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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10
Page - 196 -
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Page - 196 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10

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Mchky 196 II. Hervorragende Sproßen des Vrasengeschlech- tes IÜ65häzn. 1. Georg, Sohn des Grafen Kaspar aus dessen Ehe mit HeleneThurzo, Tochter des berühmten Palatin Georg Thurzo und Schwester Emerich's, des letzten Thurzo. Georg's rauher ungestümer Charakter ließ ihn sich in die Tököly'schen Unruhen tief verwickeln. Wie er. während er außerhalb der Feste Trencfin für die Zwecke der Unruhestifter thätig war, in der von den Kaiserlichen belagerten Feste seinen Vetter N i» kolaus zurückließ und dieser später sich den Kaiserlichen unterwarf, ist Alles schon (S. 198) in der Biographie des N iko laus I . ausführ» licher erzählt. Nachdem dieUnruhen geschlichtet waren und auch Georg sich unterworfen hatte, gewährte ihm der Kaiser — aus Gnade — da er durch rebellisches Auftreten Alles ver. wirkt hatte, die Obergespanswürde der beiden Comitate Liptau und Trencsin, welche er bis an seinen Tod behalten sollte. Aus seiner Ehe. mit Naria Folgach besaß Georg nur eine Tochter Helene, nachmalige Nikolaus Eß» ierhäzy, daher das ganze mächtige Erbe der I l l6shazy auf oberwähnten Nikolaus, den ersten weltlichen ungarischen Kanzler, überging.— 2. Joseph Graf I . (gest. 1739), des Grafen Nikolaus einziger Sohn aus dessen Ehe mit Elisabeth Balassa. Io< seph war Oberstmundschenk und somit einer der Reichsbarone, auch erhob ihn die Kaiserin Mar ia Theresia, deren besonderen Ver» trauens der Graf sich erfreute, zu der wich» tigen Würde des ^liäsx Ourias. Ueber seine Nachkommenschaft aus zweimaliger Ehe ver» gleiche.- I. Genealogie der I l lsshäzy. — 3. Johann Graf I . (gest. 1800), ist der einzige Sohn des Grafen Joseph aus dessen erster Ehe mit Franziska ^nach Nagy, Mar ia nach Hormayc) Gräfin Csäky, war gleichfalls einer der Reichswürdenträger, und als durch Leopold I I . die durch die Iosephinischen Reformen entfernten Oberge» späne wieder eingesetzt wurden, erhielt Graf Joseph eine dieser Stellen. — 4. Kaspar (gest. 11. April 1648 ^und nicht, wie es bei Hormayr heißt, 1748)), ist ein Sohn des Franz (II.) I l lsshäzy aus dessen Ehe mit Susanna Patäky. Da der große Palatin Stephan I I I 6 shäz aus seiner zweimaligen Ehe keine Kinder hatte, nahm er seinen Neffen Kaspar an Kindesstatt an. Früher noch ließ er ihn weite Reisen machen, ihm durch berühmte Lehrer eine ausgezeichnete Bildung geben, und in der That machte sich Kaspar durch sein Wissen so bemerkbar, daß ihn die Wittenberger Hochschule zum Rector ernannte. Ungeachtet rund um ihn das Kriegsgetöse grollte, hielt er sich fern von den Kämpfen und lebte den Wissenschaften. Im Drucke veröffentlichte er eine magyarische Uebersetzung des Buches von Joachim Beust: Manuals Vium et dsatum s vita, exitum inäioanä" (vsoroosiu 1639, 8l>.) und „Viriäariuui varii Feneris Üo5ou> lormn . . ." (1634, 4«.), eine geistvolle Blu» menlese aus der h. Schrift, den Kirchenvätern, Geschichtschreibern, Philosophen, Poeten u. A. gewidmet. ^H^anz,! ^4?6n'nH^, Nlomoiia HuuFaroruni st?roviQoi2iiliiQ Loriptis säi- ti5 notornm (Vioimas 1776, I/06>V6, 8<>.) lom. I I , z>. 216. — Tpattas^ l^«"^, Non- si>60tu5 rsipudUoas littsrariao in llunZa.- ria. (?050Qia.s et I^iMas 1783, I^sns, 80.) I>. 158.) — 5. Nikolaus Graf I . lsiehe S. 193 die ausführliche Biographie). — 6. Ste- phan (I.) I . (geb. 5. September 1340, gest. 3. Mai 1609), ein Sohn des Thomas I . aus dessen zweiter Ehe mit SophieFöldeS. Stephan erhielt seine Bildung auf der Preß> burger Schule. Nach beendeten Studien trat er, da sein Vaterland damals unter dem Joche der Türken seufzte, in die Reihen der Kämpfer für das Vaterland und gab unter Niklas Pal f fy und später unter Pa l ff y's Schwa- ger IohannKrus i th vielfache Beweise seines Muthes und seiner Umsicht. Nach seiner Ver» mälung mit Anna Erbödu vertauschte er das Schwert mit den Beschäftigungen des Frie< dens. wurde Vicegespan der Preßburger Ge< spanschaft, königlicher Rath und Freiherr. 1577 verlor er seine Frau, ohne Kinder von ihr erhalten zu haben; wohl aber ward er in einen langwierigen Rechtsstreit durch ihren Tod ver- wickelt , aus welchem er jedoch als Sieger hervorging. Als auch Krusith starb, empfahl er Stephan das Wohl des Vaterlandes und seine Gemalin Rathurina, Schwester des berühmten Helden Niklas Palffu. Diese Letztere wurde auch Stephan's zweite Gemalin (1380) und dieser dadurch Besitzer vieler Güter und eines großen Vermögens; ferner gelangte Stephan zur Obergespanschaftswürde des Liptauer Comitates, wurde Kron«Oberhofmei< ster, erhielt später noch die Obergespanswürde des Trencsiner Comitates, welcher die Erhe« bung in den Grafenstand und nach Erwerbung der Herrschaft Göding das Incolat uon Mäh« ren (1397) folgte. Aber damit hatte I . den Gipfel des Glückes erklommen und den Neid seiner Widersacher in solcher Weise rege gc«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Volume 10
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Jablonowski-Karolina
Volume
10
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1863
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
524
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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