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Hetzendorf 448 Heucher
würfen ausgeführt. Mehrere Copien des
Hauptplanes wurden nach Rom, Frank«
reich, Italien, Spanien versendet; nach
seiner Angabe ist auch der Mechanismus
ausgeführt, miitelft welchem in Schön«
brun 10 und auch mehrere Personen ohne
die mindeste Erschütterung durch ein ein«
ziges von nur einem Menschen bewegtes
Rad bis in das oberste Stockwerk hinauf-
gehoben und wieder herabgelassen werden
können. H. erreichte ein hohes Alter; sein
Todesjahr ist unbekannt, aber im Jahre
1307, in welchem er bereits 75 Jahre
zahlte, war er noch am Leben.
Die Künstler aller Zeiten und Völker. Ange»
fangen von Professor Fr. Mül ler, fortge-
setzt von Di-. Karl Klunzinger <Stutt<
gart 1860, Ebner und Seubert, gr. 5«.)
Bd. I I , S. 376. — Nagler (G. K. Oi.).
Neues allgem. Künstler.Lerikon (München l338,
E. A. Fleischmann, s«) Bd. VI, S. 164. —
Erfch und Gruber, Allgemeine Encyklo-
pädie der Wissenschaften und Künste. I I . Se<
ction, 7. Theil, S. 290. — (De Luca) Das
gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1778,
Trattnern. 3«.) I. Bds. 2. Stück, S, 2!5.
Hencher, Johann Heinrich von (Arzt
und Naturforscher, geb in Wien zu
Anfang des Jahres 1677, gest. in
Dresden 23. Februar 4747). Seinen
ersten Unterricht erhielt er in Wien, aber
schon im Alter von 13 Jahren schickten
ihn die Eltern nach Wittenberg, wo er
nach siebenjährigem Aufenthalte 1696
Magister der Philosophie wurde; nun
besuchte er Leipzig, Jena, Altdorf und
kehrte 1699 nach Wittenberg zurück, wo
er als Privatdocent der Philosophie
thätig war. Er erwarb sich nun die
medicinische Doctorwürde, bei welcher
Gelegenheit er die Abhandlung „Ds nsu.
ma^6Mtli«?n l« Nlseiicina" veröffent'
lichte. Als praktischer Arzt war er bald
sehr gesucht, auch seine Vorträge waren
beliebt, und als er 1707 einen Ruf als
ordentlicher Professor der Medicin nach Greifswalde erhielt, wußte man ihn zu
bewegen, daß er in Wittenberg verblieb,
wo er auch 1709 eine ordentliche Professur
der Medicin erhielt. Um aber einem im
Jahre 171,3 an ihn unerwartet gelangten
Rufe als Leibarzt und Hofrath des Königs
August I I . von Polen nach Dresden zu
folgen, gab er seine Professur in Wittenberg
auf und begab
sich
nach Dresden, wo ihm
die Oberaufsicht über die königl. Bibliothek
und die Aufstellung der Naturalien» und
Kunstkammern, von ihm selbst les ttalorlos
äs 8oi6ii<363 genannt, deren Ordnung
und Instandhaltung übertragen wurde,
welches Amt er bis an seinen. Tod, der
im Alter von 69 Jahren erfolgte, versah.
H. war als naturwissenschaftlicher Schrift»
steller vornehmlich im Gebiete der Anato-
mie und Botanik thätig, vervollkommnete
das anatomischeCabinet in Wittenberg, ist
der Begründer des botanischen Gartens
daselbst und veröffentlichte auch 1711
seinen „/ncösn F?an?a?-«??2 Iss^snös?--
Fsns2'««z". Seine gedruckten wie auch
nachgelassenen Schriften gaben die Ge«
brüder Christ. Friedrich und Christ.
Heinrich Hänel unter dem Titel: „
(Leipzig 1743, 4".) in 2 Bänden heraus.
Nach ihm ist auch eine Pstanzengattung
aus der Familie der <3kxilrii,A66n und
der zweiten Ordnung der fünften Lin»
mischen Classe ÜLuoliera. benannt.
Seiner Verdienste wegen wurde H. von
liser Kar l VI . im Jahre 1721 in den
Adelstand erhoben und im Jahre 172!)
hat ihn die königliche Societät zu Lon»
don zu ihrem Mitgliede ernannt.
Iö cher's allgemeines Gelchrtcn<3exikon, Bd. I I ,
S. 1376. — Ersch und Grub er. Allge.
meine Encyklopädie der Wissenschaften und
Künste, I I . Sect., 7. Theil. S. 300. — Adel«
stand s'Diplom ääo. Wien ä. August 172l.
— Porträt. V65lsi'i>xt., ^. Hl. NorniFsi-oUi
so. 1744 (40.). — Wappen. Quergetheilter
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Volume 8
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hartmann-Heyser
- Volume
- 8
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1862
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 514
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon