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Mnski 191 Zw's
u. dgl. m. zuflössen. Der erste Kranke
wurde 1812 in dieses Hospital aufge»
nommen. ,
(0ai-i5b!i6, 12«.) 24^«^ nu^o (1884), x. 43:
(^ai'lLbaä". — Ein Sohn des Grafen August
I . , der Graf Johann Stanislaus (geb.
1795). zeigte bereits a!5 Kind große Begabung
für die Musik und wurde von seinem Vater
nach Wien geschickt, um von Meistern wie
Kauer, Sa l ie r i und Beethoven in der
Musik auf das Gründlichste unterrichtet zu
werden. Der Graf bildete sich vortrefflich aus,
wurde Mitglied des Conseruatoriums in Wien
und brachte 1826 eine von ihm componirte
Messe in der St. Peterskirche zur Aufführung,
welche er selbst dirigirte und die durch ihre
Schönheit allgemein gefiel. Nach einem Auf«
enthalte von mehreren Jahren in Wien kehrte
I . nach St. Petersburg zurück, wo er in den
Garden, dann in der Diplomatie diente und
die höchsten Würden erlangte. Er hat viel —
kirchliche und weltliche — Musikstücke compo«
nirt; eines seiner Werke: „I^a prsZd.iLi-2,",
ist auch in Wien erschienen. Sowiüsk i in
dem gleich unten bezeichneten Werke gibt aus»
führliche Nachrichten über des Grafen Com«
Positionen. sHs>li'i)iH^l'^4/öe?'t^ I^ L Hluüicieu5
(I>ai-i2 1857, ^.äi-isn Is ^lerc K- (^o., Fi-. 8".)
I>. 282.) — Auch ist noch für Oesterreich
interessant der Parteigänger im ungarischen
Neuolutionökriege, Anton Graf I l i nsk i
(geb. in Volhynien 151(1, gest. in Constantino-
pel im December 1837), bekannter unter dem
Namen Iskender Bey, den er nach seinem
Uebertritte in türkische Dienste angenommen
hatte. Eine ruhelose Natur, focht er. 20 Jahre
alt, in der polnischen Ncvolution oes Jahres
1830, floh dann nach Frankreich, focht in der
Fremdenlegion in Spanien für die Königin
Christine, dann in Afrika gegen Abd-el»
Kader und eilte 1848. ein echter Conduttiere
der Neuzeit, nach Nngarn und machte unter
dem Kommando s?incS alten Wassengcfährtrn
Vem die O'ampagne in Siebenbürgen mit.
Im August 1849 flüchtete er auf türkischen
Boden, trat in Dienste der Türkei, zog unter
OmerPascha gegen die Montenegriner und
wurde im russisch-türkischen Kriege Ncitergene«
ral, als welcher er sich durch seine Verwegen«
helt dald einen aefürchteten Namen erwarb.
Sein al)entcurrliche5 Auftreten hat seine Person mit einem Nimbus uon Uebertreibungen und
Erdichtungen umgrben, bei welchen es schwer
füllt, die Wahrheit uon der Dichtung zu son-
dern. ^Wiener Courier,III.Iahrg.(1837),
Nr. 329. — Didaskal ia (Frankfurter Un<
terhaltungsblatt, 4°) 1834. Nr. 54, und 1855,
Nr. 144 ^diese letztere Nummer berichtigt
manche Irrthümer über I.). — Arader
Zeitung 1836. Nr. 69. — Oesterreich!'
sche Zeitung (Wien, Fol.) 1833, Nr. 204.
— Wcser.Zeitung 1833, Nr. 3326,)
Illci, siehe: Ilei, Johann D . 189^.
I l les, auch Illyßs, Paul (Schul-
mann, geb. zu R6t i im (Bömorer Comi«
täte 29. Juni 1793). Sohn adeliger pro-
teftantischer Ntem; sein Vater war Pre-
diger zu Mt i und Paul wurde im
Elternhause, und l812—4813 am Ly-
ceum A. C. zu Oedenburg erzogen. Er
wählte die Theologie zu seinem Lebens-
berufe und betrieb außerdem das Studium
der classischen und modernen Sprachen.
Seine Absicht, sofort in's Ausland zu
gehen, wurde durch die Kriegswirren
jener Zeit vereitelt und I . übernahm
eine Erzieherstelle im Hause des Baron
Pronay, später bei dem gräfl. Hunyadi-
schen Güterdirector Karl von Appelt,
dessen Kinder er aber nach dem katho«
lischen Lehrplane unterrichten mußte.
Endlich, nackdem der Kriegslärm ver«
hallt war, begab er sich im April 181v
nach Deutschland und wählte die Unwer-
sität Jena, an welcher damals Danz,
Eickstädt, Oken, Luden, Voigt
lehrten und von denen namentlich Danz,
Herder's Schüler, auf den jungen Theo«
logen nachhaltigeren Einfluß übte. Nach
seiner Rückkehr ins Vaterland wurde er
im October 1817 Caplan an der Seite
seines Vaters, und 1818 ordentlicher
Prediger zu Nagy-Geresd im Oedenbur-
ger Comitate. Eine an die römisch>katho>
lische Synode in Ungarn gerichtete Ode
brachte ihn in so starken Verbackt über»
wiegender Hinneigung zur katholischen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon