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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10
Page - 229 -
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Page - 229 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Volume 10

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Jörger 229 Zörgcr erloschen, während der eine in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dem in der Biographie des Grafen Franz Anton I . erwähnten Reichshofrathe Johann Quentin auöstarb. VonHeliuhard pflanzen in gera- der Linie dessen Sohn Johann (lebte 1393). Johann's Sohn Helmhard, Helmhard's Sohn Hilleprand (I.) (gest. 1493) das Ge« schlecht in ununterbrochener Folge fort. Hille« prand hatte nur einen Sohn Wolfgang, kais. Feldhauptmann, Landeshauptmann in Oesterreich o. o. Enns und Salzamtmann zu Gnnmden. Wolfgang war seit 1497 mit Dor^llM von Raming vermalt und hatte eilf Kinder: seä)S Söhne und fünf Töchter. Von diesen pflanzten die Söhne Christ oph, Jo- hann und Hil leprand (II.) das Haus in drei Zweigen fort. Alle drei wurden mit ihrer gesummten Descendenz von Kaiser Maximi- lian mit Diplom ääo. Wien 22. August 1370 mit dem Titel Freiherren zu Tol let. Kop- pach und Kreußbach in den Herrenstand erhoben. I I . a) Der jüngeren Linie erster Zweig oderöie Ct)ristllpl)orische Linie. Chri- stoph (geb. 1502, gest. 1278) bildete den ersten Zweig, aber schon seine beiden Söhne Wolfgang und Helmhard bildeten zwei Seitenzweige. Wolfgang's Sohn Helm- hard (gest. um 1623) war ein eifriger An» Hänger der Protestanten. Mit, seinem Sohne Wolf Ludwig, der 1624 Zu Linz in einem Duelle erstochen wurde, erlosch diese Seiten» linie. Helmhard (geb. 1530, gest. 1594). welcher den zweiten Seitenzweig bildete, hatte von drei Frauen fünf Kinder und doch erlosch schon mit feinem Sohne Georg Wilhelm (gest. um 1617) der Mannsstamm dieser Sei» tenlinie, die weiblicher Seits noch in seinen vier Töchtern einige Iahrzehende fortblühte, aber endlich auch mit Anna Mar ia , ver- malten Freiin von Aüber 168? erlosch. — II . I») Der jüngeren Linie Meiler Zu>eig, auch die Sanns von Jörger'sche Linie. Wolf» gang's anderer Sohn Hanns (geb. 1503, gest. um 1553) ist der Stifter des zweiten Zweiges. Sein Sohn Sebastian war mit Naria von AaVmljaupt verwitweten FernLcrger vermalt, aus welcher Ehe nur ein Sohn Johann (Hcenns) d erIüngere(a,eb.i558, gest. 1618) entsprang. Johann der Jüngere war mit seiner Muhme Barbaru, der Tochter seines Vetters Helmhard verheirathet und diese Ehe war mit 13 Kindern, u. z. 8 Söh» nen und 5 Töchtern gesegnet. Von ersteren starben mehrere in der Kindheit. Drei aber, Johann Maximil ian, Johann Tepti- mius und Johann Helfreich pflanzten ihr Geschlecht fort. Der erstere Nedenzweig. der von Iohann Mar imi l ian ausging, erlosch schon mit seiner Tochter Esther Dorothea; — der Mcite, uon Johann Septimiuö gestiftete Nebenzweig erlosch schon in seinen Enkeln. Johann Septimius (aeb. 1394. gest. 1662) wurde von Kaiser Leopold I. 1659 in den Reichsgrafenstand erhoben. 3luü einer zweimaligen Ehe, 1) mit Amm )X'leli- zimia Hofnunin von ölrechau (gest. 1639) und 2) mit Aegiml Freiin von Aadmansd^rjs ver» witweten prmmfalli (gest. 1667) hatte er 12 Kiw der, u. z. ü Söhne und 6 Tochter. Von den Söhnm pflanzte nur Andreas Christian das Geschlecht fort. Aus seiner Ehe mit Aal!',«, rina Frciin uon Ecöecklj hatte er zwei Söhne, deren älterer Maximilian Kar l in der Schlacht gegen die Türken bei Zenta 169? fiel, ohne von seiner Frau Christine, einer gobornen TöKölu Kinder zu hinterlassen. Ebenso blieb des Andreas Christian zweiter Sohn Johann Joseph (gest. 1703), obgleich er zweimal vcr- heirathet war, ohne Descendenz; — der dritte Nebenzweig beginnt mit Johann Hclp reich und dieser war es, welcher am längsten blühte. Johann Helfreich hatte aus einer vier- maligen Ehe nur aus der ersten mit Elisabeth Poll^ena Freiin von Allhan einen Sohn Jo- hann Qnentin, in welchem der Ruhm des Iörger'schen Hauses gipfelt. Johann Quin-. tin (geb. 1624, gest. 1705), welcher mit Diplom vom 9. August 1659 in den Neichsgrafenstand erhoben wurde, hatte zwei Frauen, 1) Marin Anna Freiin von Aönigsöerg und 2) Naria Aosalia Gräfin von l?osenstciu. Aus beiden Ehen Zusammen hatte er 15 Kinder, und zwar aus der ersten zwei Söhne: Johann Peter (aeb. 1636, ermordet 1680) und Johann Chri- stoph Ghrenreich (geb. 1668, gefallen g^cn die Türken im Felde 1691); aus der zweiten Ehe 13 Kinder, u. z. 6 Söhne und 7 Töchter. Von ersteren erlangten nur drei ein höheres Alter. u. z. Johann Joseph, Franz Anton und Johann Kar l . Johann Joseph (gest. zu Wien 3. April 1739) hatte aus seiner Ehe mit Maria Iuliana von ölulk'Berg ver- witweten uon Ludmunnsdorf vier Kinder, von denen nur zwei Töchter ein höheres Alter erreichten; Johann Karl siel gegen die Tür» ken in Ungarn im Jahre 1696, und Franz Anton Dominik s^iehe dessen besondere Biographie S.227) wurde General der Caval. lerie, und mit seinem Sohne Johann .Ruen-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Volume 10
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Jablonowski-Karolina
Volume
10
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1863
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
524
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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