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schen „Zeitschrift für Rechtsgelehrsamkeit"
abgedruckt
stehen, als: ein „<timlncht6lüll"
(1826, II) 12) und „Griminlllrechtstllll"
febd., I I , 20), beide auszugsweise und
mit Bemerkungen begleitet, ferner „Van
der Amllrtisirnng im Allgemeinen imü uvn der
Alnartisirung der Priuawrknndrn msbesandne"
(1830,1) 402), welche alle auch in den
italienischen Fachblattern, und zwar in der
v. I'. Äni" und im
pi-uäen^H Huntriaca." überseht erschienen
sind, gab er noch das selbstständige Werk«
chen: „OnrMaplit>isch'MethubllIllgi5che Ginlei-
tung in das jnridizch-plllitische Ztndinm an den
Nmucrsitaten nnd Aqceen der deutschen Grbl'änder
i>r5 üötcrr. NlliZrrttinnlrs nach seiner jetzigen Gin-
richtnng" (Wien und Trieft 1813, Geistin«
ger, 8".) heraus. Die kleine Muße, die
ihm sein wichtiger Beruf übrig ließ,
widmete er dem Studium der Botanik,
und war es vornehmlich jenes derKrypto-
gamen, worin er als Specialität galt.
Seine Pflanzensammlung, die Frucht
27jährigen fast leidenschaftlichen Stre-
bens, zahlte zu den schönsten ihrer Art
in Wien. Was mit ihr nach seinem Tode
geschehen, ist dem Herausgeber nicht
bekannt. I n vollster Manneskraft, im
Wer von 32 Jahren, entriß ihn der Tod
dem Staate und seiner Familie.
Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar,
Bernh. Frieor. Voigt, 8<>.) XVI. Jahrgang
(l838), S. t120, Nr. 952.
Keß, Heinrich Freiherr von (Feld>
marsch al l , Commandeur des Maria
TheresieN'Ordens, Hauptmann der Tra»
dantcN'Leibgarde und Hofburgwache, geb.
zu Wien 17. März 1788). Einer alten
Adelsfamllie entstammend j^ siehe in den
Quellen S. 423: V. Genealogie. Fa>
milienstand), ift H. der Sohn des k. k.
Regierungsrathes FranzIoseph Ritter
von Heß aus dessen Ehe mit Theresia, gebornen von Leporini. Am 24. De>
cember 1803, 17 Jahre alt, trat er als
Fähnrich in daS Infanterie-Regiment
Ignaz Graf Gyulay Nr. 60, wurde aber
bald dem Gmeral'Quartiermeisterstabe
zur Dienstleistung zugetheilt, in welchem
er 1803—4806 bei der Aufnahme von
Wien, 1807 bei der trigonometrischen
Vermessung von Ungarn in Verwendung
stand. Am 16. Februar 1809 wurde H.
zum Oberlieutenant im Generalstabe
ernannt und noch in demselben Jahre
nennt ihn der Bericht über die Schlacht
bei Wagram mit ehrenvoller Auszeich,
nung. In Folge dessen am 26. Juli 1809
zum Capltan befördert und zum Infan»
terie-Regimente Erzherzog Karl Nr. 3
übersetzt, blieb er jedoch beim General-
stabe in der Dienstleistung. BiS zu dem
denkwürdigen Jahre 1813 wurde H. theils
zur Zusammenstellung des Kriegsjournals
vom Jahre 1809, theils zu den die Ver»
theilung des Heeres auf die einzelnen Län»
dertheile betreffenden Arbeiten und zur
Beschreibung des Landes in strategischer
Beziehung verwendet. Am 1. April 1813
zum Hauptmann im General»Quartier-
meisterstabe ernannt, wurde H. zuerst zu
diplomatischer Thätigkeit berufen und
dem General Bub na M . I I , S. 183)
bei seiner Mission nach Dresden beigege-
ben. Dann aber trat H. in die Reihen
der Armee und kämpfte den Völkerkampf
bei Leipzig mit, wo sein Name unter
den Ausgezeichneten des Tages erscheint,
und er für seine Tapferkeit mit dem öster«
reichischen Leopold' und dem russischen
Wladimir>Orden ausgezeichnet wurde.
1814 überschritt H. mit der von dem
Grafen Bub na befehligten leichten Divi-
sion die deutsche Grenze. Diese hatte
die Aufgabe, im französischen Süden
den Gegenversuchen des Feindes die
Spitze abzubrechen und dessen Bemühun-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Volume 8
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hartmann-Heyser
- Volume
- 8
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1862
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 514
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon