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gattilngen in Anwendung gebracht haben,
die sich bereitü als nutzbringend erprob«
ten". Graf August ist (seit 10. Decem-
ber 1829) vermalt mit Lady Elisabeth
Watson of Clonbrogan and Bof»
fan a (geb. 14. Mai 1808). Aus dieser
Ehe stammen zwei Kinder, Graf Chri-
stoph (geb. 3. Mai 1831), Ehrenritter
des Iohauniter« Ordens und zur Zeit
Major im Kaiser Franz Ioseph«Husza-
ren'Regimente Nr. 1, und Grafin Sarah
Maria Louise (geb. 4. Februar 1833),
vermalt (seit 29. September 1889) mit
Friedrich Freiherrn von Kn ob lo ch.
Die Glocke, herausg. von Payne (Leipzig,
kl. Fol.) 1862, Nr. 2l)3. S. 389. mit wohl«
getroffenem Porträt. — Er innerungen
(Prag. 4«.) 1863, 83. Bd. S. 46.
-Z-Deinhardsteill, Johann Ludwig ss. d.
Bd. III, S. 207^, gestorben zu Wien
12. Juli 1839.
Wiener Zeitung 1839, 2. Quartal, S. 3i«5.
— V re sse (Wiener polit. Blatt) 183!), Nr. 172.
— Frankfurter Konversationsblatt
l8^!<, Nr. 177. — Europa, Herausa., uon
Gust. Kühne. 18ö9, Nr. 31, S. 1l27, und
Nr. 38, S. 1374. im Artikel: „Zur Geschichte
des WiensrHofburgtheaters" sgibt den 22. Juni
1794 als seinen Geburtstag an. sonst erscheint
der 21. Juni als dessen Geburtstags —
Didaska l i a (Unterhaltungsbeilage des
Frankfurter Journals) 1839, Nr. 213.
* Demuth, Karl Joseph (Geschichte
forscher, geb. zu Tabor in Böhmen
11. März 1807). Besuchte die Gym<
nasien zu Budweis, Preßburg und Neu«
haus und dann die Hochschule zu Prag.
Die beschrankten Vermögensverhältnisse
seiner Eltern hinderten ihn einerseits die
Rechte zu studiren, nöthigten ihn anderer-
seits Privatunterricht zu ertheilen; später
übernahm er im Hause eines höheren
Militärs eine Erzieherstelle. Im Jahre
1825 trat er bei dem kön. böhmischen
Landrechte in den Staatsdienst, wurde der böhmischen Landtafel zugewiesen, bei
welcher er im Jahre 1832 zum In«
grofsator und von dort 1844 zum Di-
rector der mährischen Landtafel in Brunn
befördert wurde. Im Jahre 1862 fand
über sein Ansuchen seine Uebersetzung in
gleicher Eigenschaft zu dem vereinten Land«
und Lehentafel', Staats- und Grund-
buchsamte in Prag statt. Demuth's
Thätigkeit ist eine doppelte, die amtliche
und wissenschaftliche. Im Hinblicke auf
erstere ist er der Gründer der neuen Ord«
nung in der bis vor seinem Dienstes«
antritte stark verwahrlosten mährischen
Landtafel, welche nach dem Ausspruche
von Fachmännern unter seiner Leitung
eine wahre Muster-Landtafel geworden
ist. In einer Reihe von 18 Jahren
lieferte er den ziffermäßig festgesetzten
Nachweis über die Gesammtbelastung
des großen Grundbesitzes in Mähren,
seit 1838 jenen über den Belastungsstand
der Realitäten in der Hauptstadt Brunn
und in den 77 im Umkreise Nrünns lie-
genden Landgemeinden. Aucb war D.
der erste, welcher in den im Laufe eines
Jahres bei einer Landtafel oder bei einem
Grundbuche vorkommenden Amtshand»
lungen die sicherste und reichste und
bisher ganz unbeachtete Quelle für die
Statistik des Grundbesitzes irgend eineS
Landes erkannt und durch Vorlage der
von ihm verfaßten ziffermäßig richtigen
Geschäftsverkehrsausweise über die Be«
wegung im Besitze und im Lastenstaude
der Realitäten die Beweise für seine
Ansicht geliefert hat. Er lenkte die Auf.
merksam keit der Regierung auf diesen
Punct. Die Direction der administrativen
Statistik erkannte die Bedeutsamkeit dieser
Arbeit, nahm sie in das Programm deS
internationalen
statistischen Congresses in
Wien im Jahre 18!>7 auf, und der
statistische Congreß in London im Jahre
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Károlyi-Kiwisch, Volume 11
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Károlyi-Kiwisch
- Volume
- 11
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 498
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon