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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10
Page - 167 -
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Page - 167 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10

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Zenull 167 Jenull Vater anfänglich im Hause unterrichtet, im Alter von 13 Jahren nach Salzburg geschickt, wo er das Gymnasium und den ersten Jahrgang der Philosophie besuchte. Dann ging er nach Gratz, wo er die Phi- losophie beendete und das Studium der Rechte begann. Nachdem er dasselbe -1801 vollendet, erwarb er am 29. Mai 1802 die juridische Doctorwürde. Näh- rend der juridischen Studien war es der geistvolle Z ei l l er, der in Jenul l eine ebenbürtige Kraft erkannte und als da» maliger Studiendirektor ihn als Docenten der politischen Wissenschaften, des östei> reichischcn Privat« und Kriminalrechtes nach Gratz entsendete, wo er bald, 1804, die Professur aus den genannten Lehr» fächern erhielt. Als im Jahre 4810 in Oesterreich die Neorganisirung der rechts» und staatswissenschaftlichen Studienein» richtung vorgenommen wurde, erhielt I enu l l die Professur des Natur» und österreichischen Kriminalrechts und wurde mit Allerh. Entschließung vom 28. Jän- ner 1839 in gleicher Eigenschaft an die Wiener Hochschule verseht. Auf diesem Posten erhielt er in Anerkennung um das Lehramt, welches er bekleidete, und der in anderer Verwendung erworbenen Vei> dienste mit Allerh. Entschließung vom 11. Jänner 1833 den Rang und Titel eines wirklichen Regierungsrathes und mit 22. Juli 1837 jene eines wirklichen Hofrathes. Am 2. Juli 1842 trat er in den Ruhestand über, wobei sich jedoch der Monarch seine fortdauernde Verweil» düng bei der damals bestehenden allge- meinen Iustizgesetzgebungs.Commission, welcher er bereits seit vielen Jahren angehörte, vorbehielt. Jen ull.'s Thatig« keit ist eine dreifache als Professor, als Schriftsteller und als Gelehrter, der vom Staate in den wichtigsten Fragen der Gesetzgebung zu Rathe gezogen wurde. Als Professor galt er ob der Meisterschaft seines Vortrages, als die Zierde zweier Hochschulen, jener von Gratz und Wien. Sein Biograph Hye sHd. IX, S. 438^j sagt, indem er seine Methode zu lehren analysirt: „es war die vollste innere und äußere Harmonie, das Prototyp eines vollendeten Lehrvortrages". Seine Lei' stungen als Fachschriftsteller gipfeln aber in seinem Werke: „Na5 österreichische <5rimi> nnlrrcht nach Zeinen Gründen nud snmm GeiZte dnrMcM". 4Theile (Gratz 1808—1813, Ferstl. 8".; 3. Auflage Wien 1837, (Herold); eine italienische Uebersetzung erschien unter dem Titel: „Oalnlnentari'o 8ul ooclico 6 Lnila proceLLura. Qrllliinll.16 a auztriao^". 4 torai 1816, I)08t6l3.IN8) 8".)', UNd in einem Auszuge bearbeitete es Dr. Franz Forami t i in der Schrift: »Isti- tuxioni äi. cl^ritto crim,iual6 oLLia ii io sul eodioo Z6N6ra.l6 äi ^6nu1l eorQ^enäiAto 6 in (?i6in6nti" (VLNääi^ 1822, . Außerdem schrieb Ienu l l mehrere größere Abhandlungen fürPra» tobeVera's „Materialien für Gesetz» künde und Rechtspflege" und fur Zeil» ler's „Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit", u. z. für erstere: „Ueber den Unterschied zwischen Haus« diebstahl und Veruntreuung" (Bd. I I I , S. 20o u. f.); für letztere: „Ueber die im §. ö? des I. Theiles des Strafgesetz, buches bestimmte Art des Verbrechens der Störung der öffentlichen inneren Ruhe des Staates" (Jahrg. 1823, Bd. I, S. 31 ' in's Italienische übersetzt in Dr. Fr. Zini 's „(^iuriL^ruäen^H xr2.tioa", vol. XVII I , !>. I I , p. 73); — „Ueber das Verbrechen des Mrhbrauches der Amtsgewalt" (Jahrg. 1823. Bd. I, S. 321 u. f.^ in's Italienische übersetzt in Zini 's
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Volume 10
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Jablonowski-Karolina
Volume
10
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1863
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
524
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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