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Aälnoky 402 Aälnoky
Erzieher im Hause eines Edelmannes ein
bis er im Jahre 1820 die erledigte Pro
feffur der Kirchengeschichte und des
BibelftudiumS am reformirten Kollegium
zu Särospatak erhielt. Er hat folgende
Schriften herausgegeben: „Xösönschn
gemeinechristlicheKirchengeschichte.2Hefte
(Särospatak 1848, 8".); und unter
dem Titel: „/jAs/<Z?2i6tt va^an //isio^'a,"
eine Uebersetzung von Georg Fr. Sei<
ler's „Geschichte der geoffenbarten Re>
ligion": ferner betheiligte er sich an der
Redaction des lateinisch > ungarischen
Wörterbuches, welches im Jahre 1843
erschien, und an jener deS griechisch,
ungarischen Wörterbuches, dessen Druck
im Jahre 1838 vorbereitet wurde.
d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergän<
zenderTheil (Pesth 1858. Gyurian. 8«.) S. l2i>.
— Unter diesem Namen erscheint bei Jung»
mann auch ein öechisäier Schriftsteller An-
dreas Kalnick?, von dem in der Zeitschrift
Xnöt/ im Jahre 1843 der Beitrag „Vo2a>
Zsui oils 2 ni2<1" abgedruckt war. ^ss /ü
</«n</ma«n« IiiZtoris Iitora.tür/ öoäku
(I»e2,3 t849, 4".) vruku n^ääni, p. 430,
^i>. Ut3e.^
K2.lnoky, Anton Graf (General
der Kavallerie, geb. zu Körös'
patak, dem Stammschlosse seiner Väter,
im Szeklerlande 1706. gest. 16. Juni
1783). Entstammt einer alten sieben»
bürgischen Adelsfamilie ssiehe unten die
Genealogie^ und ist der Sohn des Grafen
Adam (gest. 1719) aus dessen Ehe mit
MariaMamucca dellaTorre. Er
trat bei dem Cavallerie-RegimmteKheven»
hüller, 1801 als Modena-Dragoner auf»
gelöst, ein, machte den Türkenkrieg 1737
mit und wurde in kurzer Zeit Major und
Oberstlieutenant. 1743, beim Ausbruche
des Successionskrieges, errichtete er auf eigene Kosten ein Huszarm-Regiment,
jetzt Großfürst Nikolaus.Huszaren Nr. 2.
Die Kaiserin Maria Theresia er»
nannte ihn zum Obersten und Inhaber
desselben. Im Jahre 1744 stand der
Graf mit seinen Huszaren bei der Rhein»
armee, 1743 aber in Schlesien. Dort
zeichnete er sich im Gefechte bei Jägern«
dorf (22. Mai 1748) insbesondere aus.
Als nämlich der Markgraf Karl mit
seinem Corps, 12 Bataillons und
33 Schwadronen, zum Könige stoßen
wollte, war die Stellung des Feld»
marschalls Eßterhäzy, der über ein
Corps von 14.000 Mann, meist irreguläre
Truppen (Milizen, siebenbürgische
Insur»
genten und Freicompagnien), den Befehl
hatte, eine solche, daß der Markgraf sein
Vorhaben nur mit großer Gefahr aus«
zuführen vermochte. Nichtsdestoweniger
setzte er sich in Bewegung und wurde
eine Stunde von Iägerndorf, auf einer
Anhöhe, der Hüllberg genannt, von dem
Feldmarschall Eßterhäzy angegriffen.
Der Markgraf setzte dennoch seinen Marsch
weiter fort. Zwei Infanterie-Regimenter,
welche zum Angriffe vorrückten, wurden
aber von dem General-Major Schweri n,
der mit seinen württembergischen Dra«
gonern auf sie siel, so plötzlich ange»
griffen, daß beide in die Flucht gesprengt
wurden und 2 Fahnen verloren. Die
beiden Regimenter wären vernichtet
worden, wenn nicht Oberst Kälnoky
und Oberst Erdody mit einigen Schwa»
dronen rasch herbeigeeilt wären und sich
auf die feindlichen Dragoner geworfen
hätten, denen sie noch eine der erbeuteten
Fahnen abnahmen. Wenige Monate
später, im October, gelang es K. bei
Bratsch in Schlesien einen preußischen
Posten aufzuheben. Am 15. October
wurde Graf K. zum General. Major
befördert. Als solcher befehligte er bis zum
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon