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Firovec l86
schaft mit seinem Bruder Hermene-
gi ld , mit dem er drei Jahre früher
(1860) ein Sammelwerk: »
d. i. Abhandlungen aus dem Gebiete
der Geschichte, Philologie und Literatur«
geschichte, herauszugeben unternommen
hatte. I . ist correspondirendes Mitglied
der königl. böhm. Gelehrtengesellschaft,
der archäologischen Museumssection in
Prag und Ehrencorrespondent des mäh'
rischen Landesarchivs. Mit Allerh. Ent-
schließung vom 16. April 1839 wurde
I . zum Secretar im spater aufgelösten
Ministerium für Cultus und Unterricht
ernannt.
Ost und West (in Wien erscheinende politi-
sches Parteiblatt, Fol.) l8U2, Nr. 331—343.
— Ein Namensvetter, nur mit etwas urrän«
derter Schreibung, nämlich Joseph I i r ioek
(sprich.- Iirzk'zek), gebürtig aus Böhmen, ist
Bildhauer und bildete sich in München, von
wo er auch im Jahre 1838 in die Kunstaus«
stellung der Gesellschaft bühmifcherKunstfreunde
eine Porträtbüste (im Katalog l858. Nr. 272)
eingesendet hat.
c, Vojtsch sd. i. Adalbert).
Unter diesem Namen erscheint in böhmi-
schen Lexikons und anderen Werken der
beliebte und bekannte Compositeur Adal-
bert Gyrowetz j^Bd. VI, S. 62^j. Es
ist wahrhaftig mehr als unstatthaft, in
der Schreibung von eigenen Namen der
nationalen Eitelkeit zu Liebe in nationaler
Anmaßung eine solche Willkür schalten
zu lassen. Wer soll unter I i rowec
den Komponisten Gyrowetz, der sich
selbst nie anders als mit G schrieb,
suchen? Die Franzosen und Engländer
leisten das höchste in Namenentstellungen.
aber als gebildete Nation erlauben sie
sich nie ihrer Sprache zu Liebe eine solche
absichtliche Namenfalschung. Die Umän»
derung der Vordersilbe Gy in I i macht
Gyrowetz nicht mehrzu einem Böhmen, clls eben schon sein Geburtsort; übrigens
war sein ganzes Denken und Componiren
deutsch und letzteres, durch tiefes Studium
italienischer Musik, dieser Richtung hin-
geneigt. Ja, in einem langen, übrigens
das musikalische Wirken Gyrowetz's
ziemlich matt schildernden Artikel in dem
von Nmanuel Mel is redigirren, zu Prag
herausgegebenen Musikblatte „Daiidui-"
(l862, Nr. 18 und 19) wird der bekannte
Hofrath und Musikdilettant von Kaeß
in Wien, bei welchem Gyrowetz wäh»
rend seines Aufenthaltes in Wien liebe»
volle Aufnahme fand, in einen ä^voi-ni
i-^äa 2 Xässu verwandelt. Das geht
denn doch gewiß weiter als zu weit.
Iirfjk, Johann Valentin (Bischof
von Budweis und theologischer Schrift»
steller, geb. zu Kaöov in Böhmen
19. Juni 1798). Begann nach beendeten
Gymnasial- und philosophischen Studien
jenes der Theologie und erhielt am
28. December 1820 die heiligen Weihen.
Er trat nun in die Seelsorge, u. z. zuerst
als Caplan in Raudnitz, später als Pfar»
rer zu Mnich im Rakonitzer Kreise, bis
er nach 23jähriger Thätigkeit in derselben
1846 Mitglied des „allzeit getreuen
Metropolitan-Capilels" zu Prag bei St.
Veit, zugleich öechischer Prediger und fürst«
erzbischöflicher Consistorialrath wurde.
Am 23. März 1831 vom Kaiser zum
Bischöfe ernannt, am 3. September vom
Papste bestätigt und am 19. October
vom Fürste.rzbischof Schwarzenberg
consecrirt, hielt er am t. November des«
selben Jahres in der Kathedrale zu Bud'
weis seinen feierlichen Einzug. Als mit
Diplom vom 2l). October 1869 und kai-
serlichem Patent vom 26. Februar 1861
die Einberufung eines Reichsrathes in
zwei Häusern, einem Herren- und einem
Abgeordnetenhause, angeordnet worden
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon