beförderers des Garten- baues, des Erzherzogs Anton, auf sich zu lenken. Letzterer ertheilte ihm nun auch den Auftrag, alle in Wien neu eingeführten und zur Blüthe gekommenen Pflanzen nach der Natur, im Folio- formate, für seine Privatbibliothek abzu« bilden. So malte H. für seinen kunft» sinnigen Mäcen im Zeitraume von 4 bis 8 Jahren über 680 Pstanzentafeln in Folio, darunter 80 mit den herrlichsten Früchten der Hederaca een und Limoneen, welche aus Florenz eingeschickt wurden. Zugleich malte er Blumen« und Frucht« stücke in Oel und dürfte sich deren Zahl bis heute an 100 größere und kleinere Bilder erstrecken, welche sich in verschie« denen Privatsammlungen befinden und von mehreren Kunstvereinen angekauft wurden. Schon in der Ausstellung der Gemälde in der Akademie der bildenden Künste bei St. Anna im Jahre 1828 stellte er ein in Oel gemaltes Blumen« und Früchtenstück aus; in der Ausstellung des Jahres 1834 gleichfalls ein Oelbild: „Granden in rinem Narbe"; 1836: „Nlnmen und Früchte"; 1840 drei Oelbilder, jedes „Munrn in rwrr Vase" vorstellend. Später erscheinen feine Bilder nicht mehr in denselben. Am 1. März 1836 wurde er als Corrector der Blumen» und Früchten« malerschule an der kais. Akademie der bildenden Künste in Wien angestellt, und am 1. Mai 1843 eben daselbst zum Kunstmitglied ernannt. Im Jahre 1843 begann er die Herausgabe des „^c^«- cl/s?,s s^'n^oö anen s/s" unter Mitwirkung des berühmten Botanikers Professor Dr. Endlicher ^s. d. Bd. IV, S. 44^, und später des Dr. Berthold See« mann; H. colorirte die Tafeln auf das Sorgfältigste, erhielt die Gestat- tung, das Werk Sr. Majestät, dem Kaiser Ferdinand, widmen zu dürfen, und wurde mit der großen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft aus» gezeichnet. Schon seit längerer Zeit mit
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Volume 7
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Habsburg-Hartlieb
Volume
7
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1861
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
472
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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