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464 ZuĂźty
AuĂźer obigem Andreas Huszt i sind noch
mehrere dieses Namens erwähneiiswerth. und
zwar: 1. Georg H. aus Kanischa in Ungarn,
der, als die Türken im Jahre 1332 das Waras«
diner Gebiet ĂĽberfielen, gefangen und mit
mehreren anderen Bewohnern in die Sklaverei
geschleppt wurde. Nachdem er frei geworden,
durchwanderte er den Orient bis nach Indien
und hinterlieĂź eine Beschreibung seiner Reisen.
^//o,-«'l?/l ^4?6H!lNH^, 1. c. 'I'ou'!. I I , p. 189.)
— 2. Ein zweiter desselben Namens, Georg,
aus Siebenbürgen, gab außer einer Leichen»
rede auf Ios. Philipp Deäk, Superintenden-
ten der evangelischen Kirchen und Schulen in
Siebenbürgen, noch heraus: DiääertHtio Mi-
loloFiea cls UnFuac tisdrasau H^uoujini« vx
orizius illusti'anciiü" (I^u^6. Ilat^v. 17lj«,
4°.), — 3. Peter H. besang in ungarischen
Versen den Fall Troja's und die Geschicke
des Aeneas in dem Werke i „^.unsiä, ^ a2
<i Iro^i Nuo«,^ äolKHi stc eto. (icil^ UL6u-
bui's 1623). ^a)i!sil/i: iVu^s«/), Nla^^^r Irolc.
l:ie3e22ito kötst, d. i. Ungarische Schriftsteller.
Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter,
den ersten ergänzender Vand (Pesth 1838. Ios.
Gyarmath, 8".) S. 120. — //o?-«?^i l^Uea.^
.^ o. 1?o^. I I , i>. 139.^ — 4. Stephan (I.)
von H. lebte im 18. Jahrhundert und war
Professor des ungarischen Nechtes am bischöf«
lichen Lyceum zu Erlau, Consistorial'Beisitzer
des Erlauer Biöthumö und Beisitzer der Ge-
richtstafel der vereinigten Hoveszer, Unghuärer
und äußeren Szolnoker Gespanschaft. Sein
Werk: „^uril^i'Ulitzntliz. ^iHctica 3<zu (.'oni-
uiviit^riUii uovu« in ^us 1Iuu^l>.ril:uin . . .
?Hrtstt ti-c-ij" (Ijuäüc- 1743, 4".; neue Auft
Tymau 1?<»«, dritte Aufl. Erlau 1?78. 4".).
galt lange Zeit fĂĽr ein Musterbuch und ist in
dem späteren Werke des Professors Kelemen
über das ungarische Eivilrecht: „lutltitudiuuv«
<Iuril> IluutzlN'ioi ^i'ivlni", stillschweigend, sehr
oft selbst wortlich benĂĽtzt worden. ^/o?'^/t?/i
^4^-iUH.), 1. (,>. 'I'oiu. I I , z). 191. — Ersch
und Grub er, Allgemeine Encyklopädie der
Wissenschaften und KĂĽnste, I I . Sect. 12. Theil.
S. 202.) — 5. Stephau (II.) H. (geb. zu
Huszt in der Marmaros'schen Gespanschaft
16?1, gest. in der ersten Hälfte des achtzehnten
Jahrhunderts), dessen Familienname eigentlich
Szabo ist, der aber den Namen Huszti
von seinem Geburtsorte angenommen und
behalten hat. Er besuchte die Schulen zu De-
breczin, hörte Philosophie und Theologie zu
Klausenburg unter Pataki und Nemethi und begab sich alsdann in's Ausland, wo
er 1692 und 1693 zu Frankfurt a. d. O., zu
Leyden und Lyon die Vorlesungen der be»
rĂĽhmtesten Professoren der Medicin, Chemie
und anderen Naturwissenschaften horte, darauf
eine Reise nach London zu wissenschaftlicher
Ausbildung unternahm. 1695 erhielt er zu
Halle die medicinische DoctorwĂĽrde, kehrte
alsdann in seine Heimat zurĂĽck, worauf ihn
FĂĽrst Michael Ap afi I I . an seinen Hof berief
und zum Leibarzt seiner Gemalin ernannte.
Seine zahlreichen medicinischen, phisiologischen
und philosophischen Schriften, dann seine unga»
rische Nebersetzung des deutschen Gebetbuches:
„Paradiesgärtlein", welche der Gattin des
Fürsten Apaf i gewidmet, 1698 zu Klausen«
bürg erschienen ist, zählt Veszpr^mi im
nachbenannten Werke auf.
1774,
^omlUOl, später Vi6UU26 1778,
5»".) <_>'dnmrig, altsi'H, p^'^ ^ ior, ^. 92. —
^?-««5,i ^I^sn/n^i I. <:. lol l i . I I , p. 190.^
HuĂźtlj von RaszyNya, Zacharias
Gottlieb (Arzt, geb. zu RĂĽst in Ungarn
13. Närz 1784, gest. zu Preß bürg
29. März 1803). Besuchte die Schulen
in RĂĽst, von 1764 an in Oedenburg, und
seit 1771 die Universität in Wien, wo er
unter Collin, Cerny, deHaen, Iao
quin. Leber u.A. die Medicin studirte.
Im Jahre 1774 erhielt er in Tyrnau die
medizinische Doctorwürde. wurde prakti«
scher Arzt zu PreĂźburg, als welcher er sich
durch seine Schriften ĂĽber Verbesserung
der Dispensatorien, des Apothekerwesens
und der medicinischen Polizei einen aus»
gezeichneten Ruf erworben hat. Seine
Schriften sind: „O«'sss?-iaillo Hs !H?6-
öc^oms «'n w6«i5z's" (I'^rng.viae 1777,
8".); — „NiZrnrs über die medirinizche Pllli-
zei". 2 Theile (Preßburg 1786. 3«.); —
„PrAnng der Nachricht an t>a5 Publikum uan
dem Zst. Geurgn Fchmetelballe" (ebd. 1793,
gu.); — „Gekrönte PreiZschntt über die 35er-
beSgernng der K. K. Feldapotheken und dez An-
dieniuesens an der JaZeptlSĂĽrademe zu Vien"
(ebd. 1793, 8".); — „Men zur Verbez-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon