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kaim 338 Kainerjwrfer
28. Juni, rĂĽhmlich hervor. Im December
g. I . zum General-Major befördert, be«
fehligte er eine Brigade in der Rhein«
armee und fĂĽhrte m der Schlacht bei
WĂĽrzburg (3. September 1796) und bei
Kehl (1797) mit Bravour die Grenadiere.
Im Februar 1797 rĂĽckte er zum Feld-
marschall-Lieutmant vor. Nun kam er zur
Armee inItalien, wo er eine schöne Waf»
fenthat um die andere vollbrachte. Bei
Verona 1799 wurde er verwundet, bei
Magnano rĂĽhmte Feldzeugmeister Kray
öffentlich seine Unerschrockenheit', am
40. Mai nahm er Pizzighetone. Während
Souwaro w gegen die Trebiadem Gene»
ral Macdonald entgegen ging, ĂĽberlieĂź
erKaim die Belagerung der Citadelle
von Turin mit folgendem Billet: „Mein
lieber General Ka im, ich gehe nach
Piacenza ab; ich will Macdonald schla.
gen, nehmen sie schleunigst die Citadelle
von Turin, damit ich das l^?6 veuin vor
ihm singe". Und wahrend Souwarow
am 17.. 18. und 19. Juni über M a cd o»
nald siegte, zwang Kaim die Citadelle
von Turin zur Kapitulation (20. Juni).
Nun zum Commandanten eines Obser»
vationscorpS in der Lombardei ernannt,
bestand er am 8. April 1300 siegreich daS
Gefecht am Mont Cenis und machte
8 Ofsiciere und 300 Mann zu Gefan-
genen und 16 Kanonen Beute. Nock
fockt er in der mörderischen Schlacht am
Mincio, 23. December 1800, und gab
auch da, wie so oft schon, Proben seiner
persönlichen Tapferkeit, aber hier kostete
es ihm das Leben. I n der Schlacht todt-
tich getroffen, erlag der 70jährige Held
in wenigen Wochen seiner Wunde.
Born schein sAdolph), Oesterreichischer Corne«
lius Nepos oder Leben, Thaten und Cbarak«
terzüge österreichischer Feldherren (Wien 1812.
l>l. 8°.) S. 116. — Oesterreichisches M i .
l i tär»Konversations«3erikon, heraus«
gegeben von I . Hirtenfeld (Wien 4850 u. f.. gr. 80.) Bd. H l , S. 418. - Hir ienfeld
(I.). Der MilitärMaria Theresien<Orden und
seine Mitglieder (Wien 1837, Staatsdruckerei,
4<>.) S. 333 M r erscheint er als Keim, in
dem von demselben Autor herausgegebenen
„Militär<Konversations'3enkon", wie auch in
den übrigen Quellen als Kaim). — Schels,
Oesterreichische militärische Zeitschrift (Wien,
8°.) Jahrg. <843. S. 73. 302. — Ein Ignaz
Kaim von Kaimthal (geb. zu Steyer in
Oberösterreich im I . 1779) trat am 6. August
1796 im Infanterie'Regimente Stein Nr. 50
in die kaiserliche Armee, wurde am 1. Juli
1799 Fähnrich im InfanterwRegimente Bent»
heim Nr. 9, und
stufenweise
vorrĂĽckend, am
24. October 1813 Hauptmann im Regimente.
Er hat die FeldzĂĽge 1796. 1797. 1799. 18li0.
1803. 1813 und 1814 mitgemacht und oft
Proben seines Muthes und seiner Tapferkeit
gegeben; insbesondere aber sich im Treffen bei
Biber ach (9. Mai 1800) ausgezeichnet, in
welchem er mit einer Abtheilung Freiwilligen
die zwei Fahnen des Leibbataillons aus der
Gefahr, in Feindeshände zu gerathen, gerettet
hat. Nach 31 zurĂĽckgelegten Dienstjahren wurde
er in Anbetracht seiner im Feld» und Friedens»
dienste erworbenen Verdienste im Jahre 1828
in den Adelstand mit dem Prädicate von
Kaimthal erhoben. sAdelstan ds « Di<
plom vom 23. October 1828. — Wappen.
Blau und roth in die Länge getheilter Schild
mit roth und blau in die Länge getheiltem
Schildeshaupt. Im letzteren im rechten rothen
Felde ein geharnischter Arm mit bloĂźem
Sälwerte in der Hand; im linken blauen
Felde ein eiserner Harnisch. Der rechts blau
und links roth in die Länge getheilte Schild
ist mit einem silbernen Sparren belegt; rechts
im blauen Felde sind drei zusammengebundene
goldene Aehren: links im rothen Felde zwei
aufgewundene weiĂźe Fahnen (Erinnerung an
seine Waffenthat bei Biberach), zwischen dem
Spanen mitten auf der Theilungslinie beider
Felder schwebt ein goldener Stern. Auf dem
Schilde ruht ein rechtsgekehrter gekrönter Tur«
nierhelm, aus dessen Krone drei wallende
StrauĂźenfedern, eine silberne zwischen einer
rechten rochen und linken blauen, hervorwach»
sen. Die Helmdecken sind rechts roth. links
blau. auf beiden Seiten mit Silber unter«
legt.)
Kainerstorfer, Johann Mathias
(Tondichter, geb. zu Kirchdorf im
Traunkreise 2. Februar 1778, gest. zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon