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JoVanovii 284 Jovanovis
daß I . nur seinen Namen dazu hergegeben
habe. Später veranstaltete er die Heraus»
gäbe des Werkes: „8rb2ks svomouika" mit
Lithographien der serbischen Könige, Köni<
ginen und Fürsten mit turzen Lebensstizzen.
Als die „Daguerreotypie, Photographie und
Stereoskopie ihren Einfluß in der Kunst gel»
teno zu machen begannen. hätte I . , Einer
der Ersten, ihnen seine volle Aufmerksamkeit
und mit Erfolg zugewendet. Nacb allem
diesem wäre also Iovanov io . der seine
künstlerische Ausbildung vollständig in Wien
erhalten, zunächst berufen, auf die Geschmacks»
richtung feines Voltes, das in der Kunst
noch auf sehr tiefer Stufe steht, wesentlich
und veredelnd einzuwirken, ^uöuh'e
, slovnik uinMQilcak
k, d. i. Lexiton der südslavischen
Künstler (Agram 1838. L.Gaj. gr. 8«.) S. 424
bis 127. — Porträt. Unterschrift: ^.nas
^ovHQvvio LUIull i litoZlkl. 8. ä. ^l. t
stoulli» (4<>. u. 8".. in Wien).^ — 2. Anatol
I . , ein einflußreicher Serbe, der im Jahre 1348
Mitglied jener serbischen Deputation war, die.
den Patriarchen Rajaöiä an der Spitze, am
19. Juni in Innsbruck in Angelegenheiten
ihrer Nation Audienz bei Kaiser Ferdinand
hatte. — 3. Demeter I . war im Jahre 1848
Archivar beim Magistrate in Ofen. Als mit
der wachsenden Revolution auch die Gewalt»
thätigkeiten zunahmen, entsetzte Kossuth den
töniglichm Rath und Oberaufseher der rumä»
nischen und serbischen Schulen, Eugen Gjur»
kovits, seines Amtes und verlieh dasselbe
dem Demeter Iovanovi«. — 4. Eugen I.,
ein österreichisch'serbischer Bischof und wie
Anato l sNr. 2) Mitglied der schon erwähn»
ten Deputation, welche in Angelegenheiten
Serbiens, den Patriarchen Rajaöio an der
Spitze. Audienz beim Kaiser Ferdinand in
Innsbruck hatte. — 3. Isaac I . , ein serbi<
scher Parteigänger des Jahres 1848, der unter
dem Oberbefehle des Serbenführers Zacha-
rias Iovanov iä ^Nr. 10) stand und im
Juni 1848 in der Baczka das Lager der
Serben bei Curug gegen die Ungarn verthei»
digte. Im Kampfe bei Iarkowecz (l6. De»
cember 1848), in dessen Schilderungen eines
I . Iovanov iv Erwähnung geschah, scheint
er es gewesen zu sein, der die Arriöregarde des
von Sup l ikau befehligten Serbencorps
führte. — 6. Peter (I.) I . , Serbenführer
im Jahre 1348. gebürtig aus Syrmien, dem
im Jahre 1848 die Vertheidigung des befestig«
ten Serbenlagers bei Turie unweit von Szent» Tämas anvertraut war; unter ihm standen
die Führer Big a und Bosniä. Am 17. Au>
gust 1848 übersielen die Ungarn das Lager.
daS nur vierthalbhundert Mann Grenzer und
einige Hundert Mann aufgebotenen Landsturm
mit 5 Geschützen zählte, von denen das
stärkste 3pfündig war. Die Ungarn zählten
an 8000 Mann und s (nach Anderen 12)
Geschütze. Peter I . vertheidigte das Lager,
mit Heldenmuth und leistete solange Wider»
stand, bis ihm Dadinow eine Abtheilung
Czajkisten als Verstärkung zuführte, worauf er
die Ungarn zurücktrieb, und ihnen die Brücke
nahm, welche sie über den Franzenscanal
erbaut hatten. I n der Schlacht bei Iartowecz
(16. December 1848) führte er die Avantgarde
des von Supl ikaä befehligten Serbencorps
und that sich glänzend hervor. Auch bei Karlo»
wicz zeichnete cr sich später rühmlich aus. Es
ist wohl der nämliche Peter Iovanov ics ,
der mit dem Orden der eisernen Krone 3. Classe
und mit dem Militär»Verdienstkreuze aus»
gezeichnet, als Major in Pension lebt. —
7. Ein anderer Peter (II.) I ovanov io
ist der in diesem Lexikon bereits als I o anno»
oics aufgeführte Erzdischof von Belgrad ssiehe
d. S. 22t). — 8. Sava I . (geb. in Sombor
um das Jahr l820. gest. am 7. Jänner 1830).
Im Juli 1849 begann er zu Semlin die
Herausgabe des serbischen regierungsfreund'
lichen Blattes „ro-oruik«, d. i. Der Beob.
achter, welches gegen die zwei Oppositions»
blätter „Naxl-säak« ^ o „V65wik" auftrat.
Ein frühzeitiger Tod entriß der Regierung
und seinem Voltsstamme einen einsichtsvollen
Vertreter der wahren, das Nationalwohl för«
dernden Interessen. — 9. Vasil. I , gleichfalls
serbischer Führer, der in der Schlacht bei
Elemir (12. September 1848), nachdem der
Serbenführer Agi6 von den Ungarn war
geschlagen worden, aus Komorn mit einer
Hilfstruppe herbeigeeilt war. — 10. Hacha-
rias (geb. zu Mosorin im Czajkistenbezirke
um das Jahr 1810, gest. zu Wien im Novem-
ber 1830), gemeiniglich unter dem Namen Cica
bekannt, einer der berühmtesten Serbenführer,
der früher in kaiserlichen Diensten, gestanden,
dieselben aber, als sich im Jahre 1848 die
Serben gegen die Ungarn erhoben, verließ und
zu den Seinigen eilte. Dort leitete er die
Nationalbewaffnung, besetzte die sogenannten
römischen Wälle und schaffte Geschütz herbei.
Als in den Psingsttagen 1848 Hrabowsty
Karlowitz stürmte und der ungarische General
Zahn gegen Ci ca heranrückte, der bei Iarek
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon