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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Volume 9
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Hufnagel 412 des Ordens der eisernen Krone dritter Classe. Tiroler Volksblatt (Innsbruck. 4».), redi, girt uon D. Tchönherr. Jahrgang < S. 126: „Verwegene Tapferkeit des Ober- lieutenant Hufnagel". — Noch ist einige Künstler des NamenS Hufnagel, hie und da auch Hofnagel und Hoefnagel, zu ge- denken. Vor allem ist Georg Hufnage (geb. zu Antwerpen 1545, gest. zu Prag 160«) Hofmaler des Kaisers Rudolph II . . anzu führen Dieser war ein ausgezeichneter Minia turmaler. der mit seinen beiden Söhnen Jacob und Johann in Diensten bes Kaisers Ru> dolph I I . in Prag stand. Er malte für der Kaiser eine Naturgeschichte in vier kleinen Quartbänden auf 227 Blättern mit mehr als 1339 Abbildungen nach der Natur und mit einem Farbenreize ohne Gleichen. Für den Erzherzog Ferdinand schmückte er ein Meß> buch mit Miniaturen aus. Er hatte daran acht Jahre gearbeitet und wurde dafür mit 4000 Goldkronen belohnt. Seine beiden Söhne waren auch Maler, der eine. Jacob, war über- dieß Kupferstecher. Ausführliche Nachrichten über Beide finden sich bei Dlabacz, der auch andere Quellen verzeichnet. ^Dlabacz (Gottfr. Ioh.), Allgemeines historisches Künsb ler'Lerikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 18l5, Haase, 4°.) Bd. I , Sp. 674. — Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1838, Fleischmann, 8«.) Bd. VI , S. 2l4.) tzllgo, Albert (Schriftsteller, geb. zu Loschitz in Mahren um das Jahr 1810). Besuchte die Schulen in Teschen, widmete sich dann dem Kanzleifache und that bei einem ungarischen Grafen Secre. tärödiensie. Nun begab er sich nach Paris und setzte dort durch zwei Jahre seine Studien fort, namentlich über öffentliches Recht, Diplomatie u. dgl. m. Schon um diese Zeit beschäftigte er sich mit literari« schen Arbeiten, die er in einigen geist. vollen Schriften, als: „Orllyuis uuz Angara" (Leipzig 1843. kl. 8".); „Neue OrMis aus Mgarn". 2 Bde. (ebd. 1844. kl. 8".); „Ungarische Gilbletten ans der Mappe eineZ n" (ebd. 1844, 8".); „Geschicht- lilhe Fragmente nnd dü5 ungarische leben mmrer Seit". 2 Theile (ebd. 1846. 8".), und in einem Buche über Ungarns Zustände, dessen genauen Titel der Herausgeber des Lexikons nicht anzu» geben vermag, niederlegte. Im Jahre 1848 redigirte er, aber nur wenige Monate, die Pesther Zeitung, bis der schmähliche Mord, den das ungarische Volk an dem kaiserlichen Abgesandten Grafen Lamberg im September d. I . verübte, ihn veranlaßte, die Redaction niederzulegen. Er brachte nun die Revo« lutionsperiode in München und Ischl zu; kehrte nach Bewältigung der Revo. lution nach Pesth zurück, wo er einige Zeit das Pesther Morgenblatt, später in Wien die Oesterreichische Zeitung redi» girte, bis er aller Politik entsagend, im Jahre 1838 in Wien „Die Iagdzeitung" begründete, und dieses fashionable und elegante Fachblatt, welchem zur Zeit in Deutschland kaum ein besseres an die Seite gestellt werden dürfte, mit allem ifer eineS von den Strapazen der Publizistik ausruhenden und passionirten Jägers redigirt. Albert Hugo ist ja nicht zu verwechseln mit dem folgenden Karl Hugo. Levit schnigg (Heinrich Ritter von), Kossuth und seine Bannerfchaft. Silhouetten aus dem Nachmärz in Ungarn (Pest 1830, Heckenast. 8".) Bd. I I , S. 297. lLeoitschnigg schreibt über H.: „Albert Hugo war ein Vierteljahr die leitende Seele der Pesther Zeitung und seine Leaders wurden namentlich in den Cercles der Aristokratie mit Passion gelesen. Seine Feder ist in Paris geschnitten worden, reich an histo» rischem Wissen, erficht Hugo seine schönsten journalistischen Siege durch die Parallele. Auch besitzt er jenes feine attische Salz. das journalistische Artikel so mundgerecht und schmackhaft gestaltet. Seine Force besteht ferner in meisterhaftem Silhouettiren und in einem maskirten Witze, der um so tödtlicher verwun» det, wenn der kleine Meuchler die Larve fallen läßt.")
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Volume 9
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Hibler-Hysel
Volume
9
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1863
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
518
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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