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Frankl 409 Frankl.
als Cadet in das Regiment Hoch. und
Deutschmeister, mit welchem er die be>
' kannte Action nach Neapel mitmachte,
wurde dann Fähnrich im Infanterie«
Regimente Nr. 43, damals Geppert.
Lieutenant bei Wallmoden «Kürassieren,
Hauptmann im Infanterie - Regimente
Nr. 46 und im Jahre 1847 Major im
Regimente. Bereits im folgenden Jahre
kam er als Oberstlieutenant zum Infan-
terie-Negimente Gyulay Nr. 33. in wel>
chem er 1849 zum Obersten und Regi-
nientscommandanten vorrückte. Nachdem
Feldzuge wurde F. am 22. Juli 1831
zum General-Major befördert und erhielt
eine Brigade beim 11. Armeecorps, von
welchem er am 16. August 18!51 huZ.
talis zum 12. Armeecorps kam. Am
1. März 1839 wurde Nitter von Frank
Feldmarschall-Zieutenant und aä lawä
des commandirenden Generalen in Un-
garn, in welcher Stellung er verblieb,
bis er in Folge des Rücktrittes des
Grafen Degenfeld ^s. die Nachträge
S. 391^ von der Stelle des Kriegsmiiii«
sters mit Allerh. Handbiüet vom 19. Fe«
bruar 1864 zu dessen Nachfolger ernannt
wurde.
O e st e r r eichi s
ch c r Mil i t ä r Kalender für
daö Jahr l8:»:l, ycraussse^eden von Hirten^
feld und Meynert (Wim. kl «".) S. 2l1,
— Fre nl den ^ B l a tt (Wien.4".) l8<>4. Nr,äl.
>!' Fraltkl, Dauid Bernhard ^s. d.
Bd. IV, S. 334^, gestorben zu Prag
20. November
Dauid Bernhard Frankl. Bioaraphische
Skizze. Manuscript für Freunde tWion <«<>0,
Zamarski u. Ditmarlch. gr. t<",), — Porträt.
Ohne Angabe d^ Zeichners und Lithogra-
phen. lnit dc»n Facsimile der Unterschrift:
D, B. Frankl <nach oinein Oel^cmälde u»n
L. Pol lak in Rom. lithügr. Abch. Zöller. 8«.).
ll Fraukl, Ludwig August ^s. d.
Bd. IV, S. 334^j. Seit seiner Rückkehr
aus dem Orient entfaltete F. eine reiche literarische Thätigkeit, und auch sonst
wirkte er in Sachen der Kunst und Wis-
senschaft, wenn es ihre Förderung oder
ehrenvolle Vertretung im Kaiserstaate
galt, anregend und unterstützend. So
wurde anläßlich seines Sommeraufent-
Haltes in Heiligenstadt von ihm die Er-
richtung des Beethovendenkmals daselbst
beantragt, das mittlerweile auch (18i>3)
aufgestellt worden ist. Als Mitglied der
Kunstlergesellschaft der „Ritter von der
grünen Insel" stellte er den Antrag, sich
an den Reichscath wegen Reisestipendien
für junge Dichter, Componisten und bil«
dende Künstler zu wenden. Als Antrag»
steller wurde ihm die Aufgabe, das ent»
sprechende Memoir zu entwerfen. Der
Antrag hatte den günstigen Erfolg, daß
10.000 fi. zu diesem Zwecke votirt wur-
den. Eine bald nach seiner Rückkehr aus
dem Orient unternommene Reife durch
Deutschland gab Anlaß theils zu Anknü»
pfung literarischer Verbindungen, theils
zu Begegnungen mit interessanten Persön-
lichkeiten, wie u. A. in Ber l in mit Ale-
xander von Humboldt, Meyer beer,
Willibald Aleris, Herrn und Frau
Theodor Mundt , Jung, Kalisch;
inDresden mitGutzkow, Kühne,
Robert Waldm üller, Fr. von Sch o«
ber; in Leipzig mit Julian Sch mid t,
1)r. Iel l inek. Minckwitz, Mosche.
les u. s. w. Im März 1863 beging F.
die Feier seiner 25>jährigen Dienstzeit als
Archivar der Wiener israelitischen Ge-
meinde, bei welcher Gelegenheit die von
1)r. Letter is herausgegebenen „Wiener
Mittheilungen" und S. S z a n t o's
„Neue Zeit" ausführliche Würdigungen
der amtlichen Verdienste F.'s in seinem
Wirkungskreise veröffentlichten. Auch er<
ging an F. in neuester Zeit von Seite
des literarischen Vereins in Leipzig die
Einladung, am 3. Jänner 1864 die Ge-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Károlyi-Kiwisch, Volume 11
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Károlyi-Kiwisch
- Volume
- 11
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1864
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 498
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon