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er 409 Züttner
Schubert's berühmte Compositiori zum
Erlkönig unter rauschendem Beifall, vortrug,
es Anselm H. !var, der die Pianobegleitung
spielte. Schubert. H.'6 Freund, der ihn
gewöhnlich seine musikalische Stütze nannte,
widmete ihm eine leider unvollendet geblie«
bene Symphonie, die fich in H.'s Vefitz
befindet und uon diesem vierhändig für das
Piano gescht ist.
Hi'ltter, EliaS (Plastiker, geb. zu
Wien um das Jahr 1775). Sein Vater
war Hausmeister in der kaiserlichen Por-
zellanfabrik in Wien. Da der Sohn
Talent für die Kunst besaß, erhielt er in
der Fabrik Unterricht im Bossiren und
später die Erlaubniß, die Akademie der
bildenden Künste in Wien zu besuchen.
unter deren Zöglingen sich zu jener
Zeit auch der nachmalige Bildhauer
und Professor Schall er befand. Hüt-
ter's Talent entwickelte sich immer mehr
und es wurde ihm die Auszeichnung
zu Tb)eil, sämmtliche Geschwister und
Kinder des Kaisers Franz in Büsten
darzustellen. Er führte dieselben in den
Jahren 1810 bis 1816 aus. Aber von
dem baroken Style, der diesen Arbei«
ten noch anklebt, befreite er sich erst
in spateren Jahren und seine lebens«
großen Büsten Iacqu i n's, des Freiherm
von Kübeck, des Hofrathes Kraus u.
m. A. zahlen zu seinen besten Werken.
Vor wenigen Jahren wurde H. seines
hohen AlterS wegen in den Ruhestand
verseht und mit dem Franz Joseph-
Orden ausgezeichnet. H. lebt noch als
Greis von 87 Jahren in Wien.
Handschriftliche Notizen. — (Hin Christian
Hütter (geb. zu Liebenau in Böhmen l?22,
gest. im Kloster Heindorf im April l78l)
war Franziscaner und ein vortrefflicher
Organist. Von seinem Orden geschickt, ging
er 1771 als Missionär nach Jerusalem und
wurde nach seiner Rückkehr Guardian des
Klosters zu Heindorf. Er soll mehrere Fugen
und Präludien. die von Kennern gerühmt
werden, geschrieben haben. Auf seiner Reise nach dem Oriente hatte er eine kleine Orgel
mitgefühct und soll dieselbe auch in Jerusalem
aufgestellt haben. ^Dlabacz (Gottfr. Ioh.).
Allgemeines historisches Künstler-Lcrikon für
Böhmen und zum Theile auch für Mähren
und Schlesien (Praa lst5. Guttl. Haase. 4».)
Bd. I, S. 677.1
Hüttller, Karl Joseph von (Rechts-
gelehrter, geb. zu Linz 1793, gest.
zu Lemberg 16. März 1822). Been-
dete, uon dem berühmten Bibliogra»
phen, Literator und damaligen Hof«
bibliotheks.Prafekten Ioseph Maxi mi-
l ian Grafen Ossolinski unterstützt,
seine Studien in Wien. Bald darauf,
1818. erhielt er die Lehrkanzel der
Statistik, später des römischen und cano«
Nischen Nechtes in Iemberg. die er leider
nur kurze Zeit versah. Mit seinem 3ehr»
amte verband er auch die Redaction
der deutschen Lemberger Zeitung. Seine
fachwifsenschaftlichen Arbeiten, die er
durch den Druck veröffentlichte, find außer
statistischen Mittheilungen über Galizien
in dem von ihm 1822 begründeten
Kalender: „Der Pilger von Lemberg",
folgende zwei Werke: „Acker die riickwir-
kecide Uralt der Orsche pr Grlimternug dr5
§. 5 deZ GeZehbnchrs" (Wien und Trieft
1817, Geistwger. 8".) und „Ausführliche
Ontlnickelniig drr Vkhre vun im geschlichen <6rb-
t'lllgr in dem treiuererblichrn Vermögen nach dem
Ü3terr. bürg. Orsehbnche. Nebst einer kmzen
Geschichte desselben im GnherjllgttMlie Gestrr-
reich" Men 1819, R. v. Mösle'6 Witwe.
.). Hüttner wurde im schönen Alter
von 29 Jahren vom Tode ereilt.
Lembergrr Zeitung l«22. Nr.^4. - Ersch
und Grub er, Allgemeine Encyklopädie der
Wissenschaften und Künste, I I . Sect. l2. Thl.
S. 26:l. — Oesterreichische Nat ional .
Encyklopädie von Graff er und Czi«
kann (Wien i83ö. L<>.) Bd. I I , S. 662. —
Ein Johann N . Hüttner (geb zu Grah
in Steiennark <. Jänner 1793, gest. zu Prag
gegen Ende des Jahres 4829). war ein
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon