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Hmber 384 Hueber
fehlten die Kenner, sie geriethen in den
Besch von Leuten, die deren Werth nicht
zu würdigen verstanden. Mit dem Fleiße
und der Zartheit guter niederländischer
Bilder verbinden sie die Kraft und das
warme Colorit der italienischen.
Die Künstler aller Zeiten und Völker. Be
gönnen von Prof. Fr. Mül ler. fortgesetzt von
Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart, Ebner
und Seubert, 3er. 8".) Bd. l l , S. 411 lne
seinen Geburtsort irrig Imss statt Imst und
bezeichnet das Jahr 173U als sein Geburtsjahr,
welches die anderen Quellen nicht feststellen).
— Nagler (G. K. l)r.), Neueö allgemeines
Künstler-Lexikon (München 1838, (5. A. Fleisch,
mann, 8".) Bd. VI, S. 845. — Tirolisches
Künstler-Lerikon (Innsbruck 483«. Frl.
Rauch. 8<>.) S, 101. — Ltpowsky. Baieri-
sches Künstler-L'.xikon. Bd. l , S. 132. —
Dlabacz (Gottfr.Ioh.), Allgemeines histori-
sches Künstler«Lerikon für Böhmen... (Prag
1315. Gottl. Haase. kl. 4«.) Bd. I, Sp. 672.
Außer den bisher angeführten Personen des
Namens Hueber sind noch anzuführen:
1. Andreas Oswald Hueb er. auch Hüber
und Hieb er. gelehrter Theolog (geb. zu
Linz in Oberöstcrrcich 16^9, grst. 26. Mai
1693). Studirtc die Theologie, erwarb die
theologische Doctorwürde und verlebte bereits
18 Jahre im Weltpriesterstande, als er im
Jahre 1682, schon 43 Jahre alt, bri den
Chorherren des Stiftes Hegelwarth im Salz«
burgischen eintrat. Er stand nun nachcin«
ander zwei dem Etifte gehörigen Kirchen vor,
und starb im Alter von 54 Jahren. Er hat
folgende Werke herausgegeben: „Dux vitas
2,ä pktriHin coeiustem^, d. i. Fruchtbare
und nützliche Predigten auf alle Festtage
des Jahres (Salzburg 1685 , 4°.); —
„Kariaie", d. i. Sechs Predigten auf jedes
Fest U. L. F. (ebd. 168«. 4°.); — „Lucka-
i-iZtiüIo", d. i. Fruchtbare und nützliche
Predigten vom hochwürdigsten Sacrament
des Altars (ebd. 1687, 4«.). lKobolt.
Gelehrtes Baiern, S. 342, und Sanders«
hofer. Nachträge, S. 156. — Ersch und
Gruber, Allgemeine Encyklopädie der Wis«
senschaften und Künste, I I . Section. 11. Theil,
S. 336.) — 2. Franz Michael Hu euer
(Maler, geb. in Tirol, gest. 22. Mai 1746).
Wessen Schüler er war ist unbekannt; durch
sein Talent wurde cr Hofmaler bei Karl
Phi l ipp von der Pfalz, Statthalter von Tirol. Mit den Gebrüdern Johann und
Joseph Waldmann malte er 1711 den
HerkuleSsaal in der alten Hofburg zu Inns«
brück und namentlich sind die Fresken in den
Füllungen von seiner Hand. Desgleichen
find die Frescogemälde im großen Kloster»
saale der Cisterzienserabtei Stams von ihm
ausgeführt. Er wird als guter Maler ge»
rühmt, der sowohl in Oel als in Fresco
arbeitete und namentlich im architektonischen
Treffliches leistete. Anton Zo l l er war sein
Schüler. ^Die Künstler aller Zeiten und
Völker, begonnen von Prof. Mül ler , fort-
gesetzt von I>r. Klunzinger (Stuttgart
1857, Ebner u. Seubert. Ler. 8°.) Bd. I I ,
S. 411. — T irolisch es Künstler«Leri'
kon (Innsbruck 1830, Felician Rauch. 8".)
S. 100.) — 3. Hieronhmus Hueber
(Tonsetzer, geb zu Ubbsttz 10. October
1691, gest. zu Wolfsbach 13. Mai 1734).
H. trat in das Bcneoictinerstift Seitenstetten,
in welchem er als Organist thätig war, bis
er zuletzt nach Wolfsbach als Pfarrer über«
setzt wurde und daselbst, 62 Jahre alt, starb.
H. stand zu seiner Zeit im Rufe eines aus-
gezeichneten Organisten, der alle Compositio«
nen für sein Instrument vom Blatte weg
spielte. Von seinen eigenen Werken, die ihn
als einen tüchtigen Contrapunctisten beur»
künden, sind bekannt: „Eine vierstimmige
Messe mit 2 Viol. und 2 Tromb."; — „Ein
Offertorium de SS. Trinitate für 4 Stim»
men, 2 Viol. und Orgel", componirt 1736;
-— „Ein Offertorium dc Conf. Pontif.
Vierstimmig mit Violin und Orgel", comp.
1743. ^Allgemeine Wiener > M usik - Zei«
tung. Herausgegeben von August Schmidt.
Jahrg. 1843. Nr. 14 und 13: „Beitrag zur
Tonkünstler« Geschichte in Oesterreich" , von
Alois Füchs.^ — 4. Johann Hueber,
ist einer der Söhne des berühmten Geodäten
Blasius Hueber. Johann widmete sich
der Malerei und bildete sich in München
aus. Im Jahre 182« bewarb er sich um ein
tirolisches Landfchaftsstipendium mit Vorle-
gung eines Gemäldes eigener Erfindung:
„Thomas legt die Finger in die Seiten»
wunde Christi". s^T irolisch es Künstler»
Lexikon, S. 100.) — ä. Ein anderer
Johann Hueber arbeitete in den dreißiger
Jahren als Landschaftsmaler in Wien. In
den Ausstellungen der Kunstwerke im Gebäude
der ö. k. Akademie der bildenden Künste bei
St. Anna im Jahre 1s36 waren eine
«Gegend bri Neuberg in Steicrmark" und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon