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413 Heyogenberg
carrarischem Marmor (80 fi.); — „Nie
nnbeiieckte <6mptnngni55 Maria", Statuette
aus carrarischem Marmor (200 st.). Diese
Arbeiten beurkunden einen geschickten
KĂĽnstler.
Verzeichnisse der Kunstwerke, welche in den,
von dem Wiener Kunstvereine veranstalteten
Ausstellungen im Gebäude der k. k. Akademie
der bildenden Künste zu St. Anna ausge«
stellt waren. 1828: S. 23, Nr. 19; 1834:
S. 29. Nr. l i ; 1836.- S. 24, Nr. 2!; 1845:
S. 23, Nr. l und S. 26. Nr. l i ; 1850:
S. 4. Nr. 12 und 16. - Böckh (Franz
Heimich), Wien's lebende Schriftsteller. Kunst,
ler und Dilettanten im Kunstfache (Wien
1821. B. PH. Bauer. kl. 8".) S. 258. —
AuĂźer den bisher genannten Personen des
Namens Herzog sind noch einige andere zu
erwähnen und zwar KI. Eolleta Herzog
(sscb. zu St. Lambrecht in Obersteier 2. No>
vember 1789), Oberin der Hrsulinerincn zu
Grcch, die, 15 Jahre alt (1804) in's Kloster
trat 1813 die GelĂĽbde ablegte, dann als
Lehrerin der weiblichen Schuljugend thätig
war, bis sie l82I zur Klosteroberin gewählt
wurde, welche Stelle sie bisher, also durch
39 Jahre — und zwar bei den, gemäß den Or»
dcnssatzungen von 3 zu 3 Jahren stattfinden'
den Wahlen immer wieder neu gewählt —
in würdigster Weise bekleidete. Für ihr lang«
jähriges verdienstvolles Wirken wurde sie am
24. Juli 1856 von Sr Majestät mit dem
goldenen Verdienstkreuze mit der Krone be»
gnadet. ^Salzburg er Kirchenblatt 1836,
Nr. 33. S. 263 .- „Correspondenz aus Gratz.")
— Franz Tobias Herzog ist Verfasser
mehrerer die österreichische administrativeGesch«
gebung erläuternder Druckschriften; diese sind:
„Chronologisches Repertorium über die in
dem von Appellationsrath von Zimmert
herausgegebenen Handbuche fĂĽr Richter. Ad<
vocaten und Iustizbeamte in den k. k. Erb«
staaten vorkommenden gesetzlichen Erläute«
rungen der Gerichts« und Concurs'Ordnung"
(Wien 1824. 8«.); — Systematische Durstet«
lung der Gesetze über den politischen Ehe»
consens im Kaiserthume Oesterreich" (ebd.
4829); — „Vollständige S a m m l u n g der
Gesetze ĂĽber das Schub wesen im Kaiserthume
Oesterreich" (ebenda 1835); — „Ueber die
Unterbrechung und Hemmung des Deren«
niums" (ebenda 1835); — „Sammlung der
Gesetze ĂĽber das politische Domic i l im Kai'
serthume Oesterreich" (ebenda 1837). Wag« ner'scheZeitschrift für Oesterreich Rechts'
gelehrsamkeit 1827, I I I , 186; 1829, I I I ,
436: 1837, I I I , 141 und 186; 1838, I I I ,
l61.^ — Eine mit dem Wiener Culturleben
engverwachsene Persönlichkeit war Joseph
Herzog, bekannt unter dem Namen: „Dcr
Fiaker mit dem gläsernen Stammbuche", der
ĂĽberdieĂź seines schnellen Fahrens wegen auch
„der Unbändige" hieß. Nach der unten ange-
gebenen Quelle wäre er gar vom Adel ge«
wesen. Den Namen „mit dem gläsernen
Stammbuche" fĂĽhrte er von seiner Vorliebe,
beliebte Dichter und KĂĽnstler herumzufahren,
deren Namen er dann mittelst eines Feuer-
steins in die Fensterscheiben seiner Kutsche
schnitt, auf der man unter Anderen folgende
las: Ignaz Schuster, Korntheuer, Rai-
mund, Krones, Castelli, KĂĽstner,
dieses gläserne Vcrzeichuiß nannte er, drollig
genug, sein Stammbuch. M i e n er Courier
1857. Nr. 276; in Nr. 80 dieses Blattes
wird sein Abenteuer im Mirakelkeller erzählt,
in welchem er sich verwettete: „er wolle auf
der BasteimauerbrĂĽstung im Galopp um die
Stadt herumfahren, beim Kärntnerthore über
die Häuser wegschießen, zur Rose auf den
Stephansthurm hinauf, oben werde er drei,
mal rundherum fahren und durch's „Kraut«
gassel" wieder herunterkommen.^ — Ein
Moriz Herzog, in Verona, ist Erfinder
eines neuen Tauchcrschiffes. Bereits haben
ein Deutscher, Names Bauer, und ein zwei«
ter, Namens Giebelhausen, verschiedene
hyponautische Apparate erfunden. Jener von
Moriz Herzog in Verona, dessen Detail
die „Illustrirte Zeitung" (Leipzig, I . I . We<
ber) 1857, Nr. 722. S. 365 (Zeichnung) und
S. 366 (Erläuterung) mittheilt, wird von
Sachverständigen als eine ganz gut ausfüh»
bare Erfindung bezeichnet.
marschall-Lieutenant. geb. zu Rew
nes in Frankreich 1767, gest. zu Wien
13. Februar 1834). Sein eigentlicher
Name war August Baron von Becea«
duc, und mit Napoleon zugleich in
der Militärschule zu Brienne erzogen,
stand er bis 1797 in französischen Dien»
sten. Im letztgenannten Jahre trat er
aus dem Emigrantencorps Rohan, in
welchem er bereits Hauptmann war, in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Volume 8
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hartmann-Heyser
- Volume
- 8
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1862
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 514
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon