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Huber 369
wenig günstig aus, wie es der erste
gewesen. Wieder nach Augsburg zu«
rückgekehrt, arbeitete er daselbst mehrere
Jahre neuerdings für Sieb er. Zuletzt
kehrte er in seinen Geburtsort zurück, wo
er als Greis von 77 Jahren starb. H.
arbeitete vornehmlich Crucifixe, welche
ihm durch die Schönheit ihrer Ausfüh'
rung einen ausgebreiteten Ruf erwarben.
Ein solches, unter einer Glasglocke, besitzt
das Innsbrucker Museum, in welchem
sich auch ein von H. ausgeführter kleiner
weinender Knabe befindet. Aus seiner
früheren Zeit, als sich H. noch mit
Malen beschäftigte, ist ein Altarblatt
seines Pinsels: „GhriZtm nnb die Sainari-
tünin" — wie es scheint, in der Kirche
zu Fiecht — vorhanden.
Böthe für Tirol (Innsbrucker polit. Zeitunq)
1829, Nr. 39. — Tirolisches Künstler«
Lerikon (Innsbruck 1830. Fel. Rauch. 8".)
S. 96. —Staffier (Ioh.Iac.), Das deutsche
Tirol und Vorarlberg, topographisch mit ge-
schichtlichen Bemerkungen (Innsbruck 184?,
Fel. Rauch. 8».) Bd. I, S. 703. — Nagler
(G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler
Lexikon (München 1838, Flcischmann, 8°.)
Bd. VI, S. 340. — Die Künstler aller Zei<
ten und Völker. Begonnen uon Prof. Fr.
Müller, fortgesetzt von Dr. Karl Klunzin»
g er(Stuttgart1860, Ebncru.Seubert,Ler.8°.)
Bd:II, S. 409. — Ein zweiter Anton H w
ber, auch ein Tiroler und aus Stockach in
Tirol, im Gerichte Ehrcnberg gelegen, gebür«
tig, war Maler, dessen Gemälde in den Aus«
stellungen zu München in den Jahren 1823
und 1826 ausgestellt waren. ^Tirolisches
Künstler'Lerikon, S. 95.)
r, Apronian, siehe S. 373 in
den Quellen Nr. 2.
Huber, Blafms, siehe: Hueber, Bla«
sius sS. 380).
ßllber, Christian Wilhelm, siehe
S. 374 in den Quellen Nr. 3.
r, Christoph, siehe ebenda Nr.
Kuber, Eduard, siehe ebenda Nr. 3.
o. Würzbach, biogr. Lexikon. IX. Huber, Franz Xaver (I.) (Schrift'
steller, geb. in Böhmen in der zweiten
Hälfte des 48. Jahrhunderts, gest. in
Wien um 1809). Ist mit seinem Namens-
vetter, Franz Xaver (II.) H. aus Ober«
österreich ^S. 374, Nr. H, nicht zu ver«
wechseln. Die „Vaterländischen Blätter"
nennen ihn ausdrücklich einen Böhmen.
Ueber seine Jugend und seinen Bildungs«
gang °ift nichts bekannt. I n der Iosephi-
nischen Epoche war er einer der gelesen«
sten Tagesschriftsteller in Wien, verließ
aber die Stadt alsbald nach dem Regie»
rungsantritte des Kaisers Franz und
lebte mehrere Jahre in Norddeutschland.
Später kehrte er wieder nach Wien
zurück, wo er, ohne ein öffentliches Amt
zu bekleiden, lebte, Schauspiele und
Opern schrieb, die sich jedoch nicht über
die Mittelmäßigkeit erhoben. Eine vor»
übergehende Berühmtheit oder beffer
Berüchtigkeit erwarb ihm seine beißende
Kritik der Iostphinischen Gesetzgebung in
der Schrift: „Herr Schlendrian, der Richter
nach deu nenen GeZetzen". I n auswärtigen
Blättern wurde ihm auch ein wesentlicher
Antheil an der berüchtigten Zeitschrift:
„Der Morgenbote", zugeschrieben. Dieses
Blatt war insbesondere gegen Oesterreich
gerichtet. Meine weiteren Nachforschungen
über diesen nicht ganz uninteressanten
Schriftsteller, der in einer merkwürdigen
Epoche längere Zeit den Ton angab und
trotz seiner Verschollenheit die Aufmerk«
samkeit des Bibliographen und Literatur«
freundes fesselt, sind vergeblich gewesen.
Nach der „österreichischen Biedermanns«
chronik" war er Hauslehrer in Wien.
Seine Schriften sind: „Ner MMall, ein
KllumcheZ Heldengedicht in Knittelversen" sAugs«
bürg 1786. Doll. 8".); — „Uaudlln's
Weben unk Heldenthaten". 2 Theile (Wien
1788, 4. Aufl. Salzburg 1790, Mayr,
8".); der erste Theil ist von F. I . von
!. 48. Nov. l862.) 24
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon