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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10
Page - 215 -
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Page - 215 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10

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Zwaghi 218 Iwaghi gesetzt. Mit ihm und seinem unvermäl! gebliebenen Bruder, dem Grafen Philipp (geb. 1779, gest. zu Ober-Kindberg in Steiermark 30. Juli 1837), erlosch, wi, schon fmher der Zweig in Como, im Mannsstamme das Geschlecht der I n zaghi. Der Graf war mit Elisabeth Gra> sin Allems (geb. 11. November 1777) seit Mai 1848 verheirathet, doch ist dich Ehe kinderlos geblieben und sein Neffe Friedrich Graf Attems ist sein Uni- versalerbe. Von den Inzaghi's leben nur mehr drei weibliche Sproßen, und zwar drei Schwestern des Grafen Karl, nämlich die Tochter aus erster Ehe des Grafen Johann Nepomuk mit Wal» purgis gebornen Gräfin Dielrichjkein: die Gräfin Maria Uouise (geb. 27. Novem ber 1794). vermalt (seit 18. April 1814) mit Ignaz Reichsgrafen Attems, Witwe seit 17. December 1861, Sternkreuz- Ordens- und Palaftdame Ihrer Majestät der Kaiserin von Oesterreich, und die zwei Töchter aus zweiter Ehe des Grafen Io> hannn Nepomuk mit Aosalia Gräfin Allems (gest. 13. Februar 1841): Grä- sin Maria (geb. 20. August 1799). Stiftsdame in Brunn, und Gräfin ^ MariaAnna (geb. 3. März 1801). Hono- rar»Stiftsdame des weltlichen adeligen Dameninstituts zu Innsbruck. Graher Zeitung 1886, Nr. l i4. — Oester- reich und seine Staatsmänner (Leipzig 1844, Neclam i'uü.. 8».) Bd. I I , S. 67: „Graf Inzaghi". l^ Aus diesem mit „Graf Inzaghi" überschriebenen, drei volle Seiten starken Arti- kel erfährt man nichts als eine Unrichtigkeit, daß nämlich Graf Inzaghi , Nachfolger des Grafen Wi t t rowsky (statt M i t t r o w s k y) in der obersten Hofkanzlerstellc gewesen. Das übrige ist seichtes Geschwätz über Alles andere, nur nicht den Grafen Inzaghi.^ — Acker die WraftnsamiUc Inzaghi. Die Inzaghi sind cin altes lombardisches Adelsgeschlccht, wovon ein Zweig später in der Steiermark sich niedergelassen hat, woher sie auch neben dem Grafentitel den der Freiherren vonKindberg (nach der ihnen, seit etwa 130 Jahren geho« rigen, in Steiermark gelegenen gleichnamigen Herrschaft) führen. Die Inzaghi 's stammen aus Como und einer ihrer Ahnen erscheint schon 1160 unter jenen, welche Kaiser Fried» rich Barbarossa für die treue Anhänglich« keit mit der Gestaltung, den Reichsadler im Wappen zu führen, belohnte. Im Rathe der Visconti bekleideten die Inzaghi die ersten Stellen. Von 1338 wohnten sie beständig in Como, wo sie die Güter Ponzatto- uno Terra di san Tomciso besaßen. Abundus Wta- ria von Inzaghi diente unter den Kaisern Ferdinand I I I . und Leopold I. als Hof' kammerrath und Oberberginspector in Idria und trat durch den Kauf der Herrschaften Kind» berg, Hart und Ober»Lorenzen (19. August 1638) in die Reihen des steiermärkischen Adels. Abundus Mar ia wurde auch zuerst in den Freiherrn' und später von Kaiser Le opold in den Grafenstand erhoben. Des Grafen Abun« dus Mar ia zwei Söhne gründeten zwei Linien, deren eine in Como bereits ganz erlo» scheu ist, die zweite in Steiermark mit dem Grafen Kar l und seinem Bruder Phi l ipp im Mannsstannne erlosch. — Hervorragende Mitglieder der Ityaghi. 1. Anton Graf Inzagh i bekleidete in noch jungen Jahren eine Domherrnstelle inOlmutz und war Propst und Pfarrer bei St. Moriz in Kremster. Als in den Befreiungskriegen die Spitäler mit Kranken und Verwundeten sich füllten, Seu» chen wütheten und viele Hunderte dahinrass« tcn, da war es der junge Graf. der seinem Priesteramte folgend Tage und Nächte an den Betten der Kranken zubrachte, ihnen Trost zu» sprach, sie mit Speise und Trank labte, ihre Wunden verband und sie mit aufopfernder Geduld pflegte. Als die Seuche immer mehr zunahm und ihre Opfer bereits aus der Mitte der Gesunden nahm. ließ er die Warnun» gen, in seinem Eifer der Nächstenliebe sich zu mäßigen, unbeachtet, bis ihn selbst das Nebel erfaßte und nach nur wenigen Tagen im schö< nen Alter von 28 Jahren dahinraffte. ^Ehren» tempel der katholischen Geistlichen (Wien 1845, Jacob Dirnböck. 8".) S. 114.) — 2. Eugen Graf I . (geb. zu Gratz 21. April 1689. gest. zu Maria.Zell t. Jänner 1760). studirte in Gratz, trat in das Beneoictinerstift St. Lambrecht und legte am 21. März 1703 die feierlichen Ordensgelübde ab. In Rom, zur weiteren Ausbildung in das dortige deutsche Collegium gesendet, erwarb er die theologische Doctorwürde. I n sein Kloster zurückgekehrt,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Volume 10
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Jablonowski-Karolina
Volume
10
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1863
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
524
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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