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H euch er 449 Seufeld
Schild, die obere Hälfte ist durch die Mitt,
getheilt, die untere durch Linien vom Mittel'
puncte nach den beiden unteren Ecken in drei
Theile geschieden, l : in Gold ein schwarzer
AdlerfuĂź mit rothabgehauenem Fleische; 2 und
3 oberes hinteres, unteres vorderes in Roth
ein auf drei grĂĽnen HĂĽgeln in aufrechter
Stellung einherschreitender gekrönter Leopard
mit offenem Rachen, rothausgeschlagener
Zunge und ĂĽber sich geschlagenem Schweife;
4 (unteres mittleres) in Silber drei grĂĽne
HĂĽgel auf deren mittlerem, etwas erhobenerem
drei Rosen an ihren grĂĽnen Stengeln mit
grĂĽnem Laub und in natĂĽrlicher rother Farbe
sich erheben; 5 (unteres hinteres) in Gold
zwei in natĂĽrlicher Farbe in Eine geschluw
tz gene Schlangen. Auf dem Schildesrande
ruhen zwei zu einander gekehrte gekrönte
Turnierhelme. Aus der Krone des vorderen
erhebt sich zwischen Büffelhörnern — deren
vorderes oben schwarz unten Gold, und hin«
teres oben Silber unten roth tingirt — der
gekrönte Leopard von 2 und 3, in der rechten
Pranke den AdlerfuĂź von t haltend. Aus der
Krone des andern Helms wächst ein bart»
loser junger Mann mit blondem Haare her«
vor, in rothem silberausgeschlagenen Gewände,
die Linke in die HĂĽfte gestemmt, die Rechte
die drei Rosen von 4 in die Höhe erhebend.
Die Helmdecken sind rechts schwarz und Gold,
links roth und Silber.
Heufeld, Franz (dramatischer Dich.
ter, geb. zu Mein au im damaligen
Vorderösterreich 13. September 1731.
gest. zu Wien 23. März 1793). Besuchte
in Constanz die Humanitätsclafsen und
kam 1748. 17 Jahre alt, nach Wien, wo
er die philosophischen und juridischen
Studien beendete. I m Jahre 1734 trat
er als Secretär in die Dienste des kaiser«
lichen General« FeldzeugmeifterS Baron
von Helfreich, der damals zu Effegg
und Peterwardein in Slawonien sich auf«
hielt. Spater erhielt er eine öffentliche An»
stellung in Wien, wurde k. k. Rath und
zuletzt Raitrath bei dem geistlichen Depar«
tement der k. k. Stiftungs.Hofbuchhalte'
rei. Bei seiner Vorliebe fĂĽr daS Theater,
für welches er auch thätig war, versah er
neben seinem amtlichen Berufe schon im
v. Wurzbach, biogr. Lexikon. VHI. lGedr. Jahre 1769 unter der Benderischen
Pachtung die Direction des Wkner
Theaters; kam 1774 als Mitglied der
gerichtlich aufgestellten Theatercommisfion
zum zweiten Male zur Leitung des Thea-
terwefens. die er bis 1776 behielt, in
welchem Jahre der Kaiser das Theater
als Hoftheater ĂĽbernahm. Heufeld,
war Mitarbeiter an den Wiener Wochen-
schriften: „Die Welt" und „Der öster«
reichische Patriot" - hat mitC. G. Klemm
den „Theateralmanach von Wien für
1772 und 1773" herausgegeben und
mehrere StĂĽcke geschrieben, von denen
folgende im Drucke erschienen sind: „Nie
Haushaltung nach der Made; ein zwstsp. Mn
5" (Wien 1763. 8".);— „NerZM.
Haber nach der Made; ein Uustsp. van S Anh."
(ebd. 1766, 8<>.); — „Inlie oller Wettstreit
der PHicht und Aebe; ein Vrama in 3 Anh."
(ebd. 1766), auS Rousseau's „Neuer
Heloise" nicht ohne Geschick bearbeitet; —
„Nn Geburtstag; JustZp. in 2 Aukz." (ebd.
2. Aufl. 1767). ĂĽber welches er mit S on-
nenfels in einen anhaltenden Zwiespalt
gerieth und anläßlich dessen ein Luftspiel:
„Nie Kritik über den Geburtstag", schrieb; —
„Ghllmn5 Junes; ein VustZp. in 5 Anh. nach
dem enyl. Nllwlln" (ebd. 1767); — „Ner
Vauer aus dem Gebirge in Vien; Austsp. in
2MH." (ebd. 1767); — ,M Gchw des
Bruders Philipp; ein VnStsp. in I Avh."
(Frankfurt und Leipzig 1771), mit Zu-
sätzen nachgedruckt im „Theater der
Teutschen" (Frankfurt 1773, 8".); —
„Nartar Onldenschmidt; ein Vost5p. in 5 Anh."
(Wien 1782). H. ist auch Verfasser der
„Briefe Charlottens" in dem von I . von
Sonnenfels in Wien 1763 heraus»
gegebenen „Mann ohne Vorurtheil", und
hat mehrere Shakespearische Dramen
bearbeitet, aber dabei eben so wenig dra»
matischeK Geschick als Pietät für den
groĂźen Briten an den Tag gelegt; so
. ?. April ts62.) 29
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Volume 8
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hartmann-Heyser
- Volume
- 8
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1862
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 514
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon