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Kailiwoda 400 Kalmar
bievon Gräfferund Czikann(Wien 1833,
8".) Bd. V I , S. 807 snennt ihn Johann
Wilhelm und gibt daS Jahr 1793 als Ge-
burtsjahr an). — Brockhaus' Conversations'
Lexikon. 10. Aufl. Bd. VI I I , S. 577. —
I>nbli6s par 2151. ^irmiu Niäot li-öres,
80U8 Ia 6ireetion äe 1^1. Is Dr. Hosle
(?2ri5 1838, s°.) ?oms XXVII, p. 391 n^ach
dieser geb. 1800). — Wigand's Conversa
tionS'Lerikon (Leipzig 1848, O. Wigand, 8".)
Bd. VII , S. 314 snach diesem geb. im Jahre
1808). — Prager Morgenpoft (polit.
Blatt) 1858. Nr. 185 snach diesem geboren
21. März 180N).
III. Porträte. 1) G.Schlick lithoqr. (Leipzig.
Peters, Fol.). — 2) Amsterdam. Theune u.
Comp., Fol., Lithographie
IV. Urtheile über Kalliwoda deu Künstler.
G. W. Fink in der „Musik-Zeitung" schreibt
über K.: „Am höchsten steht Kall iwoda
offenbar im Höchsten der Instrumentalmusik,
in der Simphonie. deren erste zu Leipzig 1826
mit außerordentlichem Beifalle aufgenommen
wurde. Mit Recht wird an ihm eigenthümlicher
Gang nach Mozart's Vorbilde, sichere und
fließend contrapunctische Schreibart, reell voll»
stimmige und meisterliche Haltung gepriesen.
Für die Kunst hat er ungemein Vieles gelei»
stet." Gaßner citirt in seinem „Universal«
Lexikon der Tonkunst" dieselben Worte. —
Das Schladebach'sche Lerikon hingegen
schreibt: „Seine erste Simphonie in l'.inoli
(0^. 7) erschien 182l> und erregte die be»
deutendsten Hoffnungen für seine composito»
rische Zukunft; diese sind aber nicht erfüllt
worden. Zwar enthalten die übrigen (sechs)
Simphonien und einige andere Werke noch
Manches respectable; aber sein Talent hat
keinen eigentlich höheren Aufschwung genom»
men und statt einer Vertiefung seines geistigen
Fonds ist nach und nach eine immer größere
geistige Verflachung eingetreten. Schließlich ist
es dahin gekommen, daß man in seinen neue»
ren Sachen nur noch eine beträchtliche Routine
zu entdecken vermochte und von einer Bedeut»
samkeit des Inhaltes gar nicht mehr die Rede
ist. Schade um ein ursprünglich so schön an«
gelegtes Talent wie Kal l iwoda! Jedenfalls
hat ihm geschadet, daß er in fast fortwähren«
der Abgeschiedenheit in einer kleinen Residenz
lebte, sich nicht genug von den musikalischen
Strömungen der neueren Zeit berühren lassen
tonnte und am Ende, aus Mangel an genü«
aender Anregung von außen und an der nöthi« gen Vergleichung, um so zu sagen. Reibung
seines Strebens mit dem Anderer, zu lässig und
selbstgenügsam wurde und in einen Schlendrian
verfiel." — Dlabacz in seinem „Künstler«
Lexikon" gedenkt noch mehrerer Musiker dieses
Namens, und zwar eines Johann Kalli«
woda, der ein sehr geschickter Violinspieler
und 1790 Lehrer an der Hauptschule zu
Klattau war; — eines Hyacinth K. (geb.
zu Teschen in Schlesien 11. April 1743).
Dominikaners im Kloster zu Tetschen und
Organisten. — und eines Papinian Kalli«
woda (gest. zu Wittingau 9. April 1779).
der regulirter Chorherr aus dem Orden des
h. Augustin und Director der Kirchenmusik in
seinem Kloster war. ^Dlabacz (Gottfried
Ioh.). Allgemeines historisches Künstler-2eri<
kon für Böhmen und zum Theile auch für
Mähren und Schlesien (Prag 1813, Haase.
4".) Bd. I I , Sp. 34. 33 und 36.) — Ein
F. Kaliwoda (mit einfachem l) ist ein
trefflicher Landschaftsmaler, der seit Jahren
in Wien arbeitet und schon im Jahre 1834
eine Sammlung von Ansichten des San«
thales in Untersteiermark in 13 lithogra-
phirten Blättern (bei Neumann in Wien)
herausgegeben, im Jahre 1838 aber in der
Mai»Ausstellung des österreichischen Kunst,
uereins in 12 Aquarellskizzen: „Die 12 Linien
von Wien mit localer Staffage" ausgestellt
hat. Auch sind in dem bei Paterno in Wien
(in kl. Fol.) erschienenen Werke „Oesterreichs
Nationaltrachten" viele der von Kollarz
lithographirten Blätter von Kal iwoda
nach der Natur gezeichnet. ^Theater-Z ei»
tung. herausgegeben von Adolph Bauerle.
1834. Nr. 19l.) — Eine Frau Kalliwoda,
Nichte des Komponisten Johann Wenzel K..
ist aber zum französischen Theater gegangen
und am 23. September 1862 in Paris im Thea»
ter Moliöre zum ersten Male im Stücke:
„IpdiAenis sn ^iilids" als Eri Phile aufge»
treten und soll einen entschiedenen Erfolg
erzielt haben. ^Bohemia 1862, Nr. 231,
S. 761.1
Georg (Orientalist und
Sprachforscher, geb.zu Tapolzofö
im Veszprimer Comitate Ungarns 1726,
Todesjahr unbekannt). Entstammt einer
älteten ungarischen Adelsfamilie. Be>
suchte/ nachdem er in den Schulen seines
Vaterlandes seine erste Bildung erhalten
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon