Page - 199 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Volume 8
Image of the Page - 199 -
Text of the Page - 199 -
Oeftle 199 Affter
im 18. Jahrhunderte, in dessen zweiter
Hälfte er starb). Obgleich dieses Künstlers
so viele Quellen ss. unten^ gedenken, so
sind doch die Mittheilungen über ihn sehr
mangelhaft. Seine Bildung scbicn er an
derAkademie der bildenden Künste inWien
erhalten zu haben, wo ihm 1742 der erste
Architekturpreis zu Theil wurde. Spater
erhielt er cme Anstellung als Architekt,
als welcher er mehrere Entwürfe Zu
Triumphbögen, Trauergerüsten. Altären
u. dgl. m< ausgeführt. Der Hochaltar
in der berühmten Wallfahrtskirche auf
dem Sonntagsberge in Niederösterreich
V. O. W. W. ist von seiner Hand; die
Basreliefs desselben hat H. in Metall
gegossen. Eine Abbildung dieses Altars
ist im Stiche erschienen. Wie Nagler
meldet, soll er den großen Zauner in
der Kunst des Metallguffes unterrichtet
haben. Nach Ba l lus ss. d. Quellens ist
er der Erbauer des erzbischöflichen Pala-
stes auf dem Iohannesplatze zu Preßburg,
dessen Abbildung auf der Vignette des
Titelblattes der Beschreibung der Stadt
Preßburg von Ba l l us zu sehen ist.
Die Künstler aller Zeiten und Völker oder
Leben und Wirken der berühmtesten Van-
meister, Bildhauer, Maler u, s. w. Begonnen
von Fr. Mü l le r , fortgesetzt von I)i-. Karl
Klnnzingcr (Ttuttaart lkssl), (vbner und
Seubert, nr. «".) Bd. Is, '3. :j64. — Tiro<
lisches Künstler ' Le,rikon (Innsbruck
1830, Frl, Nauch, tj" ) H. 8<!. — Staf f lcr
(Ioh. ^al'ob), daü deutsche Tirol und Vor-
arlberg topographisch mit geschichtlichen Be^
mcrkun,>ion sInni-'bruck l«47, Fel. Rauch, ^»".)
Bd. l, S, 2l7. — Naqler (G. K. In'.),
Neueü allgemeineü Künstler-Lerikon (München
18!i8. (v. A. Fletschmann. 8".) Bd. VI, S. 42
lncnnt ihn gar Weinkopf 'Heferl . Da ist
dem trefflichen Nagler ein kleines Versehen
pcissirt; es solltc stehen: „er wird uon Wein»
kops in seinem Werke Heferl genannt".
Anton Weinkopf nämlich in seiner „Be-
schreibung der k. k. Akademie der bildenden
Künste." (Wien l783) nennt ihn Heferl:
anderwärts heißt er He fe le , was sein wahrer Name ist; und Hormayr nennt
ihn gar Hefeln. Meyer in seinem „Uni.
mrsal-Lerikon für die gebildeten Stände",
Vd. XV, S. 2 l l , schreibt Nagler dm
komischen Namen: „Weinkopf-Heferl" nach).
— Val lus (Paul von), Preßburg und seine
Umgebungen (Preßdurg 1823, A. Schwaiger
undI. Landes, 8".) S. 190. — Tschischka
(Franz), Kunst und Alterthum in dem öster«
reichischen Kaiserstaate. Geographisch dar-
gestellt (Wien 1836, Fr. Veck, gr. 8") S. 36^
— Hormayr'ö Archiv für Geschichte, Sta<
tistik u. s. w. (Wien, 4".) Iabrgang <817,
S. 372 ^licißt daselbst Hefeln).
, Ignaz und Anton von (Vater
und Sohn, beide B ürgermeister von
Salzburg; Ignaz. geb. zu Sahburg
1740, gest. 24. August 4818; Anton
lebte noch 1840). Die Sproßen einer an«
gesehenen Bürgerfamilie, welche bereits
vor 400 Jahren in Bayern blühte und
dann in Tirol und Salzburg stch verbrei-
tete. Ein Wolfgang H. (gest. 13. April
2) wurde von Kaiser Max I I . wap»
pen- und tumierfähig erklärt. Von dessen
Nachkommen bildeten sich zwei Stämme,
der seines Sohnes Christoph in Tirol,
welcher das Pradicat von H o chenburg
annahm und in die tirolische Laitdtafel
aufgenommen wurde; der seines Sohnes
, welcher nach Salzburg kam und
der Stammvater der noch heute in Salz-
burg blühenden Familie ist. I gna ; von
H. übte ein Handelsgeschäft aus und
wurde am 2!>. Jänner l796 zum Bürger-
meister voli Salzburg gewählt, welche
Würde er in der ereignisreichen Zeit bis
zur Auflosung des Magistrates, 23. Iän-
ner l81l , bekleidete. Innerhalb dieser
) denkwürdigen Iahrc, in welchen auch
das schöne Salzburg von den Wehen
des Krieges schwer heimgesucht wurde,
stand H. an der Spitze der Bürgerschaft
und erwarb sich durch seine strenge Recht»
lichkeit, seinen Biedersinn und seine übri-
gen trefflichen Eigenschaften rm Necht auf
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Volume 8
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hartmann-Heyser
- Volume
- 8
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1862
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 514
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon