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Hurksvich 326 Zurkovich
stellcr'Zerikon (Vreslau 1856 u. f.. W. G.
Korn. 8".) Heft 4, S. 59. — Der uaterlän
dischePilg er, herausgegeben von Iurend e
(Brünn. 8».) Jahrgang 1848. S. 71—78:
Biographie lmit Iurende'c Porträts —
Oesterreichische National«Cncyklopa'
die von Gräfferund Czikann (Wien 1833,
8".) Bo. I I I , S. 121.
Iltt'kovich, Paul Freiherr von
(Hauptmann und Ritter deS Maria
Theresien'OrdenS. geb. zu Ver lag im
Ottoöaner Grenzbezirke im Jahre 1812).
Trat als Gemeiner am 1. November 1830
in das Ottoäaner 2. Grenz «Regiment,
in welchem er innerhalb 17jahriger
Dienstzeit am 16. Jänner 1848 bis zum
Feldwebel vorgerĂĽckt war. Am 16. Sep<
tember 1848 wurde er fĂĽr die im Felde
bewiesene Tapferkeit zum Lieutenant, im
Juni 1849 zum Oberlieutenant befördert,
und ist zur Zeit Hauptmann im 3. (Karl»
stadter) Militär- Grenz-Infanterie-Regi-
mente. Im ungarischen Kriege 1848/49
erfocht er sich das Ritterkreuz des Maria
Theresien-Ordens. DaS 1. Bataillon des
Ottoöaner Regiments war in der Bri»
gade Rasti6 in dem vom Ban befehlig--
ten Corps eingetheilt. Am 4. April 1849
wurde die Brigade mit großer Ueber«
macht von den Ungarn angegriffen.
Iurkovich befand sich bei der Plankler«
kette und war dem mörderischen Feuer
einer gut bedienten feindlichen Batterie
ausgesetzt. Schnell hatte er den EntschluĂź
gefaĂźt, die sowohl ihm wie der Brigade
so gefährliche Batterie mit Sturm zu
nehmen. Mit seinen an sich geschlossenen
Planklern drang er nun auf die GeschĂĽtze
ein, jagte die Bedienungsmannschaft
theils in die Flucht, theils hieb er sie
nieder. Ungeachtet er bei diesem Kampfe
schwer verwun.detwlirde, fetzte er doch den
Fliehenden auf einer beträchtlichenStrecke
nach und kehrte mit seiner Beute, einer
Batterie von 6 Kanonen, 1 Haubitze und 1 Mumtionskarren, zur Brigade zurĂĽck.
I . wurde in der 153. Promotion (vom
29. Juli 1849) mit dem Maria Theresien-
Orden ausgezeichnet und den Statuten
zu Folge mit Diplom vom 23. Mai 1830
in den Freiherrnstand erhoben.
Hirtenfeld (I.), Der WilitärMaria There«
sien'Orden und seine Mitglieder (Wien 1857,
Staatsdmcketti. 4°.) S. 1671 und 1732. —
Oesterrei chischeS Mil i tär< Konversa«
tions.Lerikon (Wien 1830 u. f., gr. 8«)
Bd. I I I , S. 412. — Freiherrnstande'
Diplom vom 22. Mai 1830. — Wappen.
Ein von Noth, Blau und Silber halb in die
Länge und quergetheilter Schild. Im obern
rechten rothen Felde auf am untern FuĂźrande sich
erhebendem grĂĽnen Nasen eine aus Quaderstei-
nen gebaute Arena. Im obern linken blauen
Felde gleichfalls auf grĂĽnem Grunde eine aus
Backsteinen errichtete und an den Ecken mit
Quadersteinen versehene Bastion. In der un-
tern silbernen Schiloeöhälfte erscheinen sechs
Kanonen und eine Haubitze schrägrechts über»
einander gestellt. Auf dem Schilde ruht die
Freiherrnkrone, auf welcher ein in's Visir ge',
stellter gekrönter Turnierhelm sich erhebt. Die
Helmkrone trägt einen braun bekleideten, mit
einem gelben Aufschlage versehenen, auf den
Ellbogen gestützten Arm, welcher einen blan»
ton langen Säbel am goldenen Gefäße zum
Streiche emporhält. Die Helmdecken sind rechts
roth, links blau, auf beiden Seitrn mit Silber
unterlegt. — Noch sind folgende Personen dieses
Namens bemerkenswert!): Johann Baptist
I . (gest. zu Wien 19. August 1?24). Priester
der Gesellschaft Jesu, welcher im Jahre 1692
zu Kaschau das Lehramt versah und im Jahre
1715 Regens des Pazmannischen Collegiumö
in Wien wurde. Er war lateinischer Poet
und gab heraus.- „8optsm ksroos HunFariHo
totläsiu, paättikttL eVl6dra,tTb" (Ivasokau
1692, 8».). s^aeLST- <Voü. ^e?.^, 8orivto.
rs8 xroviuoias ^.ustriaeas soaistatis ^S8u
(Viounas 6t Nktiäb. 1868, k6x. s".) p. 163.) —
I . Iurkooiä , Zeitgenosse, ist schöngeistiger
croatischer Schriftsteller, von dessen bisher zer<
streut gedruckten Schriften ein Band unter dem
Titel: „Vvdor 26 2918uv ^. ^m-koviöo. vi l
prvui", d. i. Auswahl aus den Schriften des
I. Iurkoui l l (Agram 1862. 8".) erschien.
Dieselbe enthält vier Erzählungen, in denen die
Fachkritik ein nicht gewöhnliches Talent aner»
kennt. ^lllkL (Pragerc-echisch.Journal) 1862,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon