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SrusKomiy 364 Man
nommenen Kirchenvisitation seiner Ge«
meinden, die er auf deren Wunsch, wie
auf Grund des ihm nach den Landes-
gesehen zustehenden Rechtes unternom»
men hatte, wurde er vor das höchste
Gericht nach PreĂźburg vorgeladen und
daselbst seiner geistlichen Würden ent»
hoben, in dieselben aber wieder nach
Losfprechung von Seite des kön. Gerichts
am 8. März 1748 eingesetzt. Jedoch
schon wenige Monate spater ereilte ihn.
den noch nicht Fünfzigjährigen, der Tod.
H. war ein ausgezeichneter Redner
und grĂĽndlich wissenschaftlich gebildet.
Noch wahrend er zu Wittenberg studirte,
gab er heraus: „
1719, 4".); — zu der 1735 erschienenen
Schrift: „Hiavio
mam DrssäsliLiL illiu3
äiori )^l,6 i^ Ho^ommoäatÄlli 6t cls ^'u8
utilitatö nioäogus ti-aotanäi" schrieb er
eine ausfĂĽhrliche Einleitung; endlich
besorgte er eine neue^ Ausgabe von der
„O^tkaril. Zanotornrü", nach ihrem
ursprünglichen Herausgeber, Georg Tra«
nowsky, der es zuerst zu Ieutschau
1684 herausgab, kurzweg /I>ano8aiuL"
genannt. Dieses Gesangbuch, welches
ursprĂĽnglich 630 slavische Lieder zugleich
mit den Mufiknoten enthielt, vermehrte
H. theils durch eigene Dichtungen, es
enthält 998 Lieder, theils durch böhmische
Uebelsetzungen der besten Lieder der Deut.
schen. H. wird in Folge dessen von den
ungarischen Literatur» und Kirchenhisto»
rikern ^äiavoruiQ in possi
genannt. Mathias Bel Md. I, S.
ersuchte ihn. für seine „Notisia
rias" die Geschichte und Beschreibung der
GroĂźhonther Gespanschaft auszuarbeiten.
Er erscheint verschieden geschrieben: Hruszko»
lvicz (wie oben), dann aber auch Hruskowicz, Hrusskowicz und Hruschkowicz, und zu Ende
bald mit cz, tz und tsch, auch Hru»kowi6. —
Il iä tor ia ec:cl68ia6 kvanFsUeae augULta,-
uuivßi'üL; pi'aori^uo v«ro in ti-eäseim oppi-
6is «csxugii (UHlbsi-staclt i830, 0. Vi-ugFs-
lua.uQ, 8".) s. t l3. — Klein (Johann Sa-
muel), Nachrichten von den Lcbensumständen
und Schriften evangelischer Prediger in allen
Gemeinen des Königreichs Ungarn (Leipzig
und Ofen 1787, 8".) Bd. I I , S. 243—252 —
C2.L IMLi'Hl'iaL in llun^ai-ia. ad initiii, re^ni
nä nostl« U8^us tsinVoi»» äsUneatuZ (poZo-
nii 6t I^ipLias 1785, ^nt. 1.0 6-^6, 8".) p. 216
et 244. ^Daselbst heiĂźt es u. A. ĂĽber H r u s z-
kowicz: „t)uuü, (^6i'ina.tii5 ssculo iioo (s6^
Itii-tuä iiac ^laviL uosti'jH 63t in Hun^^ia,
I l rusko vi2i, l3. Vir a natura aä z>an-
^6näo!, vei'LU« lactus, vsri<^us uomiuis
)^0 6tH. iQlLlNUIN 2UUIU, W2.Xill10V6r6 YX6r-
t^uit in Oiaria Dsi st Hgluts «ocioi'uin iiiisi
xromovLnäa, ^ei> ii^mnos, hnarmn insi^uLiu
p^i-tim comxoLuit sx pi-oprio . . . ."^ —
Bordis (Johannes), Die euangelisch<luthe<
rische Kirche Ungarns in ihrer geschichtlichen
Entwickelung (Nörolmgen t86l, C. H Beck,
80.) S. l15. -^ Ersch und Gruber, Allge.
meine Encyklopädie der Wissenschaften und
KĂĽnste, I I . Section, 11. Theil. S. 309.
von Harras, Franz Xaver
Graf (Cardinal und k. k. bevollmäch«
tigter Minister am päpstlichen Hofe, geb.
zu Prag 3. April 1733, gest. 1803).
Der Sproße eines böhmischen alten
Adelsgeschlechtes ssehe Näheres in den
Quellens und der jĂĽngere Sohn des
Grafen Sigmund Gustav, des Kreis«
Hauptmanns zu Ieitmeritz, aus dessen Ehe
mit Gräfin Maria Anna von Har»
räch, verwitweten Gräsin Rabatta.
Franz Xaver trat in den geistlichen
Stand, wurde 1769 ^uäitor Kotas und
am 12. Juli 1779 Cardinal. H. war
auch Bischof zu Steinamanger, Protector
von Deutschland und k. k. bevollmächtig,
ter Minister am päpstlichen Hofe in der
denkwĂĽrdigen Josefinischen Periode.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon