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Mllay 396 Aalliwodü
bungen. Von Iacod Fercnczy und Joseph
Danie l i t (Pesth t836. Gustav Emich, 8".)
S. 234. —PesterLloyd (politisches Blatt,
Fol.) l86l, Nr. 220 und 283. — Ein Eugen
Kal lay, stammt aus einer alten, weitver«
zweigten und in der ungarischen Geschichte öftcr
genannten Adelsfamilie. Schon im Landtage
des Jahres 1843 und 1844 war er Mitglied
der ungarischen Ständctafcl, und zwar zweiter
Abgeordneter des Csanader Comitates. Der
geistvolle Verfasser der „Neuen Croquis aus
Ungarn" schreibt über ihn: E. K. ist ein „Freund
der Freiheit und Ordnung, die er mit vielem
Talente zu verfechten versteht. Er und Perczel
bilden allein die äußerste Linke bei der unga»
rischen Siändetafel. Die Opposition ärgert sich,
daß es liberale Menschen gibt, die an die Dog»
men und die Unfehlbarkeit der Comitatc und
der gegenwärtigen Opposition nicht glauben
wollen..." Auch auf dem 6lger Landtage
war K^l lay Mitglied des Abgeordnetenhau«
ses, und zwar im Wahlbezirke Nädudvar des
Czabolcser Comitates gewählt, ohne jedoch
besonders bemerkbar hervorgetreten zu sein,
es wäre denn, daß er in der denkwürdigen
Adreßd eb atte ^vergleiche darüber die Bio-
graphie von Paul I l im bor. S. V0d. Bds.^I
mit der Beschlußpartei stimmte, und als poli»
tischer Arzt den Ausspruch that, „daß Oester«
reich der Altersschwäche entgegengehe, die man
schwer verhindern könne und zu verhindern
gar nicht die Absicht habe!" Ein Trost bleibt
Oesterreich noch immer. Herr Eugen Kal lay
meinte nur: daß man dieses Uebel schwer
verhindern könne. Also die Möglichkeit es zu
verhindern, bleibt dem Kaiserstaate noch. Vor
der Hand ist aber das Uebel noch nicht da.
lDer ungarische Reichstag 186l (Pesth
1861, Carl Osterlamm. 8<>.) Bd. I, S. 351.^Z
— Elisabeth Käl lay, welche zur näm<
lichen Familie gehört, war die Gemalin des
Freiherrn Nikolaus Ios ika, von der er
später sich scheiden ließ (vergleiche: I6s ika,
Nikolaus, S. 2?1 d Bds.). ^Neue Croquis
aus Ungarn (Leipzig l844, I . B. Hirsch«
feld, kl. 8".) Bd. I I , S. 24ö. — Leuitsch'
nigg (Heinrich Ritter von), Kossuth und seine
Bannerschaft. Silhouetten aus dem Nachmärz
in Ungarn (Pesth 1850. Hcckenast, 6«.) Bd. I I ,
S. 193. — ^VaFz, ^/vckii^, Hl23?2,i'or522F csalä'
ciai osiNsrskIc«! 6» leL-nimaxäLi tHbläkkal,
d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pcsth 1836, Moriz R6th, 8".)
Bd. VI , S. 26—40 (mit ausführlichen genea«
logisch'historischen Nachrichten über die Fami' lic Kallay und mit Abbildung ihres Wappens,
das gewiß zu den eigenthümlichsten in der
Heraldik gehört). — I^add kor i iLmsrs-
tolc tilra, d. i. Neues ungarisches Conversa«
tions.Lexikon (Pesth 1832, Hectcnast, Ler. 8".)
Bd. IV, S. 377.1
Klllliwodll, Johann Wenzel (Ton.
dichter, geb. zu Prag 21. Februar
1801). Kam, nachdem er bereits im
Elternhause in der Musik unterrichtet
worden war, im Alter von 19 Jahren in
das Conservatorium der Musik zu Prag,
wo er durch 6 Jahre seine musikalische
Ausbildung erhielt. Nun wurde er als
Violinspieler Mitglied des Prager Thea-
terorchesterS, und wahrend seines 6jahri>
gen Dienstes an demselben vervollkomm»
nete er sich im Violinspiele so sehr daß
er im Jahre 1822 die erste Kunstreise
und zwar nach München unternehmen
konnte, wo er eine sehr freundliche Auf»
nähme fand. Hier lernte ihn der kunft.
sinnige musikliebende Karl Egon Fürst
von Fürftenberg j M . V, S. 22^
kennen, welcher ihn zu seinem Capell»
meister in Donaueschingen ernannte. Seit
1822 ist er auf diesem Posten thätig, hat
mehrere ehrenvolle Anträge ausgeschlagen,
aber von Zeit zu Zeit Kunstreisen, nament«
lich nach Leipzig, unternommen. Als Com«
positeur, als welcher er schon im Jahre
182ö mit der ersten gedruckten Com«
Position in die Oeffentlichkeit trat, war K.
ungemein fruchtbar und im Jahre 1861
war die letzte Opuszahl seiner Com»
Positionen 226. Weiter unten folgt das
Verzeichniß seiner Com Positionen insoweit
vollständig, als es mir möglich gewesen,
es aus den Catalogen zusammenzustellen.
Dieselben bestehen in allerlei Unterhal.
tungsstücken für das Pianoforte allein und
mit der Violine, unter welchen von beiden
Arten auch schon einige bedeutendere sind
aus Concertwerken für die Violine, die,
wie verschieden sie auch benannt sind,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon