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32? Just
Nr. 46. im Feuilleton.) — Ianko Iu rkou i 6,
auch Iurkovich (illyr. Schriftsteller, geb. zu
Posega, einer kön.FreistadtinSlavonien,l827).
Widmete sich nach beendeten Studien dem
Lehrcnnte und ist zur Zeit Lehrer am Gymna
sium zu Esseg. Nußer gedruckten Erzählungen
und mehreren zerstreuten Aufsätzen verschiede
nen Inhaltes in den Zeitschriften: vanica,
5lov<m und KatoNcki list erschien von ihm:
I'ri lipe. I?r6^'a", d. i. Drei Linden. Eine
Erzählung (2. Aufl., Agram 1861); auch hat
er sich als Ueberscher aus dem Französischen,
Englischen und Russischen bekannt gemacht.
Von seinen Uebersetzungen sind zu nennen
aus dem Russischen: Gogol's „spomon
HsänoFa. luä^aka", d. i. Erinnerungen eines
Dummkopfs; — aus dem Französischen der
George Sany: „Vi-a^a, dara", d. i. Der
Teufels'Sumpf, und aus dem Englischen:
Dichtungen. Noch ungedruckt ist seine Ueber»
setzung der Tragödie von Racine „^.talya.".
^Ilirska Oitanka. 2a 301-1^0 Cimng.2^6,
d. i. Illyrisches Lesebuch für das Obergym«
nasium (Wien 1800). Bd. I I , S. 423.)
Just, Karl (Sänger, geb. zuVre s«
lau 21. December 1808. gest. zu Wien
4. April 1864). Sein Vater war Souf-
steur in Breslau. und Karl wie sein
Bruder AugustWilhelm ss. d. weiter
unttt^ wuchsen so zu sagen beim Theater
auf. Später kam der Vater nach Berlin
und dort beendete der Sohn das Gym»
nasium. Die Verhältnisse gestatteten es
ihm nicht, die Studien fortzusetzen, und
da Karl eine schöne Baßstimme besaß,
erhielt er beim Cerf'schen Theater in
Berlin eine Stelle als Chorbaß. Als
eines Tages bei der Probe der „Weißen
Frau" der Bassist, welcher die Rolle des
Gavesion sang, erkrankte und es nahe
daran war, daß die Oper zurückgelegt
wurde, bot sich Just an, die Partie zu
singen. Mit einigem Widerstreben ließ
man ihn gewähren und I . entledigte sich
seiner Aufgabe mit solchem Glücke, daß
er in Zukunft erste Partien sang. Als
Duport, welcher in jener Zeit das Hof»
Operntheater in Wien dirigirte, Just singen gehört, lud er ihn ein nach Wien
zu kommen, und am 3. September 1831
debutirte Just als Gaveston in der
„Weißen Frau" und mit solchem Erfolge,
daß er engagirt wurde. Von dieser Zeit
bisOctober 1860 blieb I . ununterbrochen
im Verbände deS Wiener Hof-Opern«
theaters, und zwar seit 1848 als Regisseur
desselben. Am 10. October 1860 trat er
zum letzten Male als Bartolo in der
„Hochzeit des Figaro" auf. Nur wenige
Monate genoß er den Ruhestand. Ein
anfangs ungefährliches Uebel nahm durch
eine ihm widerfahrene Kränkung tödt-
lichen Charakter an. In komischen Par-»
tien war I . vortrefflich und außer den
genannten zählten Sarastro in der
„Zauberfiöte", Kaspar im „Freischütz",
Masetto in „Don Juan", Van Belt
in „Czar und Zimmermann", Bloch im
„Fest der Handwerker", Don Griletto
in der „Opernprobe", Dulcamara im
„Liebestrank", Cajus in den „Lustigen
Weibern von Windsor" u. a. zu seinen
besten Rollen. Uebrigens war er auch in
ernsten Partien viel beschäftigt und sein
Nepertoir umfaßte nahezu an 100 Rollen.
Als Regisseur, als welcher er noch
immer einige Partien beibehalten hatte,
war er durch seinen Sinn für Kunst und
sein richtiges Verständniß der zu lösenden
Aufgabe mit Erfolg thätig gewesen. —
Sein Bruder. August Wilhelm (gest. zu
Wien 17. Juli 1839), war Coinparsm-
inspicient des Hofburg-Theaters in Wien.
Laube hatte vor Jahren für ihn in
Breslau die parodische Posse „Zagamni"
geschrieben, in welcher er die Titelrolle
spielte und sich als Violinvirtuos pro«
ducirte. Später ging Just nach Wien
und wurde Mitglied des Theaters an der
Wien. Als aber Laube die Direction
des Hofburg'Thealers übernahm, stellte
er I . als Comparseninspicient an, als
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon