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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10
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Inye 202 Fnye Iesuiten Joseph Inama (siehe weiter unten).) — Ein Franz Inama (geb. zu Wien 4. Mai 1719. gest. um daä Jahr 1772) war Jesuit und Missionär. Er lebte viele Jahre als sol- cher in Mexiko und in Californien und kehrte 1770 in seine Heimat zurück, wo er bald darauf starb. Ein Brief von ihm an seine Schwester. Carmeliternonne zu Cöln am Rhein, den er aus seiner Missionsstation St. Joseph am 14. October 1755 geschrieben und darin seine Reise, den Natur» und politischen Zustand Californiens, die Grausamkeiten der dortigen Ureinwohner u. dgl. m. schildert, ist in Stö ck< l i n's „Briefe und Neisebeschreibungen, welche von den Missionärs der Gesellschaft Jesu aus beiden Indien und anderen über Meer gele- genen Ländern seit 1652—1730 in Europa angelangt sind" (Augsburg 1728 u. f., Fol.) Bd. XXXVII I , Nr. 759, abgedruckt. — Ein Joseph Inama (geb. zu Wien 29. Jänner 1773, gest. im Jahre 180!) war gleichfalls Jesuit und versah von 173? bis zur Aufhebung des Ordens das Predigtamt in Klagenfurt, Krems, Linz und Passau, an welch' letzterem Orte er im Alter von 77 Jahren starb. Er gab heraus: „Na.i'i'Htio kiLtorieo-postioa, ibzuwKwlgas Iiukzwis vulßo Klai-ias OoQ- Lolktrieis props st^riao Hletropolim" (Krat? 1750, VN6man8tH6ät, 8«.) und eine Leichen« rede auf den Cardinal und Bischof von Passau, Leopold Grafen von Fi rmian (Passau 1783, Fol.). ^H/oeFsT'^ /oa. ^Ve .^>», Zerixtoi-eg I>rovinoiHS ^ustriaeke 6oc. ^egu (Visunas 1856, I.ex. 8".) I>. 156.) Incze, Daniel (Schulmann, geb. zu I lencfalva im Szökler Bezirke 4808. gest. 12. Jänner 1837). Sohn armer Eltern, besuchte das Gymnasium zu Maros-Vasärhely und siudirte dann Theologie. 1834 begab er sich nach Deutschland, wo er auf den Universitäten zu Berlin, später zu Marburg neben seinen Berufsstudien vornehmlich dem Studium der Chemie, Botanik und Physik oblag. Nach seiner Rückkehr in's Vaterland wurde er Secretär des Siebenbürger Bischofs Johann Anta l, 4838 Profes- sor der Theologie zu Szökely.Udvarhely. 1840 Professor der lateinischen und he- bräischen Sprache, der Literatur, Archao» logie und Exegesig zu Enyed. Für die Verbesserung dos Unterrichts überhaupt und für Vermehrung der Lehrmittel war I . sehr thätig. Die Jahre 1848 und 1849 brachten ihn um sein Amt und seine werthvolle Büchersammlung. Nachdem die Verhältnisse sich geklart, wurde I . Professor am Obergymnasium zu Klau« senburg, 1853 am theologischen Seminar und in der eben errichteten Präparanden» Lehranstalt, in welcher er das Grie» chische und Hebräische, die Archäologie und die Bibel vortrug; im September 1836 aber Professor der Kirchengeschichte ebendaselbst. Mit Gregor Herepeus zusammen' veröffentlichte er durch den Druck einen Commentar der Bibel und er selbst gab eine lateinische Anthologie heraus. Herausgeber dieses Lexikons forschte nach beiden Werken vergeblich in den Büchercatalogen. Im Alter von 49 Jahren entriß ihn der Tod dem Lehr- amte, zu dessen Zierden I . zählte. ?a?i Hl6?-. (Pesth. Landerer. gr. 8».) Jahrgang 1838, S. 84: „Inc2L väuiel slets", d. i. Viographie deS Daniel Incze. — Ivän Nagy in dem weiter unten bezeichneten Werke führt zehn ungarische und fiebenbürgische Adelsfami- lien des Namens Incze auf. Aus einer der» selben, welche im Haromßeker Bezirke seit dem 17. Jahrhunderte seßhaft ist. stammt Mat - thäus Incze (geb. 23. September 1679. gest. 19. September 1?42). Dieser besuchte die Schulen zu Udvarhely, spater zu Klausenburg, 1706 begab er sich in's Ausland, und zwar nach Belgien, wo er auf der Universität zu Franeker seine Studien fortsetzte. Nach seiner Rückkehr in's Vaterland wurde er Schloß- geistlicher des Grafen Michael Teleki. trat aber später zum Lehramt über und wurde 17l4 Professor der Philosophie und orienta» tischen Sprachen am reform. Collegium zu Klausenburg, 1718 Professor der Theologie. Auch bekleidete er mehrere höhere Kirchenämter. Im Drucke erschien von ihm die Schrift: „I)o ?ol?tk6i2iuo Feutiuni" (^rsusksi- 1706). Von seinen Söhnen widmeten sich Stephan und Michael auch dem Lehramte und sind
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Volume 10
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Jablonowski-Karolina
Volume
10
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1863
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
524
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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