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Hunyadi 434 Hunyadr
(vom 27. Mai 186t) in einer kurzen Rede
voll historischer und trauriger Reminiscen«
zen, sich Deäk anschließend, für die
Adresse. Auch nahm er in dieser Ses«
sion, nachdem der Alterspräsident Ladis«
laus Paläczy (gest. 27. April 1861)
gestorben, dessen Sitz in gleicher Eigen«
schaft ein, nachdem in der 19. Sitzung
des Repräsentantenhauses (vom 7. Mai)
dasselbe von Sigmund Bernat auf»
merksam gemacht worden war, daß A.
Hunkär, als ein Mann, der
sich sowohl
auf dem Felde der Ehre, als auch am
grünen Tische gleiche Lorbern gesammelt,
diesen Platz einzunehmen habe.
Leoitschnigg (Heinrich Ritter von). Kossuth
und seine Bannerschaft. Silhouetten aus dem
Nachmärz in Ungarn (Pesth 1830. Heckenast,
8v.) Bd. I I , S. l24. — ä^?, ^/vän^,
»2äriuk2ä2i tablälckal, d. i. Die Familien
Ungarns mit Wappen und Stammtafeln
(Pesth 1839, Moriz Räth, 8".) Bd. VI,
S. 186. — Der ungarische Reichstag
1861 (Pesth 1861,CarlOsterlamm.8«) Bd.II,
S. 30.
Hunyadi von Ksthely, die Grafen.
Genealogie. Die Hunyadi sind ein
altes ungarisches Adelsgeschlecht, welches
einige Genealogen mit der berühmten
Familie derHunyade, aus welcher der
große Johann Hunyad, ferner La«
dislaus und Mathias stammen, und
über welche der gelehrte Georg Fejer
in seinem Werke: „Osnus,
6t virtus ^oaunig Oorvini ä6
Nungar. ttudernatoris, ^
oiitiois . . ." (Lnäas 1844, t^>
xis t^ozr. Ls^. Ilnivors. Hn^.) das
Erschöpfendste und mannigfache Irrthü«
rner Berichtigende gesagthat, in verwandt»
schaftliche Verbindung bringen. Unter»
suchungen über die Richtigkeit dieser
Ansicht anzustellen, ist nicht die Aufgabe
dieses Lexikons. Thatsache ist es, daß
die heutigen Grafen Hunyadi von K 6- thely auch den Raben mit dem Ringe
im Herzschilde ihres Wappens führen.
Dieser Rabe aber ist das vom Könige
Sigmund dem oberwähnten Johann
Hunyad verliehene Wappen, von wel-
chem der Beiname Corvin, den der
berühmte Huny ad führte, entstanden ist,
und deffen Ursprung auf eine romantische,
unter dem Titel „Der Rabe der Corvine"
allbekannte Begebenheit zurückgeführt
wird. Was die Grafen Hunyadi von
Kö thely betrifft, so ergeben genealo»
gische Forschungen, daß ihr Ursprung in
das Ende des 16. und den Anfang des
17. Jahrhunderts nachweisbar zurück»
reiche. Als Stammvater gilt Andreas
Hunyadi, aus dessen Ehe mit Barbara
viszocsangi außer sechs Töchtern zwei
Söhne, der älteste Kdislaus (gest. 1694)
und der jüngste Franz, abstammen, welche
beide ihr Geschlecht fortgepflanzt und
zwei Linien, die ältere und die jün»
gere, gebildet haben. I. Die ältere
Linie. Ladis laus war mit busanna
Apponui vermalt; von feinen beiden
Söhnen Ignaz und Michael blühen
nur die Nachkommen des Ersteren; jene
Michae l's, die zwar mehrere Zweige bil«
deten, scheinen erloschen zu sein. Ignaz
war mit Anna Bogädjj vermalt; sein Sohn
Jadislaus besaß aus der Nhe mit Ratha»
rina Appongi außer mehreren Töchtern
die Söhne Johann und Alexander. Letz.
terer, vermalt mit Chereft Gräfin Festelics,
pflanzte diese Linie fort. Von seinen
beiden Söhnen hatte der jüngere Vincenz
aus seiner Ehe mit Iosepya Rajkouich nur
Eine Tochter Vincenzia, vermalte Baro»
nin Negern. Der ältere Sohn Manz war
mit Christine Farkas vermalt, und von
seinen Söhnen Uudwig und Joseph sind
noch Nachkommen vorhanden, u. z. von
jenen des Letzteren aus seiner Ehe mit
Maria Rozsa drei Töchter: Maria, Dttilia
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon