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Kanne 442 Kanne
Zug Kanne's hat Vogt zu erzählen
vergessen.
Dr. Ioh. Nep. Vogl's Volkskalend er fĂĽr
das 1.1862 (Wien. Tendler. kl. 3«.) S.l63biS
185: „Von einem Verschollenen. Ein Stück aus
Altwien. Von Dr. I . N. Vogl". Mes. was
bisher überKanne, namentlich von Gräffer,
erschienen, ist in dieser Skizze in sehr anspre.
chendrr Weise zusammengestellt und ein treues
Charakterbild dieses Sonderlings.) — Graf-
fer (Franz), Kleine Wiener Memoiren u. s. w.
(Wien 1843, Fr. Beck. 8".) Bd. I I , S. 70;
Bd. I I I . S. 80: „Kanne's Kassrehaus". —
Neuer Nekrolog der Deutschen (Ilmenau,
B. F. Voigt. kl. 8".) XI. Jahrgang (1833).
S. 804 snennt ihn irrig K. A. Kanne.
Vielleicht findet man in folgenden Worten des
„Nekrologs" eine Erklärung über Kanne's
Sonderlingsnatur und tragischen Lebensaus'
gang: „Wenn Kanne in den gewöhnlichen
Lebensverhaltnissen abstoĂźend erschien, so war
daran sein UnglĂĽck Schuld und manche
Theaterdirectoren in Deutschland
werden wissen, was dieĂź sagen will.
Kanne, wenn er nach allem Aufwand an
Geist, Zeit und Kosten eine Partitur ver«
schickte, um ein Werk zur Aufführung zu drin«
gen, und irgend ein dirigirender Schlendrians'
mensch nicht gleich bei dem ersten Blicke den
Werth oder Unwerth der Composition heraus«
finden konnte, erhielt weder Antwort noch die
Partitur zurĂĽck; und wer es wriĂź, was nur
etwa zehn Abschriften einer Opcrnpartitur
kosten, der wird begreifen, daĂź Kanne, der
wenig oder gar kein Vermögen hatte, in Noth
gerathen mußte. Eine seiner ersten (Zompo»
sitionen, „Orpheus und Euridice", hatte er nach
vieler Anstrengung in Wien auf die BĂĽhne
gebracht und sie erhielt mäßigen Beifall.
Kanne lieĂź sich indessen nicht ermĂĽden. com>
ponirte weiter unter Kummer und Entbeh»
rung. noch in letzter Zeit die Oper: „Der
Blocksberg". Man sprach abermals von Ta«
lent. das aus dem Werke hervorleuchtete. Er
verschickte Abschriften der Partituren und —
starb, ehe das Werk zur AuffĂĽhrung kam.
Daß er unter solchen Erfahrungen menschen«
feindlich wurde u. s. w."). — Blät ter für
literarische Unterhaltung (Leipzig, Brockhaus,
4".) Jahrg. 184a. Nr. 75: „Aehrenlefe auf dem
Felde der Memoiren", von Friedrich Laun. —
Der Gesellschafter, herausg. vonGuoitz
(Berlin, 4«) 1834. Nr. 6 M t die besten Auf.
schlüsse über Kanne's Sonderlingsnatur). — Nealis, Cmiositäten- und Memorabilien-Lexi«
kon von Wien (Wien 1846, Ler. 8".) Vd. I I ,
S. 92. — Frankl (L. A>). Sonntagsblätter
(Wien. gr. 8°.) I I . Jahrg. (1843), S. 497:
„Kanne", von Gräffer. — Allgemeine
Theater »Zeitung, herausg. von Adolph
Bäuerle (Wim, gr. 4".) Jahrg. XI . I (1848).
Nr. 48: „Beethoven und Kanne" ^aus Laube's
„Neisenovellen"), — Universal-Lerikon
der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius
Schladebach, fortges. von Eduard Berns-
dorf (Dresden. Schäfer, gr. 80.) Bd. I I ,
S. 663 snach diesem geb. 8. März 1778. Ein
Musik'Lrrikon wäre wohl gehalten, etwas Ent-
sprechenderes als die 20 nachgeschriebenen
Zeilen zu bringen, welche dieser gehaltlose
Artikel enthält), — Schi l l ing (Gustav),
Encyklopädie der musikalischen Wissenschaften
(Stuttgart 1833). Bd. IV. — Gaßner (F.
S. Di*.), Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue
Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849,
Frz. Köhler, Lex. 8".) S. 472 ^nach diesem geb.
8. März 1778, gest. 6. December 1332). —
Oesterrcich isch e Nat i 0 na l . Enc l> klo<
pädie von Gräffer und Czikann (Wien
1833, 8".) Bd. I I I , S. 162 l^ nach diesem geb.
8. März 1878). — Nonvoi is Lio Fraxli io
^«Tnör^Io . .. xubliue Zlar 21^1. ?irinin I) i -
6.at t>ür65, saus la, dirSotion äs kl. 16 Dr.
II0« 5v 5 (?ai-i3 1850 ot 80y., 8".) loms
XXVI I , p. 406 snach dieser geb. 8. März
1788). — Ersch (Ioh. Samuel). Handbuch
der deutschen Literatur srit der Mitte des
18. Jahrhunderts bis auf die neueste Zeit
(Amsterdam und Leipzig 1814, Kunst» und
Industrie-Comptoir, gr. 8".) I I . Bd. 3. (des
ganzen Werkes 7.) Mtheila. Nr. 3022. 3075,
3328, 3388, 3439, 3515. 3700. 3? 14. — Der
im Verlage bei Tobias Haslinger erschienene,
von I . F. Castelli redigirtü „Allgemeine
musikalische Anzeiger" (Wien, gr. 8".) Jahrg.
182!>, gibt S. 41 im „musikalischen Erinne«
rungskalendcr" den 8. März 1779 als Kann e's
Geburtsjahr an. — Wiener Zeitschrift
fĂĽrKunst, Literatur, Theater und Mode (Wien,
gr. 8<>.) 1833. S. 1281: „Kanne starb". Ge<
dicht von Manfred. — Porträt. Holzschnitt
ohne Angabe des Zeichners und Xylographen
in Vogl'ö Volkskalendcr für das Jahr 1802,
S. 164. — Kanne als Schriftsteller. „Der
Einfluß Kanne's als musikalischer Schrift»
steller und kritischer Beurtheiler war in einer
Zeit, wo die musikalische Kritik'in Wien so
wenig gepflegt wurde, ein auf die Zustände
der Musik und auf die hiesigen (Wiener) musi<
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon