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Hetönni 447 Hetzendorf
?s^ ^ d. i. Ueber die
alte Burgverfaffung unseres Vaterlandes;
d. i. Robot und Zehent in moralischer
und materieller, und in landwirthschaft'
licher und staatsökonomischer Beziehung.
I'o?^ ^6?-s?l<^, iroäaimi arok^si 3 u^adb
5652<>äoi. lilaclta I'ärknn^i, d. i. 3itera<
nsche Porträte uon Franz Toldy, heraus»
gegeben von Tnrkänyi (Pesth 1836, Gustau
Emich. 8".) S. 213: „XXI. H<2t<3u?i 3äno5".
Aä8ocUK, äs olsot ^io3äü2itä kötot.
7)a?l/s///>- «/öHHs/, d. i. Ungarische Schriftsteller.
Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter,
den ersten ergänzender Vand (Pcsth t838, 8<>.)
S. <84. — Wurzbach von Tannenberg
(Constant Di-.). Bibliographisch, statistische
Uebersicht der Literatur des österreichischen
Kaiserstaates (Wien, Staatsdruckerei, 8«.)
I I I . Bericht (1855). S. 433. Marginal
14.201—!t.229. — Oet«nyi's philosopliische
Lehre. Unter dem Namen der sogenannten
„harmonischen Philosophie" ist sie der
Ausdruck des magyarischen Volksgeistes. Im
Grunde fallt sie mit dem Wesen des R calis»
mus der Deutschen in Eins zusammen. Nach
ihr rührt alle menschliche Erkenntniß vermöge
unseres selbstthätigen Geistes von Objecten
her. Objective, d. i. monistisch'vhilosovhische
Systeme sind demnach als widerstreitend der
dualistischen Natur unserer Erkenntniß, welche
aus Einem Principe die ganze Erkenntniß,
sowohl hinsichtlich ihrer Form, als auch ihres
Inhalts ableiten zu wollen glaubt, nicht gut
denkbar. Man ist «veder im Stande aus dem
Objecte die Gesetze unserer geistigen Thätig«
keit, noch auS der durch das Denken vermit«
telten Erkenntniß das Vorhandensein der
Objecte zu folgern. Ein constructiucs Princip
also kann die Philosophie nicht haben, wohl
aber ein regulatives und dieses letztere ist ihr
sogar absolut nothwendig, denn das Gesetz
der Einheit befindet sich in unserer Vernunft,
ohne diese ist es nicht denkbar, die Erkennt«
niß in ein einheitliches Ganzes, in ein System
zusammenzufassen. Dieses regulative System
nun ist die Harmonie in der magyarischen
Philosophie, welche in Hetsnyi ihren eigent'
lichen Begründer, in Gustav Szontagh aber
ihren, wenn eben nicht originellen, so doch gründ»
lichen und tüchtigsten Fortbildner gefunden hat. Hetzendorf von Hohenberg, Johann
Ferdinand (k.k. Hofarchitekt, geb. zu
Wien?. Februar 1732, Todesjahr unbe-
kannt). Zeigte früh Liebe zur Kunst
und erhielt seine erste künstlerische Aus'
bildung an der Akademie der bildenden
Künste in Wien; dann ging er auf
Reisen nach Deutschland und Italien, in
welch' letzterem 3ande namentlich er seine
Studien fortsetzte. Nach seiner Rückkehr
und nachdem er mehrere Jahre in Nom
die classischen Werke des Alterthums
studirt. wurde er 1769 Mitglied der
Akademie der bildenden Künste in Wien
und Professor der Baukunst an derselben,
1772 Rath und Director der Architektur«
claffe ebenda, 1773 k. k. Hofarchitekt.
Zwei Jahre früher wurde er, der erste
Deutsche, von der k. französischen Aka-
demie der Baukunst zum Mitglicde der«
selben ernannt. H. erwarb sich
mit seinen
Bauwerken wie auch mit seinen Theater-
malereien großen Ruhm. Seme erste
Arbeit, einen „Versuch über Grnppirnng,
«schatten mtl Aicht" widmete er der Wiener
Universität. Von seinen architektonischen
und Decorationsarbeiten sind zu nennen:
1760 bei Gelegenheit des Hofbeilagers
die Ausschmückung beider Redoutensale
und des Theaters, der marmorne Hoch-
altar in der Kirche zu Guttenbrunn;
1763 das kleme Hostheater zu Schön-
brunn; das Lustschloß des Grafen Fries
zu Vöslcm; 1773 auf der Anhöhe des
Gartens im kais. Lustschlosse zu Schön-
brunn das großartige Belvedere, ein
Säulenbau von 160 Klafter Länge und
18 Klafter Höhe, mit 11 Arkaden,
2 Gallerten, einem großen Mittelsaale
und 3 Haupttreppen; 1776 war dieses
noch heut' stehende stattliche Werk,
welches Metastasio besang, vollendet.
Außerdem wurden mehrere Anlagen im
Schönbrnnner Garten nach seinen Ent»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Volume 8
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hartmann-Heyser
- Volume
- 8
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1862
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 514
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon