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Jovanovie 288 Iowitsch
im verschanzten Lager den Gegner erwartete,
warf sich Cica auf das ungarische CorpS und
schlug e6 zurĂĽck. Ohne eine andere Waffe. nui
zwei Pistolen im GĂĽrtel, im Ciuilgewande
und einem Fez auf dem Kopfe, stand I . an oei
Spitze der Seinigen. Der Krieg hatte ihm lein,
Rosen gebracht, er hatte sein ganzes Vermögen
verloren; lebte dann in DĂĽrftigkeit einige Zei
in Titl. später in Wien. wo er im Spitale in
Noth und Armuth sein junges Dasein endete.
Iovauoviö, Peter, siehe auch: Iollll
iwvics, Peter (S.
viö, Baron, siehe: Iowitsch, Spi
ridion ften Folgenden, unten in den
Quellens
Iowitsch, Spiridion (Schriftstel-
ler, geb. zu Petrini a in der Militär
grenze 1804. gest. zu Wien 46. Iun
l836). Sein Vater. Officier in einem
Grenz-Regimente, gab den Sohn, als er
12 Jahre alt war. in ein Militär-Institut.
in welchem er neben den militärischen
Gegenständen auch die unteren lateinischen
Schulen beendete. Als er aus der Anstalt
trat, kam Sp iridipn zur k. k. Militär«
Baudirection nach Winkovce, wo er
6 Jahre unentgeltlich diente. Als er eben
daran war. in eine besoldete Anstellung
zu treten, wurde das Amt aufgehoben.
Ungeachtet der Vater eine groĂźe Familie
und fast gar keine Mittel besaĂź, schickte er
doch den Sohn nach Wien, damit er dort
seine Studien beende, was auch unter
groĂźen Entbehrungen geschah. Endlich
fand er im Jahre 1830 wieder bei der
k. k. Hofkriegsbuchhaltung Aufnahme.
Nachdem er auch da mehrere Jahre un>
entgeltlich gedient, wurde er an eben
dem Tage mit Besoldung angestellt, an
welchem er nach lßjährigen Kämpfen um
Amt und Gehalt in der BlĂĽthe stineS
Lebens, 31 Jahre alt, nach längerem
Leiden starb. Schon während seines Auf-
entHaltes in Winkovce hatte er unter
dem EinstuĂźe des geistvollen Professors Eugen Wessely die MuĂźestunden der
Beschäftigung mit der schönen Literatur
zugewendet, und sie war es, die ihn fĂĽr
die mannigfachen Entbehrungen des wirk«
lichen Lebens einigermaßen entschädigte.
Vornehmlich arbeitete er für EberS«
berg'sFeierstunden undZuschauer.
in welchen mehrere Aufsätze culturhistori«
schen und erzählenden Inhalts erschienen
find, als in ersterem: «Patriarchalisches
Leben in der Militärgrenze" (1334,
S. 933)-, — „El-Ben" (1833. Nr.
3l-33), — „Das Gelübde" (ebd.
Nr. 33); — „Pracht und Eigenheiten
der Feste der Vorzeit" (Nr. 31): >- im
Zuschauer: „Versöhnungsfest in Mon-
tenegro" (1836. Nr. 4—8); — „Die
Verirrung" (Nr. 76—78) u. a.; - selbst,
ständig aber gab er das Werkchen:
„Othullgraphi5che5 Gemälde der slallenischm
NMitärgrenp" (Wien 1833) heraus, worin
er in anziehender Weise die Ergebnisse
eigener Anschauungen und feiner Beob«
achtungsgabe ĂĽber einen wenig gekannten
Theil der österreichischen Monarchie
schildert. I n seinem Nachlasse befand
sich eine Sammlung serbischer Volks«
lieder.
Feierstunden für Freunde der Kunst. Wissen»
schaft und Literatur, herausgegeben von I . S.
Ebersberg (Wien. 8<>.) Jahrg. 1833, in
der Beilage „Blätter zur Uebung des Scharf»
sinnS u. s. w.", Nr. 13. — Zuschauer,
herausg. von Ebendemselben (Wien 1836).
1836, S. 779 und 1293. — Ein Iowitsch,
oder wie er auch geschrieben wird, I ou iä ,
Baron und k. k. General»Major, kämpfte im
Jahre 1848 im Armeecorps des Generals
Hrabowsty gegen die Serbenin der Naczta.
Später übernahm er das Commando der
Festung Esseg; nachdem er längere Zeit eine
zweideutige Rolle gespielt, schlug er sich zuletzt
doch auf die Seite der Ungarn und ĂĽbergab
denselben am 22. zOcrober 1848 die Festung
Esseg, wodurch den Ungarn der Uebergang
über die Dräu frei» und überhaupt ganz Sla»
vonien in ihre Macht gegeben war. Aber auch
die Ungarn hatten tein Vertrauen zu Iowitsch
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon