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Hütten 484 Hutter
und hinderte durch ein gut angebrachtes
Kartätschen- und Gewehrfeuer das weitere
Vordringen der Preußen, welche, obgleich
sie bereits eine Seite des Verhaues über-
stiegen hatten, sofort zum Rückzüge ge-
nöthigt wurden, so daß die Unseren ihre
erste Stellung wieder einnehmen konnten.
H. wurde für seine Waffenthat in der
43. Promotion (vom 19. Mai 1779) mit
dem Ritterkreuze des Maria Theresien>
Ordens ausgezeichnet. Im October 1787
rückte H. zum General-Major vor und
befehligte im Türkenkriege bei der Haupt-
armee im Banat eine Brigade, wurde
aber bei einem Ueberfalle der Türken am
14. September 1788 schwer verwundet,
so daß er sein Commando dem Oberst
Baron Thun gen übergeben mußte.
Spater kam H. zur Armee in die Nie-
derlande, kämpfte im siegreichen Feld»
zuge des Jahres 1793, wurde noch am
29. December d. I . zum Feld marsch all-
Lieutenant befördert, überlebte aber diese
Beförderung nur um wenige Monate,
da er schon im Mai des folgenden Jahres
im Alter von 37 Jahren starb. H. wird
als eine originelle Persönlichkeit geschil»
dert; bei allen Vorzügen des geistigen
und materiellen Lebens war er in körper-
licher Beziehung von der Natur stief»
mütterlich bedacht und litt aus dieser
Ursache zeitweilig an der Schwermuth.
Hirtenfeld (I.). Der Militär. Maria There.
sien'Orden und seine Mitglieder (Wien 1t>5?.
Staatsdruckerei, Ler. 8<>.) S. 227, 1732. —
Oesterreich. Mi l i tär» Konv er sations»
Leiikon, herausgegeben vonI.Hirtenfeld
(Wien i85<1 u. f., 8°.) Bd. I I I , S. 298. —
Ersch undGruber. Allgemeine Encyklopädie
der Wissenschaften und Künste, I I . Section,
52. Theil. S. 222 ^ein ausführlicher amcalo<
gischer Artikel des Freiherrn oon B 0 yncburg
über die Familie Hütten).
Hlltter, Anton (Piarist und Schrift-
steller, geb. zu Miskolcz 4. August 1798). Besuchte die Schulen zu Miskolcz,
Debreczin. Klausenburg, wo er die Philo-
sophie beendete, worauf er 4817 zu
Kecskemet in den Orden der frommen
Schulen trat und im Lehramte ver»
wendet wurde. Er versah dasselbe an
mehreren Orten, als: zuVesczprim, Läva,
Sä.torallya - Ujhely, und war dann zu
Privigye Novizenmeister. Um 1833—
1844 war er Prediger und Professor
der Religion, ungarischen Sprache und
Literatur, von 1843—1849 Direcror
des Gymnasiums und der Normalschulen
zu Ujhely. I n gleicher Eigenschaft wirkte
er später zu Tata und dann in L6va.
Außer zahlreichen, bei feierlichen Anlässen
in der Schule gehaltenen und größtentheils
auch gedruckten Neden, schrieb er mehrere
wissenschaftliche Aufsätze aus dem Gebiete
der Physik, Sprachwissenschaft, schonen
Literatur, welche in den ungarischen
Fachblattern: „s^n^eiö", d. i. Beobach»
ter, einem in Kaschau herausgegebenen
Blatte/im „^irsaücoää«, d. i. Gefellschaf.
ter, „ÜKL2N0L !nui2.r.8HF") d. i. Nützliche
Unterhaltungen, „^udoiüHn^oZ F^H-
t6ni6n?", d. i. Wissenschaftliche Samm»
limg, und in anderen erschienen sind.
Von seinen selbstständigen Schriften
sind anzuführen: „//«?-onz?-ö'm'ci
d. i. Drei kurze Reden von der Geschichte
der ungarischen Sprache (Szegedin 1837
U. f.); „ ^6
tnöo?«) d. i. Die Grundprincipien
in der ungarischen schönen Literatur
mit einem Anhange aus den Werken des
Dichters (Szegedin 1844). Außerdem ist
er Verfasser mehrerer Aufsätze der von
den verschiedenen Lehranstalten, an denen
er thatig gewesen, veröffentlichten Pro-
gramme, unter denen sich auch die ge»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Volume 9
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Hibler-Hysel
- Volume
- 9
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 518
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon