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Aaltenbrunner 412 Aaltenegger
ihren Charakter in lebensvollen ZĂĽgen gemalt
hat). — Frommann (G. Karl !>?.). Die
deutschen Mundarten. Eine Monatschrift fĂĽr
Dichtung u. f. w. (NĂĽrnberg, v. Ebner).
IV. Jahrg. (l837). S. 242 u. 38l. - I r i s .
redigirt von Cajetan Cerri (Grahcr Mode«
und Musterblatt). l85l, im März. lCerri
entwirft in derselben folgende Silhouette K.'s:
^Ein süßer „Schwärmer" im Leben und Poesie,
besonders seit einigen erschütternden Familien»
ereignissen; stille, bescheidene, fast menschen»
scheue Dichternaiur, jedoch voll Innerlichkeit
und weicher GemĂĽthstiefe; mittelgroĂźe hagere
Gestalt, leidende ZĂĽge, sinniger Ausdruck der
Miene, ungemein wortkarg und einfach in
Haltung und Benehmen; als Sänger in der
oberösterreichischen Mundart behauptet er neben
Stelzhamer jedenfalls einen hohen Rang,
ist auch in philologischen Studien sehr bewan»
dert und hat es im Sanskrit sehr weit ge»
öracht. Sehr geachteter Charakter, verdienst«
voller Beamter der Wiener Staatsdruckerei,
und jeder Zoll ein Conservativer.") — Wol ff
(O. L. V. Dr.). Encyklopädie der deutschen
Nationalliteratur oder biographisch'kritisches
Lerikon der deutschen Dichter und Prosaisten
(Leipzig 1838. Otto Wigand. 4<>.) Bd. IV,
S. ill2. — Kaltenb runner theilt mit H i l«
scher und Halirsch u. A. das Loos, in den
deutschen Literaturgeschichten nicht genannt zu
sein, eine Nachlässigkeit, welche nicht seinen
Werth, wohl aber jenen der verschiedenen Lite«
raturgeschichten schmälert. — Porträte. Außer
dem schon erwähnten Bader'schen Holzschnitte
in der „Oesterr. illustnrten Zeitung" ist von
Ă„. eine Lithographie von Joseph Kriehuber
und eine von Schlossareck ausgeführte tress«
liche Photographie im Visitkartenformate vor«
Handen. — Ein Vetter des Obigen. Dr. Ale-
Zander Kaltenb runner (geb. zu Admont
t9. November l^s.'gest. um l8ĂĽ3). trat l8l?
in oaS Benediclinerstift Admont und widmete
sich dem Lehramte, in welchem er zu Gratz
als Grammatikallehrer und Humanitäts<Pro«
fessor j3 Jahre wirkte, bis er 1844 als Di«
rector des k. t. Conuictes zu Admont und
l849 in gleicher Eigenschaft am k. k. Ober«
gymnasium zu Gratz angestellt wurde. Er
war Mitglied mehrerer gelehrten Vereine, Ver<
fasser einer Schrift ĂĽber das Studium der
Philosophie, und erhielt in Anerkennung einer
30jährigen Wirksamkeit im Lehrfache von der
Universität Jena das philosophische Doctor-
divlonl. lGratzer Zeitung 1834, in einer
der November-Nummern, im Feuilleton) Kaltenegger, Leo (Prior deS Bene.
dictinerstifteS Admont, geb. zu Leoben
in Steiermark 19. Juli 1778, gest. im
Stifte am 1!. December 1837). Der
Sohn eines Siebmachers, der das Gym<
nasium in Admont besuchte und 1798
ebenda in den Orden trat, in welchem
er am 19. April 1802 primizirte'und am
11. Juli d. I . die OrdensgelĂĽbde ablegte.
Anfänglich wurde er im Zehramte ver«
wendet und versah dasselbe zuerst als
Grammatikallehrer am akademischen
Gymnasium zu Gratz, später als Pro«
feffor der Moral und des Pastorale an
der theologischen Hauslehranstalt des
Stiftes. Bis 1809 versah er diesen Posten,
erhielt dann die Seelsorge an der Stifts«
pfarre und wurde 1810 KĂĽchen- und
Jägermeister des Stiftes, welches Amt
er 40 Jahre verwaltete. UeberdieĂź wurde
er am 13. December 1817 Prior im
Stifte, hatte noch das Decanat und die
Schuldiftricts.Aufsicht ĂĽber sich, fĂĽhrte
die Administration deS Stiftes als der
Abt Afund (1822) starb und zweimal
die provisorische Leitung deS Aufseer
DecanateS nebst der damit verbundenen
SchuldistrictS.Aufsicht. Seine Verdienste
als Priester, Schulmann und in seinen
anderweitigen, daS Stift und dessen Ver-
waltung betreffenden Functionen sind in
den Annalen des Stiftes verzeichnet.
Ausgezeichnetes leistete er als Pomolog
und erzielte er als solcher, einem unsteten
und rauhen Klima Kampf und Aus»
dauer entgegensehend, ungewöhnliche Er»
folge. Als er im Jahre 1846 in die
landwirthschaftlicheProductenauSstellung
zu Gratz 96 Aepfel- und 28 Birnsorten
eingesandt hatte, sämmtlich aus dem
Stiftsgarten, der ĂĽber 2000 Baume
zählt, deren Mehrzahl von ihm gepflanzt
worden, erhielt er von der k. k. steier»
märkischen LandwirthschaftS. Gesellschaft
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon