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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Volume 8
Page - 423 -
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Page - 423 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Volume 8

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423 in das Gespräch mengt, herzlich mitlacht und — sodann wieder in seiner ernsten Beschäfti' gung fortfährt". — Das Andenken, welches des F. M. Radetzky Sohn, Generalmajor Graf Radehky, dem Freiherrn von Heß zur Erinnerung an den Sieger von Novara verehrte, ist das Commandeurkreuz des Maria Theresien'Ordens, welches Radetzky bis zum Jahre 1848 trug, in welchem Jahre an dessen Stelle das Großkreuz desselben trat. Vor Radetzky trugen dasselbe Kreuz zuerst F. M. Loudon durch 34 Jahre, nach diesem seit 1806 Karl Fürst S ch warzenberg, der Sieger von Leipzig, und als dieser auf dem Schlacht« felde von Leipzig das Großkreuz dieses Ordens erhielt, übergab er dieses Commandeurkreuz dem damaligen F. M. L. Grafen Radehky. Nach vielen Jahren hatte Radetzky das Miß. gcschick. es bei einem Cavalleriemanöver zu verlieren; seine Betrübniß über diesen Verlust, da alles Suchen vergeblich gewesen, war groß; aber unaussprechlich seine Freude, als es nach drei Jahren ein Bauer bei der Feld- arbeit fand. erkannte und überbrachte. Werg!, darüber den „Wanderer" 1838, Nr. 66.) V. Genealogie, Familieustand und Wappen des Freiherrn von Seß. Die Familie des Frei- Herrn von Heß läßt sich in ihrer Abstam» mung in den Anfang deS 15. Jahrhunderts zurückführen. Im Jahre 1416 erhielt ein Ahnherr dieses Geschlechts von Kaiser Sig» mund ein Wappen. Dessen Nachkommen Johann und Albert wurde von Kaiser Ru d olph laut Diplom ääo. Prag 21. Octo« ber 1384 unter gleichzeitiger Verbesserung des Wappens der Reichsadelstand verliehen. Franz Joachim von Heß. fürstlich würzburgischer geheimer Rath und Kammerdirector, erhielt von Kaiser Franz I. Stephan mit Diplom ääo. Wien 2. Mai 1764 den Reichsritterstand, welchem mit 25. April 1770 die Aufnahme in's böhmische Consortium folgte, und dessen Sohn Joachim Albert (gest. 9. April 1301), k. k. Reichshofrath, von Kaiser Leopold I I . mit Diplom ääo. Wien 9. October 1790 den Reichsfreiherrn-, und mit Diplom ääo. Wien 16. Februar 179! den erbländisch öfter« reichischen Freiherrnstand. Dessen Sohn Her» mann Franz Joachim (geb. 2. Jänner 1773, gest. 21. November 1833). Präsident des bestandenen Appellations» und Criminal- Obergerichtes in Wien. war zweimal vermalt: 1) seit 26. Mai 1803 mit N.Iulie gebornen von Üuerwald (gest. 19. Mai 1808); 2) seit 4. Mai 1829 mit Anna gebornen von Rronenfels (geb. 14. September 1780, gest. 8. April 1853). verwitweten von Hacker zu Hart. Aus erster Ehe stammte Mar ia Katharina (geb. 24. Mai 1804. gest. 30. September 1828), welche seit 23. November 1826 mit unserm Helden und F.M. Heinrich Freiherrn von Heß vermalt war; dieser aber ist ein Sohn des k. k. Regierungsrathes Franz Joseph Ritter von Heß aus dessen Ehe mit Theresia gebornen von Qporini. Aus dem von seinem Vater ererbten Ritterstande wurde H. erst durch das Freiherrndiplom vom 5. November 1849 in den Freiherrnstand erhoben. F.M. Freiherr von Heß hatte in erster Ehe die Tochter seines Vetters zur Frau; die zwei Kinder aus dieser ersten Ehe starben im zar- testen Alter. Seit 12. April 4841 ist F.M. Freiherr von Heß zum zweiten Male mit Maria Anna gebornen Freiin von Oiller (geb. 15. November 1819), Tochter seiner Schrve» ster, somit seiner Nichte, vermalt. Auch diese Ehe ist mit drei Kindern, zwei Knaben und einem Mädchen, gesegnet worden, aber Alle gingen vor dem Vater dahin. Um also den in Oesterreichs Kriegsgeschichte so berühmt gewordenen Namen nicht untergehen zu lassen, gestatteten Se. Majestät der Kaiser dem Hel' den, den damals achtjährigen Sohn Fried» rich (geb. 184?) des k. k. Majors Georg Freiherrn von Di l ler (seines Neffen) an Kindesstatt anzunehmen, und seither führt das Freiherrngeschlecht der Heß den Doppel« namen Heß-Di l l er. Ebenso wurde die Uebertragung des Standesgrades des Frei« Herrn Hermann Franz Joachim, des ersten Schwiegervaters des Feldmarschalls, auf des« Stief'Enkelin und Adoptivtochter Hermanie Bonn et Edle von Bayard, nachmals ver» malte von Henneberg, in Vollzug ge» bracht und dadurch dem Aufhören des Na» mens deS im Mannsstamme erloschenen alte» ren Hauses der Freiherren Heß, welches nun Heß'Bayard heißt, vorgebeugt. Ueberoieß wurde von Sr. Majestät der Gemalin des Feldmarschalls der Titel nebst den Vorrechten einer Hofdame verliehen. ^Vergl. Näheres im Gothaischen genealogischen Taschenbuch der freiherrlichen Häuser im Jahrg. 1849, S. 197; Jahrg. 1833, S. 260, u. Jahrg. 1861. S. 296. — Kneschke (E. Dr.), Die Wappen der deutschen freiherrlichen und adeligen Familien (Leipzig 1855, I . O. Weigel, 8".) Bd. I, S. 197.^ j — Wappen. Im rothen Schilde ein silberner Querbalken, welcher oben von 3 (1 und 2) goldenen Kugeln begleitet ist. Den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Volume 8
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Hartmann-Heyser
Volume
8
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1862
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
514
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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