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Karajan 473 Karas
— Parträte, t) Lithographie von Irminger
(Wien 18i5, Hald'Fol.); — 2) mit dem Facsi
mile der Unterschrift: Theodor Georg von Ka
rajan. A. Dauthage 1833 nach der Natur ge,
zeichnet und lithogr., gedruckt bei I . Höfelich
(Wien, bei Ios. Bermann, Halb-Fol.); —
3) Photographie im VisitkarteN'Format (Wien
1861, von Angerer). — Wappen. Das mit
dem am 1. Juni 1792 verliehenen Reichsadels»
diplome ausgestellte Wappen besteht aus einem
quadrirten Schilde mit Schildesfuß 1.- silber»
nes Feld, 2 und 3: grĂĽnes Feld, 4: goldenes
Feld, mitten auf der Theilungslinie ein rothes
Herz. Im schwarzen SchildesfuĂźe ein auf grĂĽ-
nem HĂĽgel aufrechtstehender Kranich von na-
türlicher Farbe mit einem Steine in der auf»
gehobenen rechten Klaue. Kopf und Hals ruhen
gerade auf der Theilungslinie der beiden unte«
n-n Felder. Auf dem Schilde steht ein offener,
gerade vorwärtsgekehrter, blau angelaufener,
roth gefütterter adeliger Turnierhelm mit gol«
denem Kleinod und rechts Gold und grĂĽn,
links aber Silber und Grün vermischt, her»
abhängenden Decken geziert und mit einem
von GrĂĽn, Gold und Silber gewundenen
Wulst bedeckt. Auf diesem Wulste erhebt sich
ein gerade aufwärts mit dem Ringe unter«
wärts gestellter schwarzer, mit einem Oelzweige
umwundener Anker, zwischen einem offenen
Fluge, dessen rechter FlĂĽgel schwarze Sachsen
und silberne Schwungfedern, der linke FlĂĽgel
aber grüne Sachsen und goldene Schwung»
federn hat. — Familienstand. Ein Bruder
desTheodor Georg vonKarajan, De-
meter (geb. zu Wien 18U6, gest. ebenda
16. October 1832) , trat 21. December 1324
als Caoet in das Infanterie-Regiment Nr. 31,
wurde 1827 Lieutenant bei Ioseph-Huszaren,
1841 Rittmeister im 3. HuszarewNegimente
Erzherzog Ferdinand. Am 1. August zum
Major befördert, focht er mit Auszeichnung
im ungarischen Feldzuge, wurde am 16. August
1849 Oberstlieutenant bei Banoerial<Huszaren
und im Jänner 1851 Oberst im Huszaren«
Regimente König Wilhelm von Preußen. In
der Vollkraft seines Lebens, im Alter von
46 Jahren, ereilte ihn der Tod, nachdem er noch
kurz vorher von dem Könige von Preußen,
dessen Regiment er als Oberst commandirte.
mit dem rothen Adler»Orden 2. Classe ausge»
zeichnet worden war. ^Oesterreichischer
Soldaten freund(Wien.4<>.)1s32.S. 527.)
— Theodor Georg von K. ist seit 9. Sept.
4832 mit Juliane voggenHuĂźer vermalt und
stammen aus dieser Ehe 3 Söhne und 1 Toch» ter: Max v. K. (geb. zu Wien 1. Juli 1833),
der, nachdem er zuerst im Elternhause und
dann auf der Wiener Hochschule fĂĽr die ge<
lehrte Laufbahn sich gebildet, mehrere aus-
wärtige Universitäten besuchte, daS Doctorat
der Philosophie erwarb und zur Zeit Professor
der alten Philologie in Grah ist. Im Drucke
erschien von ihm die Schrift: „Ueber die
Handschriften der Schölten zur Odyssee" (Wien
1887. 8».). Max von K. ist mit der Main,
zerin Auguste Denninger vermalt und stammt
aus dieser Ehe eine Tochter Ioe (geb. 9. Sep
tember 1860). — Ludwig (geb. zu Wien
6. März 1835), Doctor der Medicin und Se<
cunoar»Arzt 1. Classe im allgemeinen Kranken«
hause. Ludwig von K. ist mit tzenrielte
Aaindl aus Wien vermält, aus welcher Ehe
eine Tochter Helene (geb. 20. Juni 1861)
stammt. — Wilhelm (geb. zu Wien 27. Jänner
1838). Auscultant beim Landesgerichte in Wien,
und Emilie (geb. zu Wien 4. Juni 1841).
Karas, Vskoslav (Maler, geb. zu
Karlstadt in der serbischen Militär-
grenze 1821, gest. ebenda 8. Juli
1838). Sohn unbemittelter Eltern zeigte
er früh ein ausgeprägtes Talent für die
Kunst, auf welches zuerst der Ingenieur«
Oberst Khos von Kossenstein auf.
merksam geworden war. Endlich fanden
stch in seiner Vaterstadt mehrere ver«
mögende Männer zusammen, welche den
talentvollen Jüngling in die Lage ver«
'etzten, nach Rom zu reisen und sich dort
die eigentliche Weihe fĂĽr die Kunst zu
holen, zu deren bevorzugten JĂĽngern er
zu zahlen schien. Nahezu ein Iahrzehent
brachte K. in der heiligen Stadt zu und
studirre daselbst fleiĂźig die alten groĂźen
Meister der Kunst, worauf er 1844 in
seine Heimat zurĂĽckkehrte, um als nicht
gewöhnlicher Künstler — mit Noth zu
kämpfen. Theils die Wirren, welche das
Land heimsuchten, theils völliger Mangel
an Kunstsinn, waren die Ursachen, daĂź
er unbeschäftigt darbte und endlich im
Jahre 1848 mit Freuden die ihm ange«
tragene Zeichnungslehrerfklle an der
städtischen Schule in Agram annahm.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Volume 10
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Jablonowski-Karolina
- Volume
- 10
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1863
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 524
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon