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386 Czermak
rathes für die erste Session 1861 und 1862
(Wien. Staatödruckerei, 4".) S. 446 hinter«
pcllirt das k. k. Kriegsministern: m anläßlich
der Baumwl?llstl?ss> und Linnenlieferung für
die kais. Armee^; S. 301 ^Antwort auf diese
Interpellation); S. 483. 304, 749 ^stellt den
Antrag wegen Nruision des Unterrichtsplaru's
für Mittelschulen); S. 1133. i l6 l . 1323 und
1330 spricht in der Debatte über das s
meindegesetz); S.2863, 2989, 3005, 3007, 3189
u. 3219 spricht bei der Budgetberathung über
das Erforderniß für das Unterrichtswesen). —
Der Reichsrath. Biographische Skizzen
der Mitglieder des Herren» und Abgeordneten
- Hauses des österreichischen Reichsrathes (Wien
1861. Förster. 8°.) Heft I, S. 35.
N Czako (sprich Zakoh), Sigmund.
ungarischer Dramatiker ^s. d. Bd< I I I ,
S. 8^.
Kertbeny(K. M.). Silhouetten und Reliquien
(Wien und Prag 1861.- Kober und Markgraf.
8°.) Bd. I, S. 136.
1- CzllrtorlM), Constantin Fürst ss. d.
Bd. I I I , S. 88^j. gestorben zu Wien
23. April 1860.
Wiener Zeitung i860. S. 1726. — Deut-
sche Musik'Zeitung. rrdigirt uon Selinar
Bagge (Wien. 4°.) 1860. Nr. l8. - Wer.
scheher Gebirgsbote 1««<>. Nr. t9. —
Ost.Deutsche Post 18^7, Nr. 233 ^ntbält
die Beschreibung des Denkmals, welches der
Fürst seiner (am 28. Nouemlxr l842 zu Wicn
verstorbenen) Gcmalin Fürstin Mar ie geb.
Gräfin Dzierz an oivska cnif dem Währin»
ger Fril'dhofe errichten ließ. Das schöne, in
oarrarischem Marmor ausgeführte Werk ist
eine Schöpfung des jungen polnischen Kunst'
lers Heinrich Statt ler).
* Czermak, Iaroslaw (Historien-
maler, geb. zu Prag 1. September
1831). Neffe des Dr. Joseph Ju l ius
Czermak ^s. d. Bd. I I I , S. 99) und
Sohn des geschätzten Arztes Dr. Iohann
Conrad Cz. (gest. 1843); zeigte früh«
zeitig große Neigung zur Kunst. Sein
erster Lehrer war der Maler Blumauer
aus Eger. Die Oelmalerei begann er
Koller und Franz Czermak.^ 1847 trat er in die dortige Akademie
und brachte bald darauf ein größeres
Bild: „Marim ant den Grimmern nun (5ar-
thliga" und einen Carton: „Nie Grmurdnng
drr Wllllenstriii'öchrn Gmll55rn n^ Gger". Seine
kunsthistorischm Studien leitete der nun-
mehrige Professor der Kunstgeschichte zu
Bonn, A. H. Springer, der damals
im Hause seiner kunstsinnigen und um die
Erziehung ihrer Kinder, welche
sie seit
dem Tode ihres Gatten selbststandig lei-
tete, hochverdienten Mutter. Iosephine
Cz. geb. Wesfely. lebte. Nach dem
Jahre 1848 begab er
sich in Begleitung
seiner Mutter auf Neisen, besuchte die
Kunstschulen zu München und Dussel»
dorf und lernte Kaulbach, Corne»
lius, Lessing und viele andere Meister
kennen. Durch die deutsche Kunst allein
nicht befriedigt, trat er als Schüler in
die unter Wapper's Direction stehende
Akademie zu Antwerpen und erhielt
bereits im ersten Jahre den ersten Preis
für Malerei. Hierauf stellte er
sich in
Brüssel dem als sehr unzugänglich ge«
schilderten Louis Gal la i t vor, welcher
an seinem jungen Talente ein solches
Wohlgefallen fand, daß er ihn aufforderte,
in seinem Atelier zu arbeiten. Er wurde
somit sein einziger Schüler, waS in der
Künstlerwelt, da
sich
bereits ältere Meister
um diese Gunst beworben hatten, nicht
geringes Aufsehen erregte. Bald darauf
stellte er in Brüssel eine größere Arbeit:
Aii5lliändernde Sllllliakru" aus; der König
der Belgier, welchem dieses Stück auffiel,
berief ihn zu sich und brachte dasselbe für
seine Privatgallerie an sich. 4830 über«
nahm Czermak in Begleitung der Dr.
Rieger und Springer eine größere
Reise durch Holland, hielt sich studien»
halber einige Zeit in der Normandie auf,
begab sich hierauf nach Paris, und schlug
hier seinen bleibenden Wohnsitz auf.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Károlyi-Kiwisch, Volume 11
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Károlyi-Kiwisch
- Volume
- 11
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 498
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon