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Huber 374 Zuber
den Klöstern Teutschlands und der Schweiz,
mit gelehrten Männern in Italien und
Frankreich fĂĽhrte. W eizenegg er im unten
genannten Werke spricht von 976 an ihn
gerichteten Briefen, welche vorgefunden wur«
den und aus welchen erhellet, daß er Man»
nern, wie Marquard Herrgott ^Bd. VII I ,
S. 265). Bernhard P e z u. A., welche sich
mit der Herausgabe der wichtigsten Urkunden«
werke beschäftigten, viele Auskünfte gab und
Beiträge lieferte. Aber weder seine eigenen
Arbeiten sind vorgefunden worden, noch weiĂź
man, wohin nach Wcizenegger's Tode
die obcrwähnte Briefsammlung gerathen ist.
^Vorarlberg aus den Papieren des in
Bregenz verstorbenen Priesters Franz Joseph
Weizen egg er. Bearbeitet und Herausgege»
ben von M. Merkle (Innsbruck 1839.
Wagner. 8°.) Abthlg. I I , S. 299.) —
3. Christian Wilhelm Hu bei (Linguist,
geb. zu Wien 26. Februar 1804), beendete
die Studien in Wien und Padua, trat 1828
in den Staatsdienst, u. z. zur allgemeinen
Hofkammer; später widmete er sich dem
Consulatsdienste und bekleidete zuletzt den
Posten eines General'ConsulS in Alerandrien.
FĂĽr seine dem Staate geleisteten Tienste
wurde er mit dem Franz Joseph »Orden
ausgezeichnet. Seit früher Jugend beschäftigte
sich H. mit sprachlichen Forschungen und
machte im nächsten Hinblick auf dieselben
Reisen durch alle Theile der Monarchie,
durch Deutschland, die Schweiz und Italien.
Durch seine ununterbrochenen Studien hatte
er sich allmälig die Kenntniß der französischen,
italienischen, spanischen und portugiesischen,
der englischen, holländischen, dänischen, schwe»
dischen und isländischen, der hebräischen,
arabischen, tĂĽrkischen und persischen Sprache
angeeignet. Auch betrirb er dabei das Studium
der alten Dialecie der genannten Sprachen,
wie das Catalanische, Galizische. Valentia-
nische, das Schottische. Norwegische, Sweo«
und Mäsogothische. Angelsächsische, Roma»
nische, Syrische und Chaldaeische. Mit die<
sem Sprachenstudium verband er ienes der
Literatur der genannten Völker, um durch
beide vereinigt gewisse Ergebnisse in der
Culturgeschichte der Völker festzustellen. Zu-
gleich beschäftigte er sich — was bei solchen
Studien nahe lag — mit literarifchen Arbei-
ten, schrieb eigene Dichtungen und gewandte
Uebersetzungen der schönsten Dichtungen frem»
der Völker, Aufsätze über Volkspoesie. Cultur
und Kunst, und auch anderes publicistischen, historischen und kritischen Inhalts. Ferner
war er mit einer Sammlung charakteristischer
Nationaldichtungen zur Ergänzung der Ge-
schichte der Poesie beschäftigt. Selbstständig
ist nichts von ihm erschienen, aber viele
seiner Arbeiten sind im „Morgenblatte", in
der „Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur",
anfänglich von Schickh, später von Withauer
herausgegeben, in der „Oestcrreichischen Zeit-
schrift für Geschichte« und Staatcnkunde",
in den Taschenbüchern „Vesta", „Aglaja", in
Musenalmanachen u. dgl m. zerstreut gedruckt.
^Der Zuschauer, herausg. von I . S.
Ebersberg. Jahrg. 1838 . Bd. I , S. 252.
— Oesterreichische Nutional«Ency'
klopädie, herausgegeben von Gräffer
und Czikann (Wien 1833. 8".) Bd. I I ,
S. 636.) — 4. Christoph Hub er, aus
Dornbirn in Vorarlberg, der um das Jahr
1620 arbeitete und dessen Zristungen gerĂĽhmt
werden. In Nagler's Allgemeinem Künstler«
Lexikon erscheint er nicht aufgeführt. ^Hor«
mayr (Ios. Freih. v.), Taschenbuch fĂĽr
vaterländische Geschichte. Jahrg. 1846, S.364.)
— 3. Eduard Hub er, ein Maler aus der
Gegenwart, der in Wien arbeitet und von
dem in der Decemberausstellung 1856 des
österr. Kunstvereines eine „Ideale Landschaft"
(60 fi.) ausgestellt gewesen. — 6. Franz
Saver (II.) (geb. zu Munderfing ^das alte
Munolsinga) im Innvicrtel Oberösterreichs
1760, Todesjahr unbekannt). Studirte seit
1771 in KremsmĂĽnster, wo er auch die
Philosophie und die Rechte horte, begao sich
1781 nach Salzburg, setzte dort das Rechts'
studium fort, unterrichtete die Zöglinge des
Rupertinischen Collegiums und andere, begab
sich aber 1790 nach Passau, wo er privati»
sirte. Ueber seine weiteren Schicksale ist nichts
bekannt. H. hat folgende Schriften heraus«
gegeben: „Rüdiger von Starhembcrg oder
die Belagerung Wiens. Ein episches Gedicht
in 3 Gesängen" (Salzburg 1783, 8".), nicht
sehr gelungene Hexameter; — „Zwey Gedichte
auf den Tod Königs Friedrich des Zweyten von
Preussen" (Salzburg 1786, 4«.); — „Akten«
mäßige Geschichte der berühmten Salzburgischen
Emigration. Aus dem latein.ManuscripteIoh.
Bapt. de Caspari's mit einem Vorbericht nebst
einigen Belegen und Urkunden" (ebd. 1790,
80); — „Zum Andenken des seligen Men«
schenfreundes Sigmund Hafner von Imbach«
hausen" (Salzburg l787, Mayr. 8<>.) ^diese
Schrift fehlt in E. M. Oettinger's »Lid-
j . — „Feliciens
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon