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(Mailänder Journal, kl. Fol.) 1556, S. 8?
j>ach diesem geb. 2l>. December 1«N;
auf S. «8 H.'s wohlgetrosseneö Porträt). —
Il lustr i r te Zeitung (Leipzig. I . I .
W^ber, Fol) XXXIII. Bo. (1859).
Nr. 8^6. T. t«0 sauf 2. i7i> H.'s unädw
licht s Porträts. — Frunkfurter Iourna l
186l. Nr. 180. ?83. 1i>l, 22j, in den Bei-
lagen und Korrespondenzen aus Wien. —
Didaskalia (Frankfurter Unterhalt. Blatt.
4".) 1854. Nr. 7<> serzählt eine täppische
Anecdote. in welcher HĂĽbner, der bereits
eine verheirathete Tochter hat. als Jung-
geselle ausgegeben wird^j. — Presse (Wie»
ner polit. Blatt) 1859, Nr. 271. — Nou-
6irc!ctil»n ll« ^Vl. 16 Dr. I loel«!- (I':n-i«
18.10 «>t ^<.tj., 8".) ^om. XXV, ?,. 3">9. —
Porträt. Mit Facsimile Stahlstich uon
A. Weger in Leipzig (Leipzig l8ö<). 4".). —
Frei Herrn» Diplom vom L. Mai 1854.—
Wappen. Im rothen Schilde ein aufgerich-
teter silberner Löwe mit ausgeschlagener
rother Zunge rechtswartö schreitend und in
den Vorderpranken einen natürlichen Hol;»
stock ucn fĂĽnf Knoten, wovon drei rechts und
zwei links glrichwrii uon einander stehen, vor
sich pfahlweise tragend. Den Schild bedeckt
die Freiherrnfrone mit einem in's Visir
gestellten Helme, aus dessen Krone der Löwe
des Schildes rechts gekehrt mit erhobenem
Knotenstoctr emporwächst. Napveufar-
den: Noch und Silber. Schi ld h alter.
Zwei wilde Männer mit grünem Laub begränzt
und beschĂĽrzt, deidc mit Keulen bewaffnet.
Wahlspruch. Auf rothem Bande in silber«
ner Schrift die Hora^ischen Worte: /I>ua-
<>l'm ^op.^-iri-l. — Stand der Familie.
Freiherr von HĂĽ bne r war seit 8. April 1834
mit Nana von Mal (gest. l». Juli 1844) ver»
malt. Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne
und zwei Töchter. Erstere: Naphael Ernst
Ignaz (geb. 23. October 1838). Attachu
bei der k k. österreichischen Botschaft in
Nom, Alexander Kar l Joseph (geb.
14. December 1839). k. k. Oberlieutenant bei
Franz Joseph «Huszaren Nr. 1; Letztere:
Melanie Elisabeth Marie (geb. lu. De.
cember 1834). vermalt 18. Mai 1839 zu
Paris mit l.'eon de NuupassĂĽnl, Gutsbesitzer
im westlichen Frankreich; Elisabeth Marie
Franzisca (geb. 29. März 1837); Eleo-
nore Nlfonsine Hermine (geb. 13. Decem«
ber 1840. Man erzählt nachstehenden Vor> fall: Als nach dem Staatsstreiche (2. Der)
der Kaiser den ersten Ball in den Tuillenen
gab, habe er mit der Gemalin des Freihcrrn
von Hüb ner den Ball eröffnet. Die Oema<
lin HĂĽbner'6 ist aber eine Tochter drs
Herrn vun P i lat. von drm berichtet wird. er
habe im Jahre 1815 in der österreichischen
Staatökanzlei die Abdicationsurkunde Napo-
leon's I. und darin jene Stelle geschrieben,
welcher zu Folge Napoleon und alle Glie»
der seiner Familie fĂĽr alle Zeiten uon irgend
einem Throne Europa's ausgeschlossen seien.
Nun habe es der Zufull gefĂĽgt, daĂź eben die
Tochter jenes Mannes, der diese Klausel
schrieb, das erste Fest des neuen Kaiser«
reiches mit dem Restaucator der Navoleoni-
den eröffnete. Diese Ironie des Schicksals
wäre nicht übel, wenn sie wahr wäre; aber
Freiherrn von HĂĽbner's Gemalin (gest.
1844) war ja schon acht Jahre vor dem
Staatsstreiche todt. Die Tänzerin also, mit
welcher Kaiser Napoleon I I I . den B>,ill
eröffnet haben konnte, konnte nur eine Tochter
dr5 Freiherrn von HĂĽbn er gewesen sein,
deren älteste im Jahre 1832 «8 Jahre zählte,
oder ist daS Ganze eine pikante Grfindung.
Libelle, Wcltcrreich betreffend, niclche im Zähre
1859 erschienen sind. In der Biographie des
Grafen Franz Gyulay l^Bd. V I , S. ?0)
wurde nach Aufzählung der „Literatur zur
Geschichte des Ieldzuges im FrĂĽhjahre 1859 in
Obrritalien" ^B. 77) bemerkt, daĂź die nicht
militärische L ibell. Literatur zu den
Ereignissen des Jahres 1869, in welchem Hüb»
ner das Alpha und Gyulay das Omega
bildet, dein Artikel HĂĽ dner deiĂĽegeben werden
und die der Viographie Gyul a y's angeschlos-
sene militärische Ltbell»Literatur gewissermaßen
ergänzen solle. Hier also folgen die wichtigsten
Libelle, welche nach der berĂĽchtigten, an den
österreichischen Gesandten Freiherrn uon Hüb'
n er gerichteten Neujahrsrede deS Kaisers Na-
poleon und den darauf folgenden Kriegs-
ereignissen von Berufenen und Unberufenen
veröffentlicht wurden:
Eine deutsche Antwort auf die italienische
Frage (Prag 1859. Bellmann. 31T. gr. 8".). —
Baude ( I . I.), Oesterreich und seine Mili<
tär-Macht in Italien. Aus dem Französischen
von Dr. H. Föhring (Hamburg 1839, Hoss<
mann u. Campe. «8 S. 8".). — Derselbe,
Oesterreichs adriatische KĂĽste und Seemacht.
Calamota — Trieft— Pola. Aus dem Franz.
von vi-. H. Föhring (ebenda 1859, ?6 3. 8«.).
— Beleuchtung der Broschüre: „Warum
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon