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Eißner 40 t Emiuger
^ Eißner, Ioseyh (Kupferstecher
s^. d. Bd. IV, S. 19), gestorben
2. Mai 1861.
Presse (Wiener polit, Blatt) l86l, Nr. 125.
" Elfingcr, Anton (Arzt und Zeich
ner. geboren zu Wien im Jahre 1822,
gestorben ebenda 19. Jänner 1864).
E. beendete die medicinischen Studien
in Wien, wo er auch die Doctorwürde
erwarb und als praktischer Arzt bis an
sein im sckönsten Mannesalter plötzlich
eingetretenes Lebensende thatig war. E.
war ein sehr geschickter Zeichner und
seine Kunst ermöglichte das Erscheinen
eines Werkes über die Hautkrankheiten,
welches einzig in seiner Art dasteht.
T. hatte nämlich die seit einer Reihe
von Jahren in dem Wiener allgemeinen
Krankenhause zur Behandlung gekom
menen Krankheiten der Haut mit einer
stcnmenswerthen Treue in Aquarell aus»
geführt und diese Blätter wurden dann
mit eben solcher Treue im Farbendrucke
in der Staatsdruckerei vervielfältigt. Mit
dem von Dr. Hebra verfaßten Texte
erschienen sie unter dem Titel: „Atlas
drr HlUlikraMeilru". 3 Lieferungen mit
5)4 Tafeln (Wien. Fol.). Or. E l f i nger
modellirte auch anatomische Objecte sehr
geschickt in Wachs und befinden' sich viele
seiner Arbeiten in Sammlungen dieser
Art. Aber noch auf einem anderen Ge>
biete entwickelte E. eine ungemein frucht-
bare Thätigkeit; er war ein äußerst
geschickter Caricaturenzeichner und die
Caricaturenbilder und Rebusse, welche
einst einen Schmuck der Bauerle'schen
„Theater«Zeitung" bildeten, sind eine
Reihe von Jahren hindurch von ihm ge»
arbeitet. Die interessanteste und schon
sehr seltene Serie ist aber jene des
Jahres 1848. Einen großen Theil dieser
Caricaturen hat E. selbst erfunden, viele
v. Würz dach, biogr. Lenkon. IXI. aber auch aus französischen Witzblattern
auf den Wiener Boden verpflanzt. Auch
sonst lieferte er viele Illustrationen, die
vielleicht in die Tausende gehen und durch
die nur ihm eigene Manier auf den ersten
Blick als seine Arbeit erkennbar sind.
für Zeitungen, Kalender und andere
Schriften. Aber nur auf den Aquarellen
der Hautkrankheiten und auf einer zum
Behufe des Zeichnenunterrichts heraus«
gegebenen „Inliwim" (Muskel-und Ban-
derlehre) (Wien 1862, 27 lithographirte
Tafeln in gr. Qu. Fol.) erscheint er mit
seinem wahren Namen, auf allen anderen
Zeichnungen nennt er sich einfach „Ca-
jetan". Noch sei hier eines Curiosums
gedacht. Cajetan zeichnete im Jahre
1848 ein Tarokspiel mit Scenen aus der
Wiener Revolution g. I . Dieses Spiel
war ein Unicum in seiner Art und
C a j e t a n für keine Summe feil.
Bei einer der im Jahre 1850 vorgmom»
menen Hausdurchsuchungen wurde bei S.,
der wahrscheinlich denuncirt war, das
Kartenspiel gefunden, mit Beschlag be-
legt und ihm nicht wieder ausgefolgt.
Wiener Abend pust (vormaliges Abend-
blatt der amtlichen Wiener Zeitung) 1864,
Nr. 18, S. 72. — Presse (Wiener pol it.
Vlatt) 1«64, Nr. 2l. — Fremden-Blatt
(Wien, 4".) 1864, Nr. 21.
5 Eller, Ludwig (Louis). V i r tuos
,'. d. Bd. IV, S. 23). gestorben nach
langjährigem Leiden zu Pau in den
Pyrenäen 12. Juli 1862.
Gratzer Zeitung 1862. Nr. 264, und Cours--
blatt derselben 1862. Nr. 168. — Klagen-
furter Zeitung 1862. Nr. 170. in der
Rubrik „Nekrologie" ^daselbst erscheint er aber
mit dem falschen Namen Elfers
-Z- Eminger, Joseph Wilhelm Freiherr
von ss. d. Bd. IV, S. 123). gestorben
,u Wien 4. August 1838.
1l). Mär; 1864.1 "6
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Károlyi-Kiwisch, Volume 11
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Károlyi-Kiwisch
- Volume
- 11
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 498
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon