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Zordanßky 268 Zosch
Akademie, spater Domherr deS Graner
Metropolitancapitels und zuletzt am
28. Februar 1830 Weihbischof von
Tinninie. mit welcher Würde zugleich er
mehrere Ehrenamter bekleidete. Am
29. September 1839 feierte er zu Maria«
Zell in Steiermark die Secundiz. Ior»
danßky war ein gelehrter, besonders in
der Theologie und Kirchengeschichte
gründlich unterrichteter Kirchenfürst, ein
ausgezeichneter Redner, der bei seinen
Vorträgen in jeder Gemeinde sich der in
derselben gangbaren Sprache bediente.
Im Jahre 1837 unternahm er eine
Reise nach Rom und knüpfte daselbst
mit mehreren Theologen eine gelehrte
Korrespondenz an. I . förderte die Wissen»
schaft mit allen ihm zu Gebote stehenden
Mitteln, er besaß eine reiche und werth»
volle Bibttothek. ließ auf seine Kosten
viele Werke in lateinischer, deutscher, ma-
gyarischer und slavischer Sprache drucken,
die Karte der Graner Erzdiöcese stechen
und trug einen großen Theil der Kosten
des Werkes „Denkwürdigkeiten des Lebens
des Kaisers und Königs Franz I., welches
mit prachtigen Kupferstichen ausgestattet,
in lateinischer und deutscher Sprache
erschien. Er selbst gab viele Schriften in
lateinischer, deutscher, magyarischer,
slavischer und französischer Sprache her-
aus; leider, da sie anonym erschienen sind,
gelang es mir nicht, mit Ausnahme der
folgenden, ihre Titel ausfindig zu
machen; diese sind: „vs Has?-ssi ab/u-
sa?« (Oran 1822); — »Si
4".). Er starb, bis zu seinem Tode die
volle Frische des Geistes bewahrend, im
Alter von 73 Jahren.
Der Adler (politisches Blatt in Wien. 4«.).
herausgegeben von Groß.Hoff in g er, <840,
S.481: „Nekrolog". Iosch, Eduard Rittrr von (Bota-
niker und Landesgerichts.Präsi»
dentinLaibach, geb. zu Schwadors in
Oesterreich unter der EnnS am 28. Juli
1799). Sein Vater Christoph war
Verwalter der früher reichsfürstlich
Paffau'schen, später k. k. StaatSherrschaft
Schwadorf. Der Sohn besuchte daS
Gymnasium des Prämonftratenserstiftes
Neureisch, später jeneS der Plansten zu
Nikolsburg. hörte Philosophie und die
Rechtswissenschaften zu Wien. Im Jahre
1821 trat er bei dem Clvilfenate des
Wiener Magistrates als Auscultant ein.
Der italienischen Sprache vollkommen
mächtig kam er im April 1826 als Raths«
Protokollift zum k. k. Provinzial'Tribu.
nale nach Verona, im November 1327
in gleicher Eigenschaft zum obersten Ge«
richtshofe ebenda und wurde im Mai
1829 Rath des Provinzial-Tribunals
daselbst. Im Frühjahr 1837 rückte er
zum Appellationsrath in Klagenfurt vor.
In Folge der GerichtSorganisation vom
Jahre 1330 wurde I . Senatspräsident
des neuen Landesgerichts zu Klagenfurt,
im März 1834 aber Präsident deS 3an>
deSgerichtS in Laibach, welche Stelle er
zur Zeit bekleidet. Wahrend seines viel-
jährigen Aufenthaltes in Klagenfurt
nahm I . thätigen Antheil an den ver>
schied.enen, das Wohl und den Fortschritt
der Stadt bezweckenden Einrichtungen.
Er ist Mitstifter der kärntnerischen Spar»
cafse und war mehrere Jahre Director
derselben, ist einer der Gründer des natur-
historischen Museums daselbst, wurde im
Jahre nach Begründung der Taubstum«
mmschule in Klagenfurt Director der«
selben und blieb eS bis zu seinem Ab«
gange nach Laibach. Die Muße seines
Berufes widmet I . wissenschaftlichen Ar«
beiten, vornehmlich der Botanik. Außer
einer in der W agner'schen „Zeitschrift
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon