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Kaminski 420 Kamms ki
Stanislawow und gefiel sehr. Im Jahre
1362 im April sang ein Kamii'iSki im
Hoftheater in der Rolle des Raoul in
den Hugenotten, ohne zu gefallen. Viel-
leicht ist es derselbe.
I. Slavische (Quellen.
(w
etc:., d. i. Materialien zur Monographie und
Geschichte der Geschlechter Kamieuski und
Kaminski (Lemberg 185^—1856. Ossoliü.
skische Druckerei, kl. 8".) Bd. l, S. 80, 129.
173—175. 177—190 und 193—200 sausführ'
liche literarisch'kritische Skizze von Ed. Dem«
bowski). S. 284 sNachträge^l; Bd. I l ,
S. 2? und S. 79 ^Nachträge); Bd. I, S. 296
süber seinen Sohn Mieczystaw^. — No>
viu^ , d.i. Neuigkeiten (ein Lemberger Blatt).
Nr. 1. S. 23 und 32, und Nr. 5, S. 40. —
Il^clcit ^ . n^ , Hiäto^ü, litei-iltur^
polsliis^ v^ 2l^rv5HeQ, d. i. Geschichte der
polnischen Literatur in Umrissen (Warschau
1346. Sennewald. 8«.) Bd. I, S. 323; Bd. IV,
S. 23. — ?l2SFi2,ä naukon^, d. i.
Literarische Umschau (Warschauer Blatt). Jahr»
gang 1842, Bd. I I I , S. 863—870; Bd. IV,
S. 4271—l279; und S. 1413—1421. —
02 22, d. i. Die Zeit (Krakauer politisches
Blatt), 1835, Nr. 13 und 40. — v - i ouu i k
pol5ki, d. i. Polnisches Tageblatt (Lemberg,
Fol.) 1861, Nr. 37. — I»o8tso, d. i. Der
Fortschritt (Wiener Blatt, redig. von O si e
ck i).
1861 , Nr. 5 l)mt K.'s Porträt in Holz.
schnitt^. — 6<)liMH5,'l^ös)'^, 1^68 mu5ioien8
polouai8 . . . (?Hri3 1837, ^Hrisn H<s Oisrs
H: Oo., ßl-. 8°.) x. 293—299.
II. Deutsche (Quellen. Oester reich ische Blät.
ter für Literatur und Kunst (Beilage zur amt»
lichen Wiener Zeitung) 1835, Nr. 6, S. 34:
„Biographische Skizze" von K.. . . k. —
Wiener Zeitung 1861, Nr. 98. S. 1543.
— Donau (Wiener politisches Blatt, 4".)
1853 , Beilage zu Nr. 37. — Neue Zeit
(OlmĂĽtzer polit. Blatt), VI I I . Jahrg. (1835),
Nr. 10. — Monatschrift für Theater und
Musik. Herausgegeben von Joseph Klemm
(Wien. 4°.) I. Jahrg. (1855), S. 314. —
Wanderer (Wiener polit. Blatt) 1851,
Nr. 3t. — Die Zeit (Berliner polit. Blatt)
1835, Nr. 16.
Hl. Porträte. Außer dem im ?o8t^ im Holz»
schnitte ausgeführten und ziemlich ähnlichen
sind erschienen: 1) Im HaUosanin (einem in Lemberg lĂĽ>80 herausgegebenen Album) eine
Lithographie im 2. Bande. — 2) Mit dem Facsi-
mile seiner Unterschrift nach einer Photographie
von Ignaz Stah l , auf Stein gezeichnet von
Fr. Tepa. nicht wie es im Heitzmann'schen
Porträt-Catalog S. l56 heißt: von Treppn
(Lemberg 1835). — 3) Mit dem Facsimile seiner
Unterschrift: lith. von Marcel Maszkowski
(lithogr. Anstalt von M. Iabloüöki in Lem<
berg).
IV. Acber sein Denkmal. Ein solches wurde im
Jahre 1861 beantragt und sind bis dahin 760 si.
an Beiträgen eingelangt; jedoch wurde diese
Summe zur AusfĂĽhrung eines des Dichters
wĂĽrdigen Denkmals fĂĽr zu klein befunden und
vor der Hand zu Ausführung eines entspre»
chenderen und Beischaffung der erforderlichen
Geldmittel die Bildung eineS eigenen Comi»
tä'S beantragt. Was weiter geschehen, ist nicht
bekannt.
V. Gedichte auf K. Deren sind mehrere in deut-
scher und polnischer Sprache noch zu Lebzeiten
des Dichters, wie auch bei der Nachricht von
seinem Tode erschienen. Von den deutschen ist
anzuführen: „Cypressenzweig am Grabe K a»
m inski's" von Dr. F. X. Nowotny, wel-
ches von Stanislaus Isidor Krusz ewski ist
in's Polnische ĂĽbersetzt worden.
VI. Zur Charakteristik Aamillski's all, Directar,
Dichter uud Ueverseher. Als Director war K.
der Schöpfer, die Seele der Lembcrger polni»
scheu BĂĽhne; er spielte selbst, wenn auch selten,
bis zum Jahre 1845. er schrieb Dramen oder
ĂĽbersetzte deren aus anderen Sprachen; den
Unterricht und die Heranbildung der Schau«
spieler betrieb er eifrig und löste diese schwere
Aufgabe mit glänzendem Erfolge. Die Kory'
phäen der Lemberger Bühne ersten Ranges
haben sich theils mit ihm, theils unter seiner
Leitung herangebildet; selbst Dawison ge«
hört zu seinen Schülern und verdankt ihm einen
groĂźen Theil seiner kĂĽnstlerischen Ausbildung.
Als Originaldichter schuf K. in seinen Dramen
manche volksthĂĽmliche Typen; mit seinen
Volksstücken, wie „Die Krakauer und die Go»
ralen", „Die Mädchen von Skalmierz", „Twar-
oowski", „Der Sensenmann", „Der Zinsadel",
„Der Landesverräther" u. a. , hat er nicht
wenig zur Erweckung nationalen Geistes und
einer edlen sittlichen Richtung beigetragen;
sein Humor ist köstlich, seine Sprache schön
und hochpoetisch und seine Dichtungen bleiben
ein edler Schatz der polnischen Literatur.
Ebenso groß, wo nicht größer, sind seine Ver«
dienste als Uebersetzer. Er hat das polnische
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon